Schlagwort: internet

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    #Chatkontrolle, ein EU-Euphemismus für Totalüberwachung


    Die EU-Kommission plant ein Gesetz, das die Verschlüsselung digitaler Kommunikation aufweichen soll, unter dem Vorwand der “Bekämpfung von Kinderpornografie”. Ich habe ernsthafte Zweifel, ob denen wirklich daran gelegen ist, Kinderpornografie einzudämmen – zumal just heute bekannt geworden ist, dass BKA-Ermittlerinnen kinderpornografisches Material gar nicht löschen lassen dürfen, wenn sie solches im Netz finden. Aber worum geht es eigentlich genau? Heise klärt auf: Die Kommission wird den Entwurf voraussichtlich Ende März präsentieren. Dem Vernehmen nach will sie im Kampf gegen Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs alle Anbieter von E-Mail-, Chat- oder sonstiger Kommunikationsdienste verpflichten, vollautomatisiert und flächendeckend nach verdächtigen Nachrichten zu suchen und diese an die Polizei weiterzuleiten. Die Auflagen dürften insbesondere auf WhatsApp, Signal, Threema & Co. mit durchgehender Verschlüsselung zielen. Eine umfassende Inhaltekontrolle ist bei diesen derzeit nicht möglich.
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    Das erste Opfer im Cyberkrieg ist DEINE Sicherheit im Netz


    Jetzt wo Anonymous diverse russische Websites defaced und in einem Video angekündigt hat, auch Industrieanlagen anzugreifen, ist es Zeit, hier im Blog auf eine grundlegende Tatsache hinzuweisen: Das erste Opfer im Cyberkrieg ist DEINE Sicherheit im Netz. Wie geht Cyberkrieg? Wie funktioniert überhaupt dieser “Cyberkrieg”? Da wird ja nicht mit physischen Waffen geschossen. Nun, das erste Ziel eines jeden Cyberangriffs ist es, in ein bestimmtes Computersystem (unbemerkt!) einzudringen, um dann dort irgendwelche Dinge zu tun (ebenfalls unbemerkt, mindestens bis zum Abschluss der Operation). Sei es um zu spionieren, Daten zu manipulieren, physischen Schaden zu verursachen wie bei Stuxnet, oder anderes. Mit diesem ersten Teil des Eindringens in fremde Computersysteme beschäftigt sich dieser Beitrag näher. Vorausgesetzt wird natürlich, dass das gegen den Willen der Betreiberinnen der betroffenen Computersysteme geschieht.
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    Der Iromeister im Fediverse


    Tja, kaum habe ich meinen Telegram-Kanal hier noch mal explizit beworben, wurde es auch schon notwendig, einen Plan B zu erarbeiten für den Fall, dass Telegram mich zensiert. Dieser Plan B ist das Fediverse – konkret habe ich mir einen Mastodon-Account zugelegt: @iromeister@social.dev-wiki.de @iromeister@social.anoxinon.de Mastodon ist eine freie Twitter-Alternative, die ich schon lange kenne, bisher allerdings keinen Anlass hatte, dort auch noch einzusteigen. Nun ist es so weit. Der Gag beim Fediverse ist, dass es eben föderiert ist; das heisst, es gibt eine beliebige Anzahl von Servern, die von unterschiedlichen Leuten & Organisationen betrieben werden & alle untereinander kommunizieren können. Das klingt erst mal kompliziert, ihr kennt es aber alle: E-Mail ist ein klassischer föderierter Internetdienst. Du hast eine E-Mail-Adresse beispielsweise bei mailbox.
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    Häufigere Beiträge in meinem Telegram-Kanal


    Wie ihr gemerkt habt, blogge ich in letzter Zeit nur recht selten. Ich komme einfach kaum noch dazu. Und in der Regel sind meine Beiträge hier umfangreicher, was mit entsprechenden Recherchen verbunden ist. Wer gerne mehr in kürzeren Abständen von mir mitbekommen will, kann das in meinem Telegram-Kanal tun. Dort poste ich der Natur des Mediums entsprechend viel kürzere Beiträge und teile auch viel aus anderen Kanälen. Weiterhin bin ich Mit-Administrator des Kanals Duty to Disobey. Dort posten noch 2 andere außer mir, manches leite ich nur dorthin weiter & nicht in meinen eigenen Kanal. Als Messenger empfehle ich Telegram zwar nicht, die Kanäle dort sind allerdings eine praktische Einrichtung, die es so in anderen Messengern nicht gibt. Und solange Telegram nur dein Zweit- oder Dritt-Messenger ist, um Kanälen zu folgen & mit Leuten in Kontakt zu sein, die du über andere Messenger nicht erreichst, ist das auch kein Sicherheitsrisiko.
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    Das Silicon Valley und die Geheimdienste


    “Don’t be evil” – Google Dass Google eben doch evil ist, hatte ich schon vor Jahren hier im Blog. Auch dass die anderen Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley nicht gerade die größten Menschenfreunde sind, dürfte Leserinnen meines Blogs kein Geheimnis sein. In diesem Beitrag erfahrt ihr nun noch eine ganze Menge Details darüber, wie eng diese Tech-Konzerne von Anfang an mit den Geheimdiensten verbandelt sind. Bisher habe ich hier im Blog vor allem darauf abgehoben, dass Geheimdienste eben im Geheimen agieren, und dass sich diese Geheimniskrämerei nicht mit einer Demokratie verträgt. Im Zusammenhang mit dem Silicon Valley kommt es vor allem auf den anderen Aspekt an, der sich in der Definition eines Geheim- bzw. Nachrichtendienstes bei Wikipedia findet: Ein Nachrichtendienst oder Geheimdienst ist eine Organisation, zumeist eine Behörde, die Informationen mit nachrichtendienstlichen Mitteln sammelt und auswertet.
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    Domainumzug zu Hostsharing


    Zum wiederholten Male ist mein Blog diese Nacht umgezogen, diesmal zu Deutschlands einziger Hosting-Genossenschaft Hostsharing eG. Die anderen Domains, also die Agentenwebsite und die archivierte PC ab 50-Seite, befinden sich dort schon seit ein paar Wochen. An denen konnte ich daher so nach & nach schon mal üben & mich in die Besonderheiten von Hostsharing einfuchsen. Da sind an erster Stelle HSAdmin und die konsequente Anwendung der Regel Pro Anwendung ein Benutzer zu nennen. Kleiner historischer Rückblick auf mein Blog Angefangen zu bloggen habe ich am 22. Juni 2005 bei twoday.net, einer der allerersten Blogging-Plattformen. Dort war ich einige Jahre lang ziemlich zufrieden, allerdings hatte ich schon bald meine damals häufigen Fotos auf dem Webspace eines Freundes gelagert, weil der Speicherplatz beim kostenlosen Account doch recht begrenzt war.
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    Die Cypherpunks und die Blockchain


    Im Februar hatte ich schon mal festgestellt, dass mich das Blockchain-Thema so schnell offenbar doch nicht loslässt. Deshalb widme ich mich in diesem Beitrag den geistigen/ideologischen Hintergründen der Blockchain-Technologie. Diese wurzelt in der Bewegung der Cypherpunks seit Ende der 80er Jahre. Die Cypherpunks widmeten sich der Datenverschlüsselung, wie auch Verfahren zur Anonymisierung in Datennetzen. Von ersterem rührt der Name, auf Englisch heißt Verschlüsselungs-Algorithmus nämlich Cipher. Das Punks im Namen deutet schon darauf hin, dass sich die Bewegung eher als Widerstand im Untergrund verstand. Die Cypherpunks lebten größtenteils in den USA – dem Land, in dem Ayn Rand die meistgelesenste Autorin war und ist. Das färbt auch auf Untergrund-Gruppen ab, bei den Cypherpunks ist das für mich sehr deutlich. Der heutzutage bekannteste Cypherpunk ist sicherlich Julian Assange, und damit gleichzeitig eine Ausnahme, denn der stammt bekanntlich aus Australien.
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    MixesDB – die Datenbank für DJ-Mixe


    Geht es dir auch manchmal so, dass du wissen willst, welcher Track an einer bestimmten Stelle eines Mixes läuft? Ich frage mich das häufig & bin deshalb total glücklich, dass ich heute die Seite www.mixesdb.com gefunden habe. Damit hatte ich eine ausgesprochen lange Leitung, denn die gibt es schon seit 2006. Ganz bestimmt werde ich da Stammgast. Nachtrag: Meine Frage nach einem Track im DJ-Set von Sysyphe auf dem Hadra-Festival 2017 wird dort leider nicht beantwortet. Sysyphe ist überhaupt nicht vertreten bei MixesDB. Da ist also noch Luft nach oben.
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    Wikipedia ist keine seriöse Quelle mehr


    Zu diesem Schluss kam die Viadrina schon am 14. Januar. Weshalb ich das jetzt hier im Blog ausbreite, liegt am Interview mit dem Biologen Clemens G. Arvay in den NachDenkSeiten. Er beschreibt darin, wie vor allem die so genannte “Skeptiker-Szene” in der Wikipedia ihm seinen Biologen-Status versucht abzuerkennen, seit er sich kritisch über die Corona-Impfungen äußert. Unter anderem spielt der Physiker Holm Hümmler eine Rolle dabei, der am 15. September 2020 einen sehr tendenziösen Artikel über Arvay in seinem Blog veröffentlicht hat. Nachdem ich das NachDenkSeiten-Interview gelesen und noch ein weiteres zum gleichen Thema bei der Deutschen Welle gefunden hatte, habe ich um 21:31 einen Abschnitt “Kritik” in den Wikipedia-Artikel über Holm Hümmler eingefügt. Dieser hat sich nicht lange gehalten: Bereits um 21:53 hat die Benutzerin Siesta meine Änderung rückgängig gemacht mit dem Kommentar “von „angestoßen“ steht nichts in der Quelle, die Formulierungen entsprechen auch nicht dem NPOV, daher zurück gesetzt.
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    Wenn sich Edward Snowden und Alexei Nawalny beide gegen Zensur von Trump aussprechen, läuft etwas gewaltig schief


    Wir leben in interessanten Zeiten. Dabei ist das Jahr 2021 gerade mal erst 10 Tage jung. Edward Snowden schreibt bei Twitter zur Sperrung von Donald Trumps Account bei Facebook: Facebook officially silences the President of the United States. For better or worse, this will be remembered as a turning point in the battle for control over digital speech. Und weiter: I know a lot of folks in the comments read this are like “YAAAAS,” which, like—I get it. But imagine for a moment a world that exists for more than the next 13 days, and this becomes a milestone that will endure. Und Alexei Nawalny (ja, der bekannte russische Rechtspopulist) kritisiert mit den gleichen Argumenten Trumps Sperrung bei Twitter.
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