Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Besorgter Bürger 2019

2019-03-6

Da der Trend zur Vermögenskonzentration ungebremst anhält, wird es wohl bis auf weiteres jedes Jahr einen "Besorgter Bürger"-Beitrag hier im Blog geben. Dies ist damit derjenige für 2019, nach denen im letzten Jahr, im Jahr 2017 und dem ersten im Jahr 2015.

In der deutschen Zusammenfassung des World Inequality Report 2018 findet sich folgender für mich überraschender Sachverhalt:

Noch hat die Vermögensungleichheit in Europa oder den USA allerdings nicht wieder das Niveau des frühen 20. Jahrhunderts erreicht.

Schaut euch dazu auch die Grafik auf Seite 13 der Zusammenfassung an. Aus der Kurve geht hervor, dass in den USA, Frankreich und Großbritannien die Vermögensungleichheit zwischen 1913 und Mitte der 1980er Jahre abgenommen hat, seitdem steigt sie wieder an.

Der Telepolis-Artikel schreibt dazu:

Seit den 1980er Jahren ist auch die Branche der Steuerberatung rasch gewachsen, um den Reichen bei der Steuervermeidung zu helfen.

Ich erinnere im größeren historischen Zusammenhang daran, dass schon die ersten US-Präsidenten angefangen bei George Washington allesamt nach heutigen Maßstäben Superreiche waren. Die haben natürlich schon damals entsprechende Politik gemacht. Daher bekräftige ich an dieser Stelle noch mal Tulsi Gabbard for President 2020!

Dieser Gabriel Zucman hat übrigens bedenkenswerte Ideen:

Interessant ist dies auch deswegen, weil Zucman einer der Berater der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren ist, die für die Präsidentschaftswahl kandidiert. Sie legte kürzlich einen Vorschlag zur Besteuerung der Superreichen vor, der auf Zucman und seinen Kollegen Emmanuel Saez zurückgeht. Warren will "Ultramillionäre", die ein Vermögen von mehr als 50 Millionen US-Dollar besitzen, mit einer Steuer von jährlich 2 Prozent belegen - nur auf das Vermögen über 50 Millionen. Milliardäre sollen 3 Prozent auf ihr Vermögen zahlen, das größer als eine Milliarde ist. Betroffen wären davon 75.000 Haushalte oder die reichsten 0,01 Prozent. Warren schlägt vor, dafür das Personal der Finanzämter kräftig aufzustocken. Wer aus Steuervermeidungsgründen aus den USA auswandert, soll auf das Vermögen über 50 Millionen 40 Prozent "exit tax" zahlen, und es sollen die Steuerabkommen mit Drittländern erweitert werden.

Nachtrag vom 07.03.: Bei "Träum weiter" habe ich gerade einen Beitrag über die Forderung nach 100% Erbschaftssteuer entdeckt. Das Thema hatte ich hier im Blog auch schon mal beim Beitrag Besorgter Bürger die Dritte.
Im Zuge dessen ist auch Artikel 14 des Grundgesetzes entsprechend zu modifizieren, wo es in Absatz 1 heisst

Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.

An dieser Stelle kann ich noch mal Ken Wilber zum Thema Eigentum zitieren:

Eigentum und Person sind – über ihre vorübergehende Nützlichkeit hinaus – nichts als "Stolpersteine" oder "Blockierungen" auf dem Weg zum höheren Bewusstsein.

Nachtrag vom 08.03.: Milliardärs-Ranking: Tabellenführer Jeff Bezos jetzt noch reicher (während Mark Zuckerberg von Platz 5 auf Platz 8 in der Forbes-Liste gefallen ist – mit Dingen kann man offenbar doch besser Geld verdienen als mit Daten…)

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