Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

Das Finanzamt und ich/wir

2017-08-1

(Leserbrief an die Oya:)

Beim Lesen der "passt nicht ins Raster"-Geschichten in der Oya 44 von Menschen, die in der Logik der Gabe handeln wollen, stellte sich mir schnell die Frage "Und was sagt das Finanzamt dazu?" Um diese Frage kommen wir nicht herum, denn wenn wir sie uns im Vorfeld nicht selber stellen, wird sich das Finanzamt mit Sicherheit irgendwann melden.

Seit nunmehr gut 1 1/2 Jahren lebe ich in der Antinous Gemeinschaft in Berlin, die dort das Diamond Lotus Tantra Institut betreibt. In dieser Zeit bin ich immer mehr vom "Fundi" zum "Realo" geworden.

Meine große Vision bleibt die eines Wirtschaftens im Geist des Schenkens, des freien Beitragens zum Ganzen. Auf dem Weg dorthin, so wird mir immer klarer, gilt es, die Menschen in den bestehenden Strukturen mitzunehmen. Und dazu gehören eben auch Finanzbeamte.

Der Anarchist in mir ist sich dessen bewusst, dass jeder Staat ein Herrschaftssystem ist und dass Steuern historisch aus Tributforderungen an unterworfene Völker entstanden sind. Kein freundlicher Ursprung, keine Frage. Doch auf der anderen Seite steht, was heutige Staaten an Infrastruktur für ihre Bürger zur Verfügung stellen. Zu dieser Infrastruktur trage ich bei, indem ich meine Steuern zahle.

Kurz gesagt, das Finanzamt ist nicht von vornherein mein Feind, auch wenn ich die Logik der Gabe leben will. Mir muss dabei nur klar sein, dass das Finanzamt (zur Zeit jedenfalls) nach einer anderen Logik funktioniert. Diese andere Logik gilt es zu berücksichtigen, denn wenn ich das nicht tue, steht vielleicht am Ende ein Gerichtsvollzieher vor meiner Tür. In dem Punkt sitzt das Finanzamt ganz einfach am längeren Hebel.

Deshalb unterstütze ich zum einen das Bündnis für geeignete Rechtsformen für das Bürgerschaftliche Engagement. Als Realo will ich innerhalb des bestehenden Rechtssystems Lösungen für andere Formen des Wirtschaftens entwickeln, statt die Verhältnisse per Revolution völlig auf den Kopf zu stellen. Und solange es keine Rechtsform gibt, die genau auf die Logik der Gabe passt, können wir nur aus den vorhandenen Formen kreative Konstruktionen basteln. Das tut z.B. die Kollektivberatung in Berlin.

Pioniere auf diesem Gebiet sind die Kommunen mit gemeinsamer Ökonomie, von denen sich im deutschsprachigen Raum viele im Kommuja-Netzwerk zusammengeschlossen haben.

Weil wir eben um das Finanzamt nicht herumkommen, schlage ich hiermit vor, in der Commons- und Gemeinschaftsszene so etwas wie eine "Arbeitsgruppe Besteuerung" zu bilden. Diese Gruppe sollte zum einen unsere konkreten Erfahrungen sammeln und außerdem ein Raum sein, in dem wir uns erst mal selber Gedanken zu machen, wie wir dem Finanzamt mit aus seiner Sicht "exotischen" Modellen begegnen. Wenn alles ganz toll läuft, unterstützen am Ende die Finanzbehörden unsere Bemühungen, in der Logik der Gabe zu handeln. In jedem Fall trägt so ein Austausch zur gegenseitigen Vertrauensbildung bei.

Weggehen oder Dableiben

2017-07-13

Heute morgen bin ich mit einem noch tieferen Verständnis der absoluten Freiheit aufgewacht. Ausgangspunkt war meine Prämisse, dass wir alle hier sind, um Erfahrungen zu machen. Dieses Universum ist, wie jedes Universum, ein Experiment des Kosmischen Bewusstseins mit uns allen als seinen Agenten.
Dann dachte ich erst, Erfahrungen auszuweichen durch Verdrängen oder Dissoziieren sei deshalb ein Fehler, bis mir klar wurde, dass ja auch Verdrängen und Dissoziieren zu (anderen) Erfahrungen führt. Damit sind wir dann wieder bei meiner Erkenntnis "man kann nicht nicht mitmachen". Auch wer irgendwo weggeht, weil es ihr/ihm zu heftig wird, experimentiert in diesem Moment damit, was passiert, wenn sie oder er eben weggeht. Willkommen in unserer paradoxen Welt!

Mich bestärkt das noch mal darin, Freiwilligkeit als Wert hochzuhalten. Ich schreibe niemandem vor (auch mir selber nicht als Innerer Anarchist), doch gefälligst an Erfahrungen dranzubleiben, jedes Gefühl gefälligst ganz durchzufühlen, jedes Trauma durchzuarbeiten. Ich werte nicht, befinde das Spannungen aushalten nicht für besser als vor ihnen zu fliehen oder sie zu ignorieren. Ich entscheide lediglich mich selbst höchstpersönlich dafür, dass ich das will: Die volle Verantwortung für alles was geschieht. Die Welle surfen. Schöpfer statt Opfer sein. Aus dem Prinzip der Einheit heraus leben. Mein ganzes Leben dem Lernen widmen, immer neugierig bleiben.

Wer sich ähnlich entscheidet, die lade ich ein, meine Weggefährten zu sein. Wer sich für die Opferrolle entscheidet, braucht nichts von mir zu erwarten. Natürlich kann die- oder derjenige alles von mir erwarten, was sie oder er will. Es liegt dann allerdings an mir, inwiefern ich diese Erwartungen erfülle oder nicht.

Kunst des Pirschens – Das Zurückholen der Energie

2017-07-10

Ende August, genauer gesagt vom 25.-27.8., habe ich mich für das Seminar Kunst des Pirschens angemeldet. Das veranstalten die Leute, bei denen ich auch schon einige Male zur Schwitzhütte war. Es handelt sich um ein Training in Makellosigkeit. Hier die Kurzbeschreibung:

"Umgangssprachlich" ausgedrückt ist die Kunst des Pirschens eine einzigartige Praxis zur Selbstklärung, zum Überwinden traumatischer Erlebnisse und zum Auflösen vom Leiden, welches durch falsche Identifikationen entsteht. Bei dieser Praxis werden alle Muster, Verletzungen und Konditionierungen erkannt – und aufgelöst, die schädliches Verhalten, unangemessene Vereinbarungen, Eigendünkel, sowie Hass, Neid und Maßlosigkeit hervorrufen. All das, was im toltekischen Sinne nichts anderes als Energieverlust bedeutet.

Das Ziel des Pirschens ist das Erwachen zum höchsten wahren Selbst. Das bedeutet, nie endende, bedingungslose Liebe, Sicherheit und Zufriedenheit, das bedeutet für uns, dass wir unseren Persönlichen Traum vom „wie wir leben wollen“ umsetzen können. Das klingt nach reiner Magie? Das ist es. Und so wie jede gute Magie Arbeit bedeutet, ist auch das Pirschen Arbeit. Arbeit, die dich frei werden lässt und dein Orende, deine persönliche Lebensenergie auf ein sehr hohes Maß bringt.

Jaguargesicht

Ich freue mich über ein paar mehr MitstreiterInnen beim Pirschen, denn bisher sind nur sehr wenige angemeldet.

Ganz unten auf der Seite findest Du ein umfangreiches PDF über das Pirschen, das Dich schon mal auf das Wochenende einstimmen kann.

Es ist genug für alle da

2017-06-25

Ich habe beschlossen, fortan auf das unter Ökonomen so beliebte M- bzw. K-Wort zu verzichten und nur noch kontinuierlich auf den Zustand hinzuweisen (auch mich selbst!), in dem wir uns tatsächlich befinden: grenzenlose Fülle. Das Handbuch hat dazu folgendes zu sagen:

Einen wichtigen Punkt dieses Programms wird die erneute Ausrichtung des Planeten am System der göttlichen Ökonomie bilden, dessen Wirken sich der überwiegende Teil des Universums derzeit bereits erfreut. Die Aktivitäten der Interuniversalen Bankengemeinschaft werden die planetare Erkenntnis fördern, daß Leben sich niemals das Recht auf Leben verdienen muß. Diese Aussage ist keine ökonomische Ketzerei; sie ist befreiend und beruht auf Wahrheit. Wenn die Menschheit diese Medizin erst einmal geschluckt hat, wird der mühsame Überlebenskampf in sich zusammenfallen; statt dessen wird es unendlichen Überfluß geben.
Der gesamten menschlichen Spezies wird von der Interuniversalen Bank jetzt ein Blankoscheck ausgestellt, und die Bankiers sind hier, um unbegrenzten menschlichen Kredit zu genehmigen. Die Einsatzleitung empfiehlt baldige Antragstellung. […]
Der Intergalaktische Maklerausschuß hat diesen Planeten bereits in die interdimensionale Kartei für Wiederbesiedelung durch die Kräfte des Lichts aufgenommen. Der Ausschuß ist auf dieser Ebene präsent, um dafür zu sorgen, daß der Wahnsinn des persönlichen Besitzes auf diesem Planeten zu einem natürlichen Ende kommt und daß die Illusion des planetaren Eigentums durch das rechtmäßige Prinzip der planetaren Pflegschaft ersetzt wird. Dabei handelt es sich um das Geburtsrecht, das ohnehin von vornherein beabsichtigt war. Es ist das Erbe, das auf diesem kostbaren Planeten wahre Gleichheit und Überfluß mit sich bringen wird.

Heute habe ich das erste Mal die Hörbuch-Fassung von E.T. 101 gehört und finde sie sehr gelungen. Wenn Du Dir also das Handbuch lieber vorlesen lässt, dann nur zu! In der gedruckten Fassung verschenke ich es nach wie vor.

Dass das Gesetz des Karma aufgehoben ist, hatte ich ja schon an anderer Stelle erwähnt. Und schon vor Jahren schrieb ich vom entsprechenden Paradigmenwechsel zur Fülle. Nun, wer ein Paradigma wechseln will, muss es irgendwann tatsächlich wechseln, d.h. das alte Paradigma durch das neue ersetzen (siehe Die Schule für Götter). Das tue ich hiermit. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, bestimmt alles:

Die Wirklichkeit, in der Sie leben, ist lediglich eine audiovisuelle Demonstration dessen, worauf Ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist. Das Universum nimmt an, daß Ihre Aufmerksamkeit den Dingen gilt, die Sie sich wünschen, und liefert Ihnen in seiner Güte immer mehr von diesen Dingen. Wenn Sie diese Dynamik verstehen würden, könnten Sie etwa nie auf den blödsinnigen Einfall kommen, den Drogen den Krieg zu erklären - es sei denn natürlich, Ihr Ziel wäre, für noch mehr Drogen zu sorgen. Es gibt keine bessere Möglichkeit, den Drogenhandel auszuweiten, als die Aufmerksamkeit aller Leute auf ihn konzentriert zu halten. Das gleiche Prinzip der Verstärkung gilt für alles, von dem Sie glauben, daß Sie es ablehnen; aus genau diesem Grund kann auch kein Krieg gewonnen werden. Wenn Sie dem Drogenmißbrauch wirklich ein Ende setzen wollten, wäre das beste Verfahren, sich nicht mehr auf dem Umweg über Ihre angebliche Ablehnung von ihm faszinieren zu lassen. Lassen Sie sich statt dessen von der Freiheit faszinieren, und Ihre Süchte werden auf natürliche Weise verschwinden, um Ihrer neuen Vorliebe Raum zu geben.
Weil Sie die Macht der Schöpfung und Ihr wahres Wesen erst noch verstehen müssen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ständig auf Verleugnung anstatt auf Bekräftigung. Das führt dazu, daß das Universum Ihnen noch eine Extraportion von dem auftischt, das Sie (wie Sie glauben) nicht wollen. Manche von Ihnen praktizieren zwar die Kunst der Bekräftigung oder Affirmation als Werkzeug zur Veränderung ihrer Realität, aber Sie können Affirmationen vor sich hin plappern, bis Sie blau anlaufen. Damit werden Sie keinen Erfolg haben. Solange sich Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Identität nicht ebenso gewandelt haben und zu dem passen, was Sie mit Affirmationen beschwören, hat das Universum keine andere Möglichkeit, als die eigentlichen, verborgenen Wünsche zu erfüllen, auf die Ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist. Bis Sie verstanden haben, welche Rolle Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Identitätsgefühl bei Ihrem Schöpfertum spielen, werden Sie mit Ihren Affirmationen höchstens ein paar verwirrende Zufallstreffer landen können.
Es ist an der Zeit, daß Sie Ihre Kräfte weise einsetzen und Wirklichkeiten erschaffen, die Ihrer eigentlichen Natur würdig sind. Das können Sie tun, indem Sie gut darauf achten, was Sie dem Universum durch den veränderten Brennpunkt Ihrer Aufmerksamkeit als Realität mitteilen und indem Sie Ihre Identitätsprojektion durch geänderte Verhaltensweisen beeinflussen. Solange Sie diese fundamentale Verschiebung nicht vollzogen haben, werden Sie weiterhin die gleichen abgenutzten alten Anforderungen an ein Universum durchgeben, das erbarmungslos und liebevoll mit den selben alten abgenutzten und oft giftigen Antworten darauf reagiert.

Nachtrag vom 16.07.: Kürzlich habe ich den Astronomen Fred Hoyle entdeckt, der den Energieerhaltungssatz in Frage stellte und statt dessen mutmaßte, dass "die kontinuierliche Erzeugung von Materie die Expansion des Weltalls vorantreibe".
Selbst wenn man von einem Urknall ausgeht, durch den mit einem imaginären Fingerschnippen des kosmischen Bewusstseins die gesamte Energie unseres ganzes Universum auf einen Schlag entstanden ist, kommt z.B. der Physiker Michio Kaku zu dem Schluss: A Universe is a Free Lunch. Die Gesamtenergie unseres Universums ist Null, so wie das gesamte Geldvermögen immer Null ist.

Fülle ist viel wertvoller als Mangel

2017-06-14

LeserInnen dieses Blogs ist bekannt, dass ich ein Fan von Charles Eisenstein bin, speziell seines Buches Sacred Economics bzw. Ökonomie der Verbundenheit. Darüber hatte ich seinerzeit getitelt Wenn die Wirtschaft wächst, wird alles knapper.

Nun hatte ich Robert Heeß im Nachgang des Männer-Geldworkshops folgendes gemailt:

mir kam gerade folgende Erkenntnis: das persönliche Mangelbewusstein hängt ja an Glaubenssätzen. Mit dem kollektiven Mangelbewusstsein im Geldsystem ist es ganz genau so: Unserem derzeitigen Geldsystem liegt der Glaubenssatz zugrunde "Geld muss knapp sein, damit es einen Wert hat." Da kann natürlich keine Fülle für alle bei rauskommen…

Er fragte daraufhin zurück:

Tatsächlich?
Ist das so?

Liegt dieser Satz unserem Geldsystem zugrunde?
Ich habe diese Frage wirklich, denn in MEINEM Weltbild stimmt das nicht,
lasse mich aber gerne aufklären.

Ich antwortete ihm mit diversen Belegen, die ja auch der verlinkte Eisenstein-Beitrag gut auf den Punkt bringt. Folgendes scheint mir der Knackpunkt an diesem Glaubenssatz zu sein:

Was reichlich, in Hülle und Fülle vorhanden ist, scheint keinen Wert zu haben. Nur Dinge, an denen es mangelt, scheinen wertvoll zu sein.

Und, da stimme ich Robert zu: Das stimmt auch in meinem Weltbild nicht. Deshalb schreibe ich es hier noch mal explizit hin:

Was reichlich vorhanden ist, ist genauso wertvoll wie das Seltene. Alles in dieser Welt ist wertvoll.

Es ist ein bisschen wie mit Figur und Hintergrund: Erst durch die Operation des Unterscheidens entstehen überhaupt Figur und Grund, und wir glauben dann, dass die Figur das eigentlich Wichtige bzw. Wertvolle sei. So entsteht auch die Gleichsetzung von Knappheit/Seltenheit/Mangel mit Wert.

Nehmen wir zum Schluss noch die Einzigartigkeit hinein: Etwas Einzigartiges ist mit nichts vergleichbar, durch nichts ersetzbar und deshalb unendlich wertvoll. Da kann man dann schon nicht mehr von Mangel sprechen; wo ich Einzigartiges wahrnehme, kippt der unendliche Mangel wieder in die unendliche Fülle. Und diese Fülle offenbart sich im Jetzt. Auch jeder Moment ist einzigartig und damit unendlich wertvoll.
Mangel und Knappheit erweisen sich damit als Konstrukte unseres Geistes.

Übrigens kommt auch der Wachstumsdrang aus dem Eindruck von Mangel – ich will mehr, weil ich gefühlt zu wenig habe oder bin. Dabei bin ich schon alles, habe mich nur selbst geblitzdingst und es deshalb vergessen. ;-)

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