Schlagwort: internet

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    Die Cypherpunks und die Blockchain


    Im Februar hatte ich schon mal festgestellt, dass mich das Blockchain-Thema so schnell offenbar doch nicht loslässt. Deshalb widme ich mich in diesem Beitrag den geistigen/ideologischen Hintergründen der Blockchain-Technologie. Diese wurzelt in der Bewegung der Cypherpunks seit Ende der 80er Jahre. Die Cypherpunks widmeten sich der Datenverschlüsselung, wie auch Verfahren zur Anonymisierung in Datennetzen. Von ersterem rührt der Name, auf Englisch heißt Verschlüsselungs-Algorithmus nämlich Cipher. Das Punks im Namen deutet schon darauf hin, dass sich die Bewegung eher als Widerstand im Untergrund verstand. Die Cypherpunks lebten größtenteils in den USA – dem Land, in dem Ayn Rand die meistgelesenste Autorin war und ist. Das färbt auch auf Untergrund-Gruppen ab, bei den Cypherpunks ist das für mich sehr deutlich. Der heutzutage bekannteste Cypherpunk ist sicherlich Julian Assange, und damit gleichzeitig eine Ausnahme, denn der stammt bekanntlich aus Australien.
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    MixesDB – die Datenbank für DJ-Mixe


    Geht es dir auch manchmal so, dass du wissen willst, welcher Track an einer bestimmten Stelle eines Mixes läuft? Ich frage mich das häufig & bin deshalb total glücklich, dass ich heute die Seite www.mixesdb.com gefunden habe. Damit hatte ich eine ausgesprochen lange Leitung, denn die gibt es schon seit 2006. Ganz bestimmt werde ich da Stammgast. Nachtrag: Meine Frage nach einem Track im DJ-Set von Sysyphe auf dem Hadra-Festival 2017 wird dort leider nicht beantwortet. Sysyphe ist überhaupt nicht vertreten bei MixesDB. Da ist also noch Luft nach oben.
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    Wikipedia ist keine seriöse Quelle mehr


    Zu diesem Schluss kam die Viadrina schon am 14. Januar. Weshalb ich das jetzt hier im Blog ausbreite, liegt am Interview mit dem Biologen Clemens G. Arvay in den NachDenkSeiten. Er beschreibt darin, wie vor allem die so genannte “Skeptiker-Szene” in der Wikipedia ihm seinen Biologen-Status versucht abzuerkennen, seit er sich kritisch über die Corona-Impfungen äußert. Unter anderem spielt der Physiker Holm Hümmler eine Rolle dabei, der am 15. September 2020 einen sehr tendenziösen Artikel über Arvay in seinem Blog veröffentlicht hat. Nachdem ich das NachDenkSeiten-Interview gelesen und noch ein weiteres zum gleichen Thema bei der Deutschen Welle gefunden hatte, habe ich um 21:31 einen Abschnitt “Kritik” in den Wikipedia-Artikel über Holm Hümmler eingefügt. Dieser hat sich nicht lange gehalten: Bereits um 21:53 hat die Benutzerin Siesta meine Änderung rückgängig gemacht mit dem Kommentar “von „angestoßen“ steht nichts in der Quelle, die Formulierungen entsprechen auch nicht dem NPOV, daher zurück gesetzt.
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    Wenn sich Edward Snowden und Alexei Nawalny beide gegen Zensur von Trump aussprechen, läuft etwas gewaltig schief


    Wir leben in interessanten Zeiten. Dabei ist das Jahr 2021 gerade mal erst 10 Tage jung. Edward Snowden schreibt bei Twitter zur Sperrung von Donald Trumps Account bei Facebook: Facebook officially silences the President of the United States. For better or worse, this will be remembered as a turning point in the battle for control over digital speech. Und weiter: I know a lot of folks in the comments read this are like “YAAAAS,” which, like—I get it. But imagine for a moment a world that exists for more than the next 13 days, and this becomes a milestone that will endure. Und Alexei Nawalny (ja, der bekannte russische Rechtspopulist) kritisiert mit den gleichen Argumenten Trumps Sperrung bei Twitter.
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    Die Blockchain lockt euch mit ihrem Versprechen von Anonymität in eine Falle


    Offenbar bin ich gerade in Debunking-Stimmung. Nach dem Thema Geldschöpfung wende ich mich als nächstes der Blockchain und den Kryptowährungen zu, die hier im Blog auch schon mehrfach Thema waren. Liebe Libertäre und Anarchokapitalistinnen, ihr müsst jetzt sehr tapfer sein: Die Blockchain- und Kryptowährungs-Industrie verarscht euch nach Strich und Faden. Sie versprechen euch nämlich, die Transaktionen in einer Blockchain seien anonym. Grundsätzlich stimmt das zwar; in der Blockchain selber sind deine Transaktionen beispielsweise bei Bitcoin nur durch eine Bitcoin-Adresse gekennzeichnet, die z.B. so aussehen kann: 3GL1MMJvw99DbrzoPQYhu7H5Zv2S8ykvPy. Nun kommt das große Aber: Sobald du deine Bitcoins oder sonstigen Kryptowährungen benutzt, um damit etwas zu kaufen, entsteht ein Risiko, dass deine Bitcoin-Adresse mit deiner Identität verknüpft wird. Denn was du kaufst, muss ja irgendwie zu dir kommen, nachdem deine Bitcoins zur Verkäuferin übertragen wurden.
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    Agent Timo channelt den kosmischen Witz bei Telegram


    Da Telegram-Kanäle zur Zeit voll in zu sein scheinen, bin ich nun auf diesen Zug aufgesprungen und channele den kosmischen Witz bei Telegram. Hier kannst du reinschnuppern & wenn du magst den Kanal abonnieren: t.me/agent_timo.
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    Der Teufel hat ein legitimes Interesse an deiner Seele #DSGVO


    Boah, ich könnte kotzen! Der Cookie-Wahnsinn ist inzwischen auf einer neuen Stufe angekommen. Vor allem die “journalistischen” Verlagsangebote tun sich dabei hervor, auf die Fefe schon lange schimpft. Das neue Zauberwort lautet “berechtigtes Interesse” bzw. “legitimes Interesse”. In den Cookie-Fenstern der Verlage verbergen sich hinter diesem Zauberwort oft Hunderte von “Werbepartnern”, die dich fröhlich ausspionieren, wenn du nicht widersprichst. Bei vielen Websites geht das gar nicht, da musst du pauschal allem zustimmen, um überhaupt die Inhalte aufrufen zu können. Bei anderen, wie seit kurzem auch Heise online, musst du jedem “Werbepartner” einzeln widersprechen!! In diesem Fall hoffe ich deshalb ausnahmsweise mal, dass sich die Bundesregierung mit einem Vorschlag durchsetzt. Sie will nämlich in der geplanten E-Privacy-Verordnung der EU Cookies aus “berechtigtem Interesse” pauschal verbieten (Vorsicht, Link geht zu Heise mit der erwähnten Klick-Orgie).
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    Meine Gemeinschaft wechselt von WhatsApp zu Signal


    Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Meine Gemeinschaft ist jetzt tatsächlich mit der internen Kommunikation von WhatsApp zu Signal gewechselt! Mein erster Versuch mit Wire war ja kläglich gescheitert, dann war WhatsApp der Anlass, mir ein Smartphone schenken zu lassen ;-). Dann hatte ich einen erneuten Versuch mit Nextcloud Talk gestartet, der allerdings auch im Sande verlief, vor allem weil Nextcloud Talk bei All-Inkl wohl eher suboptimal ist. Den Ausschlag für den Wechsel haben übrigens die externen Masseur:innen gegeben, mit denen unser Massageteam eine Signal-Gruppe eingerichtet hat. Mit dem Wechsel zu Signal ist nun mein persönlicher Messenger-Salat ein kleines aber wesentliches Stück ausgedünnt. Tschakka! Vorher habe ich natürlich noch meinen WhatsApp-Chatverlauf gesichert, denn was man hat, das hat man. Stellt sich raus, was man hat, das hat man noch lange nicht – es gibt nämlich seitens Facebook/WhatsApp keine Möglichkeit, den gesamten Chatverlauf in einem für Menschen lesbaren Format herunterzuladen.
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    Cookie-Verarschung mit der DSGVO


    In letzter Zeit begegnen mir häufiger Cookie-Bestätigungs-Fenster auf Webseiten, die darauf ausgelegt sind, die Websitebesucher zu verarschen. Ein Beispiel: So sinnvoll ich es finde, Website-Besuchern die Wahl zu lassen – in dieser Form ist das ein echter Rückschritt. Hervorgehoben ist nämlich “Alle akzeptieren”, was automatisch dazu führt, dass auch der Haken bei “Externe Medien” gesetzt wird, ohne dass das für den Benutzer noch sichtbar wird. In anderen Versionen dieses Auswahlfensters gibt es mehrere optionale Felder für verschiedene Cookie-Arten, die alle aktiviert werden, wenn man auf den hervorgehobenen Button klickt. Man muss ja schon genau hingucken, um zu erkennen, dass es sich bei “Speichern” und “Nur essenzielle Cookies akzeptieren” überhaupt um anklickbare Buttons handelt. So geht Datenschutz – nicht. Stellt sich auch die Frage, inwieweit ein solches Fenster mit den Vorgaben der DSGVO vereinbar ist.
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    Digitale Zusammenarbeit in Corona-Zeiten


    In der Corona-Krise wird ja sehr viel im Homeoffice gearbeitet, auch im nichtkommerziellen Bereich. Dabei kommt es sehr darauf an, für welche technischen Plattformen wir uns entscheiden. Ich bin bekanntlich Verfechter von FLOSS (Free/Libre/Open Source Software), und das gilt – mit Einschränkungen – auch hier. Den Schwerpunkt lege ich auf Videokonferenzen, bei denen leider viele mangels bekannter Alternativen Zoom benutzen. Ich sage dann immer, die Argumente gegen Zoom sind das hier (die Datenschutzerklärung von Zoom Inc.). Die Rosa Luxemburg-Stiftung hat das im Artikel Und es hat Zoom gemacht: Essay anlässlich Video-Conferencing ausgeführt. Auch Google duldet die Verwendung des Videodienstes Zoom nicht mehr auf den Arbeitsrechnern seiner Mitarbeiter. Und just heute wurden Zugangsdaten für hunderttausende Zoom-Accounts zum Kauf im Darknet entdeckt.
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