Schlagwort: mut

  • Veröffentlicht am

    Die Menschheit steckt mitten in den Wehen


    Während ich mich Anfang des Jahres noch davor gefürchtet hatte, dass die Konsensrealität zerbricht, habe ich das inzwischen akzeptiert (eine Erläuterung, was mit Konsensrealität gemeint ist, findest du im Beitrag Konflikte entstehen an der Grenze zwischen Konsensrealität und Traumland). Wie ich in meinem Telegram-Kanal schrieb die Konsensrealität hat sich aufgelöst, wir leben längst im Traumland. Es fiel mir am Montag Abend erstaunlich leicht, das so anzunehmen. Dazu beigetragen hat sicherlich das Buch Also sprach Corona. Die Psychologie einer geistigen Pandemie von Wilfried Nelles. Den kannte ich bisher noch gar nicht, das Buch wurde mir geschenkt & hat sich als ein Volltreffer erwiesen. Da schreibt echt ein weiser alter Mann. Es ist sehr dicht gepackt und dabei gut zu lesen.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Mitfühlen und an Bedürfnissen orientieren statt Recht und Gerechtigkeit


    Nach langer Pause habe ich wieder bei Miki Kashtan reingeschaut. Ihre Artikelreihe Apart and Together hat inzwischen 10 Teile. Heute beziehe ich mich dabei auf den achten Teil Reengaging with the Full Range of Our Emotions. Darin geht es darum, sich den schwierigen Gefühlen zuzuwenden. Miki geht davon aus, dass fast die gesamte menschliche Gesellschaft, jedenfalls die so genannte “Zivilisation”, seit Jahrtausenden kollektiv traumatisiert ist. Und diese Traumatisierung vererbt sich von Generation zu Generation weiter. Wie kommen wir da jemals wieder raus? Miki meint in ihrem Artikel The Power of the Soft Qualities to Transform Patriarchy (& auch sonst), dass der erste Schritt ist, die Schrecken des Patriarchats zu betrauern. Wenn wir versuchen, es zu bekämpfen, haben wir schon verloren, weil das gerade der Modus des Patriarchats ist.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Corona und die Angst


    Sehr wertvolle 2 Stunden mit Daniele Ganser: An diesem oder auch an diesem Beitrag wird deutlich, dass zumindest am Anfang der “Pandemie” bei mir deutlich die Diktatur-Angst überwog. Die hat in den letzten Monaten wieder ein gutes Stück abgenommen, wachsam bleibe ich dennoch. Nachtrag vom 08.12.: Sahra Wagenknecht spricht bei Maybrit Illner darüber, in welchem Missverhältnis die Ängste zur Zeit in den Medien repräsentiert werden: Nachtrag vom 10.12.: Dieses Interview mit Gerald Hüther passt hervorragend hier hin: Aufhänger ist sein aktuelles Buch [Wege aus der Angst](https://www.gerald-huether.de/mediathek-page/buchmanuskript-wege-aus-der-angst/). Im Deutschlandfunk Kultur [erläutert er die Strategien von Angstmachern](https://www.deutschlandfunkkultur.de/manipulation-von-menschen-die-motive-der-angstmacher.1005.de.html?dram:article_id=483084). Nachtrag vom 12.12.: Richard Aabromeit skizziert im Artikel ›Corona‹ und das verängstigte Subjekt die normalen Ängste des Subjekts im Kapitalismus und welche Dynamik nun Corona dabei ausgelöst hat.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Essenzielle Absichten zur Gewaltfreiheit von Miki Kashtan


    Heute habe ich entdeckt, dass die deutsche Übersetzung der neuen Version der Core Nonviolence Commitments von Miki Kashtan veröffentlicht wurde. Das ist mir einen eigenen Blogbeitrag wert, denn diese Commitments beschreiben die Haltung, die eine neue, regenerative Kultur hervorbringt und trägt. Das englische Original und weitere Übersetzungen findet ihr auf Mikis Seite The Fearless Heart. Ich bin sehr dankbar, durch die Übersetzung noch mal neu an die Commitments erinnert worden zu sein. Sie haben ja schon vor 2 Jahren meine Zeremonie bei der Zeremonialwoche geprägt. Jetzt passen sie perfekt, denn ich befasse mich gerade mit der Post-Kollaps-Gesellschaft. Die kann (mit einer Wahrscheinlichkeit von 1% oder auch nur 0,01%) von der Haltung dieser Commitments getragen und genährt werden.
  • Veröffentlicht am

    Dunkelmächte


    Zur Zeit erreichen mich vermehrt Botschaften von Leuten, dass wir uns gegen ominöse “Dunkelmächte” wehren müssten. Manche meditieren gegen diese an, andere vermuten sie als Drahtzieher hinter den Corona-Maßnahmen oder auch hinter der Pandemie selbst. Mir stellt sich da die Frage, wo befinden sich diese Dunkelmächte? Sind sie irgendwo da draußen, ganz weit außerhalb von mir? Bin ich ihr armes, wehrloses Opfer? Oder habe ich vielleicht mehr damit zu tun, als mancher und manchem lieb ist? Im Hintergrund höre ich vor meinem inneren Ohr Käptn Peng singen Bitte nehmen Sie eine Identität an! Anonymität ist die Maske von Tätern. Denn wer hat überhaupt Angst vor Dunkelmächten und will sich gegen sie mit den Lichtkräften verbinden? Ganz sicher nicht das Große, sondern das Kleine Ich.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Makellos sein in der Krise


    Mensch, wir sind ja nun schon länger im Ausnahmezustand & ich komme heute erst auf die Idee, Georg Piepers Buch Wenn unsere Welt aus den Fugen gerät aus dem Regal zu fischen. Darin beschreibt er im 6. Kapitel Die drei Phasen des [traumatischen] Erlebens. Und an der Stelle musste ich sofort an Don Juan Matus und das Konzept der Makellosigkeit denken. Die bildet quasi eine Abkürzung durch die skizzierten Phasen: Erste Phase: Ablehnung Geschieht ein Überfall, eine Vergewaltigung, ein Unfall oder eine Naturkatastrophe, ist die erste Reaktion der Betroffenen ein Gefühl des Nicht-wahrhaben-Wollens.[…] Diese innere Ablehnungshaltung kostet die Betroffenen sehr viel Kraft. Da wir alle über unterschiedliche Kraftreserven verfügen, kann diese Phase unterschiedlich lange dauern. Nach Stunden, Tagen oder manchmal auch erst nach Wochen erlahmen jedoch bei jedem die Widerstandskräfte.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Frisch verliebt


    Ich habe mich neu verliebt – in die Demokratie. <3 Show me what democracy looks like! This is what democracy looks like: © dpa Deshalb bedauere ich sehr, dass ich nicht von Anfang an beim Klimacamp dabei sein kann, auf dem wir alle die deliberative Demokratie üben können. Die dritte Forderung von Extinction Rebellion ist ja, Bürger*innenversammlungen einzuberufen, die dann Lösungen für die Klimakrise gemeinsam mit Wissenschaftler*innen erarbeiten. Diese Versammlungen, so ist jedenfalls der Vorschlag, sollen per Los aus der gesamten Bevölkerung zusammengesetzt werden. Das klingt erst mal gewagt, allerdings ist Demokratie ohnehin immer ein Wagnis, denn wir wissen nie vorher, was am Ende dabei herauskommt. Und in Irland haben solche Versammlungen ja schon Großartiges bewirkt, nämlich die Einführung der Homo-Ehe & die Legalisierung von Abtreibungen.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Ein Regenbogenkrieger holt sich selbstverständlich Unterstützung


    Um diesen Titel zu erklären, muss ich ausholen. Ausgangspunkt ist, dass ich vor einigen Wochen Miki Kashtan entdeckt habe, die die Gewaltfreie Kommunikation mit Schenkökonomie verbindet. Dabei geht sie in einem Interview sogar so weit zu sagen I don’t fully believe that we can have a truly nonviolent society for as long as we have money. This is because money can be accumulated, and I see accumulation as antithetical to nonviolence which, to be fully realised, necessitates allocation of resources based on needs. Money and exchange interfere with that. Sie geht also davon aus, dass im Geld (zumindest so wie es im derzeitigen Geldsystem beschaffen ist) ein Element von Gewalt steckt. Das sehe ich bekanntlich ähnlich. Was sie über Geld & Schenken zu sagen hat, ist allerdings (mindestens) einen eigenen Beitrag wert.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Widerstand gegen die Dakota Access Pipeline in Standing Rock


    Seit Monaten kampieren Native Americans verschiedener Stämme in Standing Rock, um den Bau der Dakota Access Pipeline zu verhindern. Auch davon hört man in den Mainstream-Medien so gut wie nichts. VICE hat Fotos von den Protesten, immerhin schreibt der Tagesspiegel über Obamas Reaktion. Am kommenden Montag soll das Protestcamp durch die US-Armee geräumt werden. Allerdings planen über 2000 Veteranen, sich am Sonntag zu den Protestierenden zu gesellen, um so die Räumung zu verhindern. Mehr auf den Seiten Stand With Standing Rock und NoDAPL. Donald Trump hält übrigens Aktien der Pipeline-Betreiber. Das Geschehen erinnert mich übrigens daran, dass laut Shadowrun-Zeitleiste im kommenden Jahr 2017 der Große Geistertanz stattfinden wird. Standing Rock könnte den Auftakt dazu bilden. Nachtrag: Der Protest erreicht jetzt die Banken, die das Pipelineprojekt finanzieren.
    Weiterlesen…
  • Veröffentlicht am

    Mein finanzielles Coming out


    Vorgezogener Nachtrag vom 11.10.2020: Mir fällt auf, dass ich bisher gar nicht die Gesamtsumme meines Erbes in diesem Beitrag genannt habe. Den Pflichtteil meines Vaters in Höhe von 174.969,50 € hatte ich am 04.12.2019 genannt, den Anteil vom Erbe meiner Mutter noch nicht. Das waren rund 125.000 € (ich kann es inzwischen tatsächlich nicht mehr auf Euro & Cent genau nachvollziehen), insgesamt habe ich also rund 300.000 € geerbt. Damit empfinde ich mich tatsächlich als vermögend, auch wenn ich nur mit einer sehr ausgeklügelten Strategie nebst viel Glück von den Erträgen dieses Erbes für den Rest meines Lebens leben könnte. Das will ich auch gar nicht. Dennoch erlebe ich schon seit dem Erbe meiner Mutter, dass ich mir nun einfach Dinge problemlos leisten kann, die vorher eine große Hürde für mich darstellten oder sogar völlig undenkbar waren.
    Weiterlesen…