Schlagwort: demokratie

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    Schwurbeln für Fortgeschrittene


    Wer die Corona-Maßnahmen kritisiert, gilt heutzutage ja als “Verschwörungstheoretiker”, “Corona-Leugner” und “Schwurbler”. Dabei gilt: Schwurbeln will gelernt sein. In dem inzwischen mehr als einem Jahr Corona habe ich einiges gelernt. Vor allem habe ich gelernt, dass ich noch viel weniger weiß als ich dachte. Mit Antworten auf die Frage warum läuft es so, wie es läuft, halte ich mich inzwischen zurück. Denn ich kann nicht wirklich einschätzen, in welchem Verhältnis die 3 möglichen Erklärungsansätze stehen: tatsächlicher böser Wille Inkompetenz Beharrungsvermögen / schlechte Fehlerkultur (einmal getroffene Entscheidungen werden beibehalten, um keinen Fehler zugeben zu müssen und dadurch “sein Gesicht zu verlieren”) Der tatsächliche böse Wille könnte theoretisch bei 0 liegen; dass Inkompetenz und schlechte Fehlerkultur vorliegen, lässt sich wohl kaum bestreiten.
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    China ist... anders


    Zu Beginn dieses Beitrags bekenne ich, dass ich von China bisher kaum eine Ahnung hatte und zu großen Teilen westlicher Propaganda aufgesessen war (dies gilt insbesondere für meine bisherige Einschätzung des chinesischen Social Credit Systems). Auch jetzt fange ich gerade erst an, mich vorsichtig in die chinesische Kultur einzuschwingen, so weit mir das hier aus der Ferne überhaupt möglich ist. Deshalb danke ich all den Menschen, die viel tiefer eingetaucht sind und ihre Erlebnisse und ihr Wissen weitergeben in Sprachen, die ich verstehe. Je mehr ich mich nun damit beschäftige, um so deutlich wird mir, dass die chinesische Kultur schon vor Jahrtausenden an einigen Weggabelungen anders abgebogen ist als die indoeuropäische Kultur. Deshalb die Überschrift. Und weil wir hier von einer jahrtausendealten, sehr weit entwickelten Kultur reden, kann ich in diesem Beitrag nur anreißen, was es da zu entdecken gibt.
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    Ein Anarchist wird Mitglied einer Partei


    Nachdem ich vor 2 Jahren schon als Anarchist 70 Jahre Grundgesetz gefeiert hatte, bin ich heute das 2. Mal in meinem Leben Mitglied einer Partei geworden, nämlich bei dieBasis, die Basisdemokratische Partei Deutschlands. Auch da gilt, was ich damals zum Grundgesetz schrieb: Das ist das Schöne daran, dass ich auch innerer Anarchist bin: Ich bin nicht gezwungen, immer und in jeder Situation pauschal jede staatliche Struktur abzulehnen. Basisdemokratische Grundwerte Die Grundwerte der Partei teile ich: Freiheit Machtbegrenzung Achtsamkeit Schwarmintelligenz Wobei ich “Schwarmintelligenz” eher für ein Buzzword halte, das erst noch mit sinnvollem Inhalt gefüllt werden will. Vielleicht ist dieBasis da ja gerade dabei. Sie schreibt dazu Die Säule der Schwarmintelligenz bedeutet, die Weisheit der Vielen in konkrete Politik zu verwandeln.
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    Gesellschaftliche Gruppen gegen autoritäre Corona-Maßnahmen


    Nach über einem Jahr “Pandemie” ist es Zeit, mal aufzulisten, welche unterschiedlichen gesellschaftlichen und Berufsgruppen sich inzwischen gegen die Maßnahmen organisiert haben (zur Erinnerung, ich verwende hier im Blog das generische Femininum, außer für Eigenbezeichnungen natürlich): Die Anwälte für Aufklärung waren ziemlich von Anfang an dabei Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V. wurde u.a. von Sucharit Bhakdi gegründet Die Ärzte für Aufklärung sind eine weitere Gruppe von Medizinerinnen Wir Machen Auf wurde im 2. Lockdown von und für Unternehmerinnen gegründet Unternehmer Aktiv ist eine weitere Gruppe von Unternehmerinnen Als ein Beispiel für regionale Netzwerke von Unternehmerinnen nenne ich Wir stehen zusammen aus Bayern Das Netzwerk kritische Richter und Staatsanwälte gibt es auch schon einige Monate lang, ich habe erst kürzlich davon erfahren Die Kritischen Polizisten gibt es schon seit vielen Jahren, sie kritisieren von Beginn an die Maßnahmen Jüngeren Datums sind die Polizisten für Aufklärung Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten stehen auf Von der Pflege für Aufklärung gibt es auch eine bis Ende 2020 gepflegte Seite als Archiv www.
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    Wehret den Anfängen II


    Schon vor einiger Zeit hatte ich mein Entsetzen darüber geäußert, dass die Linken seit Beginn der “Pandemie” fast geschlossen auf Regierungslinie sind. Ungefähr genau so fassungslos bin ich, dass das bei den Nerds von Chaos Computer Club, Piraten, Digitalcourage, Netzpolitik.org & Co. ganz ähnlich aussieht. Dabei wird doch gerade im Eiltempo und global ein Überwachungs-Regime hochgezogen, dass George Orwell in seinem Grab rotiert. Vergleiche dazu z.B. die Website Wie soll es weitergehen? Schon in meinem allerersten Corona-Beitrag hatte ich in einem Nachtrag Noah Yuval Harari in der NZZ zitiert. Der ist zwar total dem megatechnischen Pharo verfallen, warnte aber völlig zu Recht schon am 23.03.2020: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ermächtigte den Geheimdienst, Überwachungsinstrumente, die er gewöhnlich für den Kampf gegen Terroristen braucht, zum Tracken von Viruskranken zu verwenden.
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    Ein Jahr Corona. Was hat es uns gebracht?


    Im Grunde reicht es, wenn du dir zur Beantwortung der Frage nur dieses kurze Video von Michael Hatzius anschaust: Die Zecken gehen darin auf den inzwischen zur Legende gewordenen ["Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"-Tweet des Bundesgesundheitsministeriums](https://twitter.com/BMG_Bund/status/1238780849652465664) ein. Mein Beitrag erscheint genau am ersten Jahrestag dieses Tweets. Also, was hat es uns gebracht? Bereits einen Tag vor besagtem Tweet habe ich hier im Blog die Frage gestellt, ob Corona der neue 11. September ist. Damals schrieb ich, um diese Frage zu konkretisieren den 11. September 2001 haben bekanntlich Staatsapparate in aller Welt zum Anlass genommen, elementare Bürgerrechte massiv und dauerhaft einzuschränken. Droht uns nun ähnliches durch die Corona-Pandemie? Die Frage ist rückblickend eindeutig mit Ja zu beantworten.
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    Wenn Diskursgrenzen Herrschaftsverhältnisse unsichtbar machen und warum Diversität trotzdem wichtig ist


    Diversität als Thema bei der Bewegungsstiftung Dieses Wochenende war ich bei der Online-Strategiewerkstatt der Bewegungsstifung, die das Schwerpunktthema Diversität hatte. Das Thema liegt mir bekanntlich sehr am Herzen; ich verweise als zentrale Anlaufstelle hier im Blog auf den Beitrag Rang und Privilegien in einer Nussschale. Vor ein paar Monaten habe ich endlich den lange geplanten Rang- & Priviliegientag hier in der Gemeinschaft veranstaltet, um auch hier das Bewusstsein für die Thematik zu verstärken. Dass das Thema erst jetzt (nach beinahe 20 Jahren Bestehen der Stiftung) so ins Zentrum gerückt ist, kann auf der einen Seite verwundern, denn wie ich in meinem finanziellen Coming out geschrieben hatte, warum mich die Bewegungsstiftung besonders angezogen hat: Dort entscheiden nämlich nicht allein die StifterInnen, wer zu welchem Zweck wie viel Geld bekommen soll, sondern die AktivistInnen der geförderten Projekte entscheiden über die Geldvergabe der Stiftung mit (mehr darüber in der Broschüre Den Wandel gestalten).
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    Meine Foucault-Begeisterung hat einen Dämpfer bekommen


    Mein Dank für die Inspiration, Michel Foucault kritisch zu hinterfragen, geht an die Freie Linke (siehe auch Puh, es sind doch nicht alle Linken staatstreu geworden). In deren Telegram-Kanal wurde ich auf die Beiträge von Gabriel Rockhill bei The Philosophical Salon aufmerksam. Angefangen habe ich dabei mit seinem Artikel über das Interesse der CIA an französischen Intellektuellen wie Foucault. Das dort besprochene deklassifizierte Paper France: Defection of the Leftist Intellectuals habe ich nicht mehr bei der CIA selbst gefunden, aber bei winter oak. Warum sollte die CIA den Poststrukturalismus für die eigenen Ziele nützlich finden? Rockhill schreibt dazu: Even theoreticians who were not as opposed to Marxism as these intellectual reactionaries have made a significant contribution to an environment of disillusionment with transformative egalitarianism, detachment from social mobilization and “critical inquiry” devoid of radical politics.
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    Wikipedia ist keine seriöse Quelle mehr


    Zu diesem Schluss kam die Viadrina schon am 14. Januar. Weshalb ich das jetzt hier im Blog ausbreite, liegt am Interview mit dem Biologen Clemens G. Arvay in den NachDenkSeiten. Er beschreibt darin, wie vor allem die so genannte “Skeptiker-Szene” in der Wikipedia ihm seinen Biologen-Status versucht abzuerkennen, seit er sich kritisch über die Corona-Impfungen äußert. Unter anderem spielt der Physiker Holm Hümmler eine Rolle dabei, der am 15. September 2020 einen sehr tendenziösen Artikel über Arvay in seinem Blog veröffentlicht hat. Nachdem ich das NachDenkSeiten-Interview gelesen und noch ein weiteres zum gleichen Thema bei der Deutschen Welle gefunden hatte, habe ich um 21:31 einen Abschnitt “Kritik” in den Wikipedia-Artikel über Holm Hümmler eingefügt. Dieser hat sich nicht lange gehalten: Bereits um 21:53 hat die Benutzerin Siesta meine Änderung rückgängig gemacht mit dem Kommentar “von „angestoßen“ steht nichts in der Quelle, die Formulierungen entsprechen auch nicht dem NPOV, daher zurück gesetzt.
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    Besorgter Bürger 2021


    Durch dieses sehenswerte Interview mit Noam Chomsky wurde ich auf eine Studie der RAND Corporation aufmerksam, die belegt, dass zwischen 1975 und 2018 in den USA nahezu 50 Billionen Dollar (!!) von den unteren 90% Einkommen zu den obersten 1% Einkommen umverteilt wurden. Corona hat diesen Trend noch verstärkt, wie ein aktueller Bericht von Oxfam belegt. Die Tagesschau fasst zusammen: Erstmals seit über einem Jahrhundert droht die Kluft zwischen Arm und Reich in fast allen Ländern der Welt gleichzeitig anzusteigen und das ist eine Folge der Corona-Pandemie. Zur Situation in Deutschland gibt der Sprecher von Oxfam Deutschland folgendes Beispiel: Für das Jahresgehalt eines DAX-Vorstandes - das sind durchschnittlich etwa 5,6 Millionen - müsste eine Pflegekraft in Deutschland über 156 Jahre arbeiten.
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