Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

Grundlos leben

2017-09-6

Heute habe ich einen Entschluss gefasst: Ich werde mein Handeln nicht mehr begründen. Vor allem nicht vor mir selbst. Ich werde einfach tun, was immer ich tue.

Macht euch also auf interessante Erlebnisse mit mir gefasst! ;-)

Das Lied zum Entschluss (Liedtext):

Ein makelloser Krieger werden

2017-09-1

Gestern habe ich auf der Agentenwebsite eine kleine feine Änderung vorgenommen: Ich habe in dem Satz "Am 6. August 2014 hat Agent Timo Ollech sich entschieden, ein makelloser Krieger zu sein." das Wort "sein" durchgestrichen & "werden" dahintergeschrieben. Mir ist nämlich klar geworden, dass man sich zwar zu vielem mit einem Fingerschnippen entscheiden kann. Ein makelloser Krieger zu sein gehört nicht zu diesen Dingen. Dafür braucht es jahrelange gründliche Arbeit in Demut.
Zu diesem Sinneswandel hat wesentlich der Kurs Kunst des Pirschens beigetragen. Am letzten Wochende wurde mir dabei bewusst, wie viel ich noch in meinem Leben aufzuräumen habe. Der Kurs war dafür nur ein Anfang, der die grundlegenden Techniken lieferte, die ich fortan täglich anwenden werde. Und mir kam dazu der Satz in den Sinn

Wenn ich mein Leben ordne, ordne ich die Welt.

Die Sache mit dem Autonomiebedürfnis

2017-08-25

Meine erste Begegnung mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) war das kleine Büchlein Kinder einfühlend ins Leben begleiten von Marshall B. Rosenberg. Darin beschreibt er anhand von Erlebnissen mit seinen eigenen Kindern die zwei grundlegenden Bedürfnisse: das Autonomiebedürfnis und das Kooperationsbedürfnis. Darin schreibt er:

Das Ziel, von anderen Menschen das zu bekommen, was wir wollen, oder sie dazu zu bringen, das zu tun, was wir gerne von ihnen sehen würden, beeinträchtigt die Autonomie der Menschen und ihr Recht zu wählen, was sie selbst tun wollen. Und wann immer Menschen spüren, dass sie nicht frei sind zu wählen, was sie tun möchten, werden sie viel eher bereit sein sich zu widersetzen – selbst wenn sie den Sinn in dem, was wir von ihnen erbitten, sehen können und sie es eigentlich tun wollen. Unser Bedürfnis, unsere Autonomie zu schützen ist so groß, dass es bei uns Widerstand mobilisiert, wenn wir jemanden sehen, der nur unbeirrbar seine eigenen Absichten durchsetzen möchte und so handelt, als wüsste er, was das Beste für uns ist. Es stimuliert unsere Gegenwehr, wenn diese Person uns nicht selbst wählen lässt, wie wir uns verhalten möchten.

Das konnte ich vor allem im Zusammenhang mit dem Sudbury-Lernzentrum in Leipzig immer wieder beobachten. In einem Satz zusammengefasst:

Das Autonomiebedürfnis hat Vorrang vor dem Bedürfnis, zu kooperieren.

Nun hatte ich ja schon in meinem Beitrag zum Gehorchen darauf hingewiesen, dass ich von einer höheren Warte aus betrachtet immer die Wahl habe. Letztlich geht es hier nur darum, dass wir alle miteinander Erfahrungen machen.

Allerdings haben wir uns mindestens bei der Geburt alle selbst geblitzdingst und dabei vergessen, dass wir uns diese Welt ja selber ausgesucht haben. Sonst wären wir nicht hier. Wenn ich mich daran also wieder erinnere, und das tue ich als Agent des kosmischen Bewusstseins ganz explizit, dann kann ich das Thema Autonomiebedürfnis abhaken und mich ganz dem Kooperieren widmen. Ich kann ohnehin nicht nicht mitmachen. Die Frage ist nur, wie will ich mitmachen, wie will ich diese Welt mitgestalten. Und darin bin ich ganz autonom. Ob's immer so klappt ist dann die nächste Frage. Damit wären wir bei meinem Namensvetter Leary, der dazu sagt:

Das Universum ist ein Intelligenztest.

Das Finanzamt und ich/wir

2017-08-1

(Leserbrief an die Oya:)

Beim Lesen der "passt nicht ins Raster"-Geschichten in der Oya 44 von Menschen, die in der Logik der Gabe handeln wollen, stellte sich mir schnell die Frage "Und was sagt das Finanzamt dazu?" Um diese Frage kommen wir nicht herum, denn wenn wir sie uns im Vorfeld nicht selber stellen, wird sich das Finanzamt mit Sicherheit irgendwann melden.

Seit nunmehr gut 1 1/2 Jahren lebe ich in der Antinous Gemeinschaft in Berlin, die dort das Diamond Lotus Tantra Institut betreibt. In dieser Zeit bin ich immer mehr vom "Fundi" zum "Realo" geworden.

Meine große Vision bleibt die eines Wirtschaftens im Geist des Schenkens, des freien Beitragens zum Ganzen. Auf dem Weg dorthin, so wird mir immer klarer, gilt es, die Menschen in den bestehenden Strukturen mitzunehmen. Und dazu gehören eben auch Finanzbeamte.

Der Anarchist in mir ist sich dessen bewusst, dass jeder Staat ein Herrschaftssystem ist und dass Steuern historisch aus Tributforderungen an unterworfene Völker entstanden sind. Kein freundlicher Ursprung, keine Frage. Doch auf der anderen Seite steht, was heutige Staaten an Infrastruktur für ihre Bürger zur Verfügung stellen. Zu dieser Infrastruktur trage ich bei, indem ich meine Steuern zahle.

Kurz gesagt, das Finanzamt ist nicht von vornherein mein Feind, auch wenn ich die Logik der Gabe leben will. Mir muss dabei nur klar sein, dass das Finanzamt (zur Zeit jedenfalls) nach einer anderen Logik funktioniert. Diese andere Logik gilt es zu berücksichtigen, denn wenn ich das nicht tue, steht vielleicht am Ende ein Gerichtsvollzieher vor meiner Tür. In dem Punkt sitzt das Finanzamt ganz einfach am längeren Hebel.

Deshalb unterstütze ich zum einen das Bündnis für geeignete Rechtsformen für das Bürgerschaftliche Engagement. Als Realo will ich innerhalb des bestehenden Rechtssystems Lösungen für andere Formen des Wirtschaftens entwickeln, statt die Verhältnisse per Revolution völlig auf den Kopf zu stellen. Und solange es keine Rechtsform gibt, die genau auf die Logik der Gabe passt, können wir nur aus den vorhandenen Formen kreative Konstruktionen basteln. Das tut z.B. die Kollektivberatung in Berlin.

Pioniere auf diesem Gebiet sind die Kommunen mit gemeinsamer Ökonomie, von denen sich im deutschsprachigen Raum viele im Kommuja-Netzwerk zusammengeschlossen haben.

Weil wir eben um das Finanzamt nicht herumkommen, schlage ich hiermit vor, in der Commons- und Gemeinschaftsszene so etwas wie eine "Arbeitsgruppe Besteuerung" zu bilden. Diese Gruppe sollte zum einen unsere konkreten Erfahrungen sammeln und außerdem ein Raum sein, in dem wir uns erst mal selber Gedanken zu machen, wie wir dem Finanzamt mit aus seiner Sicht "exotischen" Modellen begegnen. Wenn alles ganz toll läuft, unterstützen am Ende die Finanzbehörden unsere Bemühungen, in der Logik der Gabe zu handeln. In jedem Fall trägt so ein Austausch zur gegenseitigen Vertrauensbildung bei.

Weggehen oder Dableiben

2017-07-13

Heute morgen bin ich mit einem noch tieferen Verständnis der absoluten Freiheit aufgewacht. Ausgangspunkt war meine Prämisse, dass wir alle hier sind, um Erfahrungen zu machen. Dieses Universum ist, wie jedes Universum, ein Experiment des Kosmischen Bewusstseins mit uns allen als seinen Agenten.
Dann dachte ich erst, Erfahrungen auszuweichen durch Verdrängen oder Dissoziieren sei deshalb ein Fehler, bis mir klar wurde, dass ja auch Verdrängen und Dissoziieren zu (anderen) Erfahrungen führt. Damit sind wir dann wieder bei meiner Erkenntnis "man kann nicht nicht mitmachen". Auch wer irgendwo weggeht, weil es ihr/ihm zu heftig wird, experimentiert in diesem Moment damit, was passiert, wenn sie oder er eben weggeht. Willkommen in unserer paradoxen Welt!

Mich bestärkt das noch mal darin, Freiwilligkeit als Wert hochzuhalten. Ich schreibe niemandem vor (auch mir selber nicht als Innerer Anarchist), doch gefälligst an Erfahrungen dranzubleiben, jedes Gefühl gefälligst ganz durchzufühlen, jedes Trauma durchzuarbeiten. Ich werte nicht, befinde das Spannungen aushalten nicht für besser als vor ihnen zu fliehen oder sie zu ignorieren. Ich entscheide lediglich mich selbst höchstpersönlich dafür, dass ich das will: Die volle Verantwortung für alles was geschieht. Die Welle surfen. Schöpfer statt Opfer sein. Aus dem Prinzip der Einheit heraus leben. Mein ganzes Leben dem Lernen widmen, immer neugierig bleiben.

Wer sich ähnlich entscheidet, die lade ich ein, meine Weggefährten zu sein. Wer sich für die Opferrolle entscheidet, braucht nichts von mir zu erwarten. Natürlich kann die- oder derjenige alles von mir erwarten, was sie oder er will. Es liegt dann allerdings an mir, inwiefern ich diese Erwartungen erfülle oder nicht.

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