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    Externalisierung von Kosten


    Beim erneuten Lesen meines Artikels über Antivirus-Software als Schlangenöl bin ich in einem Blogpost von Fefe gelandet, aus dem ich einen Satz mal herausgreifen möchte:

    Wenn sich euer Geschäftsmodell nur durch Externalisierung von Kosten trägt, DANN TRÄGT ES SICH GAR NICHT.

    Nun zeichnet sich der gesamte Kapitalismus durch Externalisierung von Kosten aus, und auch vor ihm hat Herrschaft von Menschen über Menschen immer dazu geführt, dass Kosten der Herrschenden auf die Beherrschten abgewälzt wurden. Mit dem Kapitalismus und der Industrialisierung hat sich die Externalisierung nur ein gutes Stück von den beherrschten Menschen auf die beherrschte nicht-menschliche Welt verschoben. Die Kapitalisten beuten immer größere Teile der mehr-als-menschlichen Welt aus.

    Charles Eisenstein bringt das in seinem Gegenmodell so auf den Punkt, wie ich im Beitrag Globales Projekt 2018: Ein lebensförderndes Anreizsystem zitiert habe:


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    Eckhart Tolle und das Fühlen


    Gestern habe ich das Buch Eine neue Erde von Eckhart Tolle durchgelesen. Gehört hatte ich von ihm schon vor Jahren, aber erst dieses Jahr war es so weit, dass ich etwas von ihm gelesen habe. Dabei hatte ich mich für Eine neue Erde entschieden, weil es da nicht nur um das jeweils individuelle Bewusstsein geht, sondern vor allem um die menschheitliche Entwicklungsperspektive.

    Das Buch ist wirklich ein Erlebnis, es wirkt beim Lesen. Und dabei erfährt man nichts wirklich Neues, vielmehr erinnert das Buch daran, wer wir wirklich sind. Ich kann es wirklich sehr empfehlen, und heutzutage gibt es das Buch auch günstig antiquarisch.

    Nur an einem Punkt war ich beim Lesen irritiert, und zwar, wenn es um “negative Gemütsregungen wie Wut, Angst, Hass, Groll, Unzufriedenzheit, Neid, Eifersucht usw.” geht. Die fasst er pauschal als “Negativität” zusammen.


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    Es sind struppige Zeiten


    Pernilla Kannapinn tourt gerade über die Kulturelle Landpartie im Wendland. Wir haben sie gestern in Breese im Bruche live erlebt, das war wunderbar!

    Durch dieses Lied bin ich auf sie aufmerksam geworden:

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    (Rotes) Tantra und Permakultur – wie geht das zusammen?


    Letztes Wochenende war ich beim Nachtreffen des Living Future Activist Trainings in Kleinkrausnik in der Lausitz. Dort flammte wieder die Frage auf, die mich schon vor vier Jahren bewegt hatte: wie können sich die Tantra-Szene (jedenfalls das Rote Tantra nach Andro) und die Permakultur-Szene einander annähern?

    Mir liegt beides sehr am Herzen, und inhaltlich passen Tantra und Permakultur eigentlich super zueinander, denn beiden geht es darum, das Netz des Lebens zu nähren. Allerdings nehme ich auf beiden Seiten Hürden bzw. Berührungsängste wahr. Die Tantra-Leute, jedenfalls die in meinem Umfeld, zeigen bisher wenig Interesse am Gärtnern jenseits von Blumen. Essen tun sie dafür gerne und genussvoll. Eigentlich wäre es daher doch naheliegend, auch eigenes Essen anzubauen. Und die Permakultur versucht ja auch noch, die Arbeit dabei durch kluges Gestalten im Rahmen zu halten.


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    Digital Independence Day mit Hindernissen


    Am gestrigen Digital Independence Day ist Ella mit meiner Unterstützung von Windows 10 auf Linux Mint Cinnamon Edition umgestiegen.

    Das habe ich länger vorbereitet, und als es dann ernst wurde, stieß ich auf ein paar Hindernisse beim Umzug. Das erste davon war der Signal Desktop-Client. Der speichert den Chatverlauf, und den wollte ich gerne von Windows auf Linux mit übertragen. Im ersten Anlauf brach der Signal Desktop-Client beim Start aber mit einer Fehlermeldung ab.

    Allerdings ließ sich das leicht beheben mit Hilfe der Signal Backup Tools. Mit der Option --showdesktopkey lässt sich der Desktop-Key extrahieren, den man am neuen Speicherort (in meinem Fall unter Linux) in die config.json einträgt, dann funktioniert es anstandslos.

    Einen härteren Brocken hat mir Lennart Poettering beschert, systemd macht nämlich auch DNS-Caching, und natürlich, wie sollte es anders sein, das macht es anders als alle anderen…


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    Neues Jahr, neue Linux-Distribution: Artix


    Leute, ich habe ein Déjà-vu. Im November 2007 hatte ich hier schon mal unter dem Titel Gentoos schwer wiegende Nachteile geschrieben

    Dieses Kompilieren nimmt dermassen viel Zeit (& Festplattenplatz) in Anspruch, dass ich fast sagen kann mein Notebook ist hauptsächlich damit beschäftigt, das System auf dem aktuellen Stand zu halten. Was das selber kompilieren an Beschleunigung beim Ausführen der Programme bringt, steht in keinem Verhältnis zum Aufwand für das Kompilieren selber.

    Genau das gleiche erlebe ich nun wieder. Das weitaus dickste Paket ist inzwischen allerdings Chromium, dessen komprimierter (!) Quelltext über ein Gigabyte groß ist (chromium-143.0.7499.109-linux.tar.xz hat 1088 MB). Ich sage ja, Komplexität ist der Feind

    Damals fiel meine Wahl für eine Gentoo-Alternative ja auf Arch Linux, und der einzige Grund, warum ich von Arch wieder auf Gentoo umgestiegen war, ist systemd. Das kommt mir nämlich nicht in die Tüte.


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    Digital Independence Day in Organisationen: gewusst wie


    Auf dem vergangenen Chaos Communication Congress 39C3 hat Marc-Uwe Kling den Digital Independence Day vorgestellt. Der erste DID ist gleich morgen am 4. Januar.

    Worum es dabei geht, erläutert die Website di.day:

    An jedem ersten Sonntag im Monat veranstalten wir deshalb den #DigitalIndependenceDay: Wir holen uns unser freies digitales Leben zurück, zerstören die Demokratie nicht weiter und wechseln zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen. Und wir sichern uns nach und nach unsere digitale Unabhängigkeit!
    Was kann ich tun?
    Alternativlos erscheinen die Angebote von Big Tech nur durch ihre übergroße Sichtbarkeit. Dabei gibt es zu Social-Media-Plattformen, Online-Einkauf oder Videostreaming eine Vielzahl gesellschaftsschonender Alternativen.
    Die größte Hürde hast du schon genommen: Du bist hier! Und hier haben wir Optionen und Anleitungen zum Wechsel zusammengestellt. Es ist nicht kompliziert: Heute mal einen Wechsel ausprobieren, am nächsten ersten Sonntag im Monat den nächsten. Also schnell in den AppStore, Alternative herunterladen und mit uns #DIDay feiern!


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    Meine Erfahrungen mit dem Quellenprinzip nach Peter Koenig


    Die aktuelle Podcast-Folge von Myzelium zum Thema Die Architektur lebendiger Projekte: Quellen, Subquellen und Teamdynamiken. Die (un)sichtbare Dynamik: Wie Quellen Teams formen hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, welche Erfahrungen ich selber schon mit dem Prinzip der “Quelle” gemacht habe.

    Worum es da geht, fasse ich mit einem kurzen Zitat aus Johannes Hochholzers Artikel Mit Bewusstsein für die Quelle(n) gemeinschaftliche Initiativen stärken zusammen:

    „Das ist / war unser gemeinsame Idee!“ Diesen Ausspruch höre ich oft und doch zeigt sich meist bei einer tiefergehenden Recherche, dass es eine Person gibt, bei der diese Idee den Anfang genommen hat. Auf der Suche nach der Quelle geht es jedoch nicht nur darum, welche Person die entscheidende Idee hatte: Jede menschliche Initiative nimmt einen Ursprung in der Aktion eines Menschen, der ein Wagnis eingeht. Dieser Mensch hat in der Initiative eine besondere Stellung und ist die Quelle (engl. Source) oder Quellenperson der Initiative. So entsteht eine (zeitliche) Ordnung abhängig von den Handlungen der jeweiligen Menschen.


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    Ein Anarchist wird zum Ritter geschlagen


    Mein geistiger Spagat geht in die nächste Runde: Nachdem ich 2019 als Anarchist 70 Jahre Grundgesetz gefeiert habe und dann 2 Jahre später zudem als Anarchist Mitglied einer Partei geworden bin (was ich allerdings nur 2 1/2 Jahre blieb), wurde ich vor knapp 2 Jahren auch noch im Rahmen eines Seminars meines Prozessarbeits-Lehrers Sebastian Elsaesser in einer Arbeit zum Ritter geschlagen.

    Das muss ich näher erläutern, denn ihr fragt euch jetzt bestimmt “zum Ritter geschlagen, WTF!?”. Es kam so: Ausgangspunkt war, dass ich Anfang des Jahres 2023 eine Nebenhöhlenentzündung bekam, was ich zuletzt in meiner Jugend hatte. Die Schmerzen waren echt heftig. Und als ich so mit den Schmerzen im Bett lag, erschien mir eine Figur in einer metallenen Rüstung. Ich habe sie sowohl als beschützend empfunden als auch mit einer großen Macht, mich am Weinen zu hindern. Später habe ich sie dann als Ritter identifiziert.


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    Wer mich nicht kritisiert, nimmt mich nicht ernst


    Diesen Satz habe ich schon in der Schulzeit so für mich formuliert, und er gilt nach wie vor.

    Inhaltlich schließt dieser Beitrag direkt an den zum Spannungen aussprechen an, denn mir ist erst vor ein paar Tagen aufgegangen, dass ich diesen Satz lange Zeit nicht umgekehrt hatte. Doch wenn ich andere Menschen nicht kritisiere, nehme ich sie dann ja auch nicht ernst.

    Da war meine eigene Schwäche, mein eigener Schatten am Werk: die Angst, anderen zur Last zu fallen und damit meine eigene Existenz zu gefährden. Das ist eine alte Angst, die heute so gut wie nie mehr eine reale Grundlage hat; dennoch ist das ein Muster, das ich über viele Jahre gelernt habe und das es jetzt gilt, zu ent-lernen.


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