Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

Was der indische Straßenverkehr mit Frieden zu tun hat

2020-01-18

… verrät dieser schöne Erfahrungsbericht vom Symposium Rebell*innen des Friedens beim Permakultur-Institut. Es geht um empfundenes Chaos und dass das vielleicht eine voreingenommene negative Bewertung ist.
Hier geht's zur Seite des Symposiums.

Arnold Mindell hat ähnliches erfahren:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass soziale Ereignisse, welche zuerst zufällig und chaotisch zusein scheinen, sich durch die Wirkung vorher verborgener Parameter immer sinnvoll und in einer gewissen Ordnung entwickeln. Turbulente Situationen, welche sich in Zeiten rascher Veränderungen oder sogar während Revolutionen abspielen, enthalten potentiellen Sinn und Ordnung. … Auch körperliche Krankheiten, seelische Erkrankungen und chaotische Beziehungsprobleme sind sehr genau strukturiert. Das Wissen darum, wie diese Strukturen und Muster gefunden und entfaltet werden können, führt zu einem Gefühl der Stille, ins Auge des Taifuns inmitten der globalen Verwirrung. more

Neues von der Backup-Front: restic

2020-01-16

Nach dem Umstieg von rdiff-backup sichere ich die Daten auf meinem Rechner nun schon seit 10 Jahren mit Back in Time. Das hatte sich auch ganz gut bewährt, nun habe ich aber letztes Jahr restic entdeckt über die Präsentation beim Open Chaos Köln von 2016. Schon die Kurzbeschreibung machte mich neugierig:

Die Designziele orientieren sich dabei an praktischen Gegebenheiten und sollen Backups für Benutzer komfortabel machen. Dies schließt ein, dass Backups einfach, schnell und effizient erstellt werden können, und der Wiederherstellungsprozess unkompliziert und schnell geht. Weiterhin soll es möglich sein, regelmäßig mit wenig Benutzerinteraktion zu überprüfen, ob die gespeicherten Daten vollständig und fehlerfrei abgerufen werden können.

Es kann auch sein, dass meine erste Begegnung mit restic ein Artikel im Blog von Detlef Stern war. Nein, kann natürlich nicht sein, der Artikel ist von Ende August. Ich habe ihn offenbar entdeckt, nachdem ich restic schon erfolgreich im Einsatz hatte.

Jedenfalls habe ich am 31. Juli 2019 angefangen, meine /home-Partition mit restic zu sichern; das restliche System backupe ich weiterhin mit Back in Time.

Warum diese Aufteilung? Das liegt daran, dass restic grundlegend anders arbeitet als Back in Time. Letzteres ist dateibasiert; sobald sich auch nur ein Bit in einer Datei ändert, legt Back in Time in der Sicherung eine komplette Kopie dieser Datei an und rotiert die vorherige Version per Hardlinks nach hinten durch. Das hatte ich im Artikel von 2009 schon beschrieben.

restic wiederum arbeitet mit Blöcken & kann dadurch Änderungen an kleinen Teilen einer Datei viel kompakter erfassen, indem es nur die geänderten Blöcke neu sichert.

Das führt dazu, dass die Sicherung wirklich wesentlich schneller vonstatten geht. Das war eines der zentralen Anliegen des Entwicklers: Das Backup soll so schnell gehen, dass man es mal eben zwischendurch machen kann. Außerdem spart es Speicherplatz auf dem Ziel.

Das Ganze geht komplett verschlüsselt vor sich, wobei der Entwickler einen schlauen Kniff angewendet hat: Die Dateinamen der gesicherten Blöcke entsprechen ihrem jeweiligen Hash-Wert. Das Stichwort dazu nennt sich Content-Addressed Storage.

Wiederherstellen kann man Dateien auf zweierlei Art, einmal direkt mit einem restic-Befehl (bisher gibt es keine GUI dafür) und zum anderen, indem man eine Sicherung per FUSE ins Dateisystem einbindet. Darin kann man sich dann wie im sonstigen Dateisystem bewegen und z.B. eine Datei mit ihrer letzten gesicherten Version vergleichen.

Das geht mit Back in Time direkter, was auch der Grund ist, warum ich mein System weiterhin damit sichere – falls das mal so geschrottet sein sollte, dass es nicht mehr hochfährt, will ich mich nicht auch noch mit restic-Befehlen oder FUSE mounts rumschlagen, sondern möglichst einfach Dateien kopieren. Dafür dauert die Sicherung ein Vielfaches der Zeit, die restic für das wesentlich umfangreichere home braucht.

Ein weiterer Pluspunkt für restic: Es ist in Go geschrieben. Dessen Hauptvorteil bringt wiederum Detlef Stern auf den Punkt:

Der Standard-Go-Übersetzer erstellt direkt ausführbare Programme, ohne weitere Abhängigkeiten und für andere Zielsysteme.

Diese Programme sind nicht von externer, dynamisch (nach)- geladener Software abhängig, sondern können durch ganz normales Kopieren einfachst installiert werden. Dies ist ein großer Unterschied zu den üblichen Sprachimplementierungen von Python, Java, JavaScript, Erlang & Co. Bei anderen Sprachen ist es häufig nicht möglich, ein unter Ubuntu erstelltes Programm unter Fedora auszuführen, obwohl beides Linux-Distributionen sind.

Anders ausgedrückt, bei Go-Programmen gibt es keine Dependency Hell. Sehr angenehm!

Bei meinen Recherchen zu diesem Beitrag fand ich einen iX-Artikel von November, Firmen-Backups mit dem Kommandozeilen-Tools restic. Auch im Business-Bereich scheint es sich also rumzusprechen.

Bei unserem kleinen Gemeinschafts-Business ist restic ebenfalls seit ein paar Monaten im Einsatz und sichert unsere wichtigsten Daten noch mal redundant zum lokalen Backup in die Cloud. Die Einrichtung auf unserem NAS war recht einfach.

Übrigens trinke ich meinen Kaffee seit ein paar Monaten bevorzugt aus dieser Tasse. ;-)

Sidebar auf der rechten Seite mit Divi 4

2020-01-12

Ich bin mir echt nicht sicher, ob ich diesen Hack hier gerne veröffentliche – angesichts dessen, dass vermutlich viele das gleiche Problem haben werden, tue ich es dennoch.
Jedenfalls läuft ja die Diamond Lotus-Website unter Wordpress (was ich mir so nicht ausgesucht hätte) mit dem Theme Divi von Elegant Themes. Auch das hätte ich mir nicht ausgesucht, weil es zwar einfach zu bedienen ist, aber erwartungsgemäß stark aufgeblähten HTML- und CSS-Code produziert.

Nun ist es so wie es ist, wir benutzen das & haben letzten März auch ein Blog auf unserer Seite gestartet. Damit dessen Beiträge sowie das Archiv auf jeder Seite verfügbar ist, habe ich eine Sidebar mit den entsprechenden Widgets eingerichtet. Damit diese nun auch tatsächlich auf allen Seiten (außer denen, wo es anders eingestellt ist) in einer rechten Spalte angezeigt wird, musste ich auf einen Hack von Sudari Webdesign zurückgreifen.

Der funktionierte wunderbar – bis zum Upgrade auf Divi 4. Durch den wurden die Inhalte der Sidebar nicht mehr an der Seite, sondern ganz unten am Ende der Seite angezeigt.

Es hat mich erst mal eine intensive Suche gekostet, um herauszufinden was sich da beim Upgrade verändert hat: Das body-Tag bekommt, obwohl ich im Backend et_right_sidebar ausgewählt habe, die CSS-Klasse et_no_sidebar zugewiesen. Diese bewirkt genau das, was ich oben beschrieben habe: die "Side"bar wird unten angehängt.

Nachdem ich das herausgefunden hatte, stellte sich die nächste Frage: An welcher Stelle kann ich das ändern? Dabei habe ich den Wordpress-Hook body_class kennen gelernt, der mir entscheidend weitergeholfen hat.

Das Problem löst sich folglich, indem ich diesen Code in die functions.php des Child Themes einfüge:

  
add_filter( 'body_class', function( $classes ) {
    foreach($classes as $key => $class) {
        if( $class == 'et_no_sidebar' ){
            $classes[$key]='et_right_sidebar';
        }
    }
    return $classes;
}, 1000);
  

Parallel dazu habe ich aber mal den Elegant Themes-Support angeschrieben, es handelt sich dabei nämlich offensichtlich um einen neuen Bug. Bei meinen Versuchen habe ich nachgeprüft, dass die Variable _et_pb_page_layout nämlich sehr wohl den Wert et_right_sidebar hat. Damit sollte die CSS-Klasse eigentlich übereinstimmen.

Nachtrag vom 14.01.: Der Support war bisher wenig hilfreich, hat erst mal Drittanbieter-Plugins als Ursache verdächtigt…

Liebe CIA, ich habe gerade 1000 € an die Wau-Holland-Stiftung gespendet

2020-01-11

Der Vortrag von Andy Müller-Maguhn über die Überwachung der ecuadorianischen Botschaft, wo Julian Assange bis April 2019 Asyl genoss, hat für mich das Fass zum Überlaufen gebracht: Ich habe 1.000 € an die Wau-Holland-Stiftung gespendet, die sich (u.a.) für mutige Menschen wie Assange oder Chelsea Manning einsetzt.

Free Julian Assange!

Quantum Supremacy – klingt beeindruckend, sagt aber erst mal nicht so viel

2020-01-3

Der Vortrag Quantum Computing: Are we there yet? vom 36C3 erklärt gut verständlich den Stand der Forschung an Quantencomputern. Dass Google mit ihrem Chip Quantenüberlegenheit (Quantum Supremacy) erreicht hat (was vom Konkurrenten IBM bezweifelt wird), sagt in diesem konkreten Fall nicht viel, weil das Problem, das sie bearbeitet haben, für das reale Leben gar nicht relevant ist. Trotzdem stellt es natürlich vor allem aus Ingenieursperspektive einen Fortschritt dar.
Ein weiteres Problem bei der Sache: bei Problemen, die nur noch ein Quantencomputer überhaupt lösen kann, kann man natürlich nicht mehr mit einem klassischen System überprüfen, ob der Quantencomputer überhaupt richtig gerechnet hat.

Der Vortragende Andreas Dewes sieht jedenfalls erhebliche Fortschritte im Bereich der Quantencomputer. Post-quantum crypto ist also definitiv ein heißes Thema – auch auf diesem Kongress. Letztes Jahr haben sich ja schon djb & Tanja Lange darüber ausgelassen.

Von Adiabatic quantum computation hatte ich noch nie zuvor gehört, wie auch vom zugrunde liegenden adiabatischen Theorem der Quantenmechanik.

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