Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
« Wehret den Anfängen Wenn sich Edward Snowden und Alexei Nawalny beide gegen Zensur von Trump aussprechen, läuft etwas gewaltig schief »

Bricht die Konsensrealität auseinander?

2021-01-11

Im April letzten Jahres schrieb ich schon mal, dass in der Coronakrise die Konsensrealität gerade massiv zusammenbricht. Diesen prozessorientierten Faden nehme ich im neuen Jahr noch mal auf, weil sich in meiner Wahrnehmung die Gräben in unserer Gesellschaft weiter vertieft haben.

Diese Gräben verlaufen zwischen Gruppen von Menschen, die die Welt unterschiedlich wahrnehmen.

In meinem Beitrag Die Corona-Krise ist eine Vertrauenskrise hatte ich es so dargestellt, dass wir in unserer erdumspannenden Weltgesellschaft alle in einem sehr großen Maße einander vertrauen müssen, damit das alles funktioniert. Im Moment sieht es so aus, dass das vielleicht nicht mehr klappt. Was dann?

Um einen anderen Gedanken aus dem Beitrag Konflikte entstehen an der Grenze zwischen Konsensrealität und Traumland aufzugreifen: Das Ganze wird überhaupt nur zu einem Problem, wenn wir an einer Konsensrealität festhalten. Wenn wir also daran festhalten, uns auf eine Realität zu einigen. In einer Situation wie jetzt, wo verschiedene Seiten einander "Fake News" vorwerfen, erzeugt das eine nahezu unerträgliche Spannung.

Es wäre nun leicht, auf den Konsens zu verzichten und uns ganz ins Traumland aufzulösen – jene Sphäre, die ich schon mal als "das Land von Grinsekatzen und verrückten Hutmachern, von Ekstase, Rausch und Wahn, wo Menschen und Tiere in Zungen reden, wo nichts ist wie es scheint" bezeichnete.

Wollen wir wirklich ausschließlich da leben? Und was würde passieren wenn nicht? Würden sich mehrere voneinander getrennte Konsensrealitäten entwickeln? So was wie Paralleluniversen?

Ich schrieb auch schon

Im Grunde erzeugt also die Konsensrealität alle Konflikte, indem sie versucht, neue Inhalte aus dem Traumland in ihren bisherigen Konsens zu integrieren, oder aber diese mit Gewalt auszuschließen ("es kann nicht sein, was nicht sein darf"). Bewusstseinserweiterung geht offenbar notwendigerweise mit großen Spannungen einher.

Um mit diesen Spannungen umzugehen, empfiehlt sich immer wieder Robert Anton Wilsons Rezept zum Ausbruch aus der Filterblase. Da kommen wir wohl nicht drum herum, das gehört offenbar zum kosmischen Spiel dazu.

Und es tut gut, uns immer wieder daran zu erinnern, dass wir eigentlich keine Ahnung haben was hier läuft.

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