Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

More Love

2019-02-20

Seit kurzem bin ich wieder voll auf East Coast Hip Hop & hab bei Bandcamp voll bei KRS-One zugeschlagen. Dieser Titel hier läuft echt jenseits aller Kategorien:

Gibt's auch bei Soundcloud.

Nachtrag: KRS-One hatte ich schon mal hier im Blog – Hip Hop ist Worldwork.
Und wenn du dieses Lied auch so liebst, dann give some love $ to the Teacha!

Es gibt keinen Naturzustand

2019-02-20

Dieser Andreas Weber schreibt echt immer genialere Sachen. In der aktuellen Oya führt er unter der Überschrift Essbar sein aus, warum der Glaube an ein "Paradies", an einen "unberührten Naturzustand" der frühen Menschheit, eine Illusion ist. Damit nähert er sich sehr Ken Wilber in dessen Buch Halbzeit der Evolution an, das hier ja schon mehrfach Thema war.

Ein paar Ausschnitte:

Wo der Mensch auftauchte, veränderte er die Natur radikal. Vieles spricht dafür, dass die ersten Bewohnerinnen und Bewohner Nordamerikas die ursprüngliche Megafauna, elefantenähnliche Mastodonten und gewaltige Faultiere, haben verschwinden lassen. Damit wären auch sie, die oft als Beispiele für die Möglichkeit perfekter Harmonie mit der Natur herhalten müssen, Nachfahren eines ersten Akts ökologischer Dominanz.
Die ökologisch folgenreichste Technik, die oft nicht in ­Betracht gezogen wird, war das Feuer. Schon der Homo erectus kochte vor sechshunderttausend Jahren seine Nahrung. Vor allem aber legte er Ökosysteme in Asche. Er brannte Wälder ab, um auf der offenen Steppe besser jagen zu können – und vielleicht auch, um auf den nährstoffreichen Holzkohleresten erste Gärten zu kultivieren. Der Mensch der Vorzeit schuf somit bereits »neu­artige Ökosysteme«, wie Forscher heute unerhörte Artmischungen wie den Berliner Schanzenwald nennen. […]
Unberührte Natur – das ist ein Mythos, der nie gestimmt hat, so ­wenig wie der vom Paradies. Die Erde zu verändern, meint [Geograf Erle] Ellis, sei nichts Neues, sondern arttypisch: Homo sapiens ist jene Spezies, die den Planeten umbaut. Er ist ein Ökosystem-Ingenieur, ähnlich wie der Biber, auf dessen Konto ganze Feuchtgebiete ­gehen können, mit der entsprechenden Artenvielfalt. »Diese Welt ist nicht perfekt«, meint Ellis, »Aussterben gehört dazu«. Seit es den Menschen gebe, provoziere er ökologische Revolutionen.

Weiter:

Das heißt dann auch: Es gibt keinen Naturzustand. Nicht einmal in der Natur gibt es einen Naturzustand. Es gibt nur ein dynamisches Regime von Änderungen aufgrund der Interessen der Einzelnen, fruchtbar zu werden, aufgrund des intrinsischen Inter­esses von allem, in Kontakt zu treten und darin lebensstiftende Verbindungen zu erfahren. In letzter Konsequenz ist die ökologische Stabilität – das Nahrungsnetz – ein physisch niedergelegter Pakt zur Machtbegrenzung und zur gegenseitigen Zähmung.

Diese Stelle lässt mich besonders an Wilber denken:

Immer wieder wird gesagt: Der Mensch ist das Tier, das weiß, dass es sterben wird. Vermutlich wissen das alle anderen Wesen in verschiedenem Maß auch (alle versuchen ihren Tod zu vermeiden), schicken sich aber in diese Erkenntnis und akzeptieren, dass es den Tod gibt. Das macht ihre Größe aus und ihre Friedlichkeit, selbst wenn sie riesige Zähne haben. Der Mensch aber ist das Tier, das einen Ausweg dafür sucht, dass es sterblich ist. Es will der Gegenseitigkeit, deren tiefste Ausprägung die Komplemen­tarität von Geburt und Sterben ist, entgehen, indem es seine Umwelt so stark wie möglich kontrolliert. Das – so scheinen es die neuesten anthropologischen und archäologischen Befunde darzulegen – ist nicht eine Folge von bestimmten kulturellen Setzungen, sondern liegt im Kern unseres Wesens. Der Mensch weigert sich zu sterben. Genauer: Er weigert sich, essbar zu sein. Das ist seine ökologische Besonderheit – und das ist seine ökologische Bestialität.

Anders ausgedrückt: Der Mensch ist das Tier, das immer wieder neue Atman-Projekte startet.

Und bekanntlich ist es das Ego, das die Atman-Projekte startet, wie es archaischen Gesellschaften wohl bewusst war und ist:

Schauen wir auf ­archaische Gesellschaften, so finden wir etwas, das dem romantischen Blick – der Idee von Freiheit aus sich selbst heraus und ohne Verletzung – widerstrebt. In diesen Gesellschaften sind die Rechte des Egos extrem reguliert. Die sozialen Regeln – wen man heiraten darf, mit wem man die Jagdbeute teilt, was man von seinem Besitz hergeben muss, wie gering individueller Führungsanspruch geachtet wird – sind alle darauf ausgerichtet, das Ego zu brechen. Kein Stolz – das ist die Konsequenz der strengen Prinzipien der ersten Völker.

Selbstwichtigkeit verlieren sage ich gern dazu.

Weber baut seinen Artikel auf einem Essay von David Graeber und David Wengrow auf, allerdings geht nicht ganz klar daraus hervor, auf welchem eigentlich. Die beiden arbeiten nämlich schon länger zusammen. Sie haben 2015 im Journal of the Royal Anthropological Institute den Artikel Farewell to the ‘childhood of man’: ritual, seasonality, and the origins of inequality veröffentlicht. Im März 2018 machte dann ihr Artikel How to change the course of human history im Eurozine die Runde, und ganz frisch haben sie im New Humanist den Artikel Are we city dwellers or hunter-gatherers? veröffentlicht.
Aus dem Jahr 2015 gibt es auch ein Video der beiden, Palaeolithic Politics and Why It Still Matters.
Zum Eurozine-Artikel hat Camilla Power eine lange Erwiderung aus feministischer Perspektive verfasst: Gender egalitarianism made us human: A response to David Graeber & David Wengrow's 'How to change the course of human history', den New Humanist-Artikel nimmt Peter Turchin kritisch auseinander: An Anarchist View of Human Social Evolution.

Diese ganze Debatte inklusive der Original-Artikel habe ich mir noch nicht einverleibt, die Links poste ich daher auch für mich selbst hier hin. Was Andreas Weber daraus macht, ergibt für mich jedenfalls mächtig viel Sinn. Und aus feministischer Sicht ist eins hoffentlich klar: Die Große Göttin kann auch zornig und unerbittlich sein, sie gibt Leben und sie nimmt Leben. Jay Kali Maa!

Von Andreas Weber verschenke ich übrigens seit kurzem das Buch "Sein und Teilen".

Die Videoüberwachung der BVG und die DSGVO

2019-02-14

Durch das Sonderheft c’t wissen DSGVO wurde ich darauf aufmerksam, dass es im Rahmen der DSGVO auch eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DFA) bei besonders kritischen Vorgängen gibt. Großflächige Videoüberwachung öffentlicher Räume ist ein solcher besonders kritischer Vorgang, und die BVG schafft gerade neue Überwachungskameras mit Ton an (oder vielleicht sind diese sogar schon im Einsatz, das geht aus der Formulierung „Kameras der neueren Generation sind in der Lage, Audiodaten zu übertragen.“ nicht klar hervor).

Daher habe ich am Montag folgende E-Mail an datenschutz@bvg.de geschickt, mit mailbox@datenschutz-berlin.de im CC:

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie für die angekündigte Videoüberwachung mit Ton eine
Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO
(https://dsgvo-gesetz.de/art-35-dsgvo/) erstellt, und wenn ja, wo finde
ich diese DSFA?

Herzlichen Gruß,
Timo Ollech

Gestern kam vom Berliner Datenschutzbeauftragen dazu folgende Vor-Antwort:

Sehr geehrter Herr Ollech,

Ihre an die BVG gerichtete E-Mail vom 11. Februar 2019 haben wir erhalten.

Sollte Ihrem Anliegen nicht entsprochen werden, können Sie sich gern mit
einer Eingabe an uns wenden; bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir
allein aufgrund der in Kopie erhaltenen E-Mails noch keine Überprüfung
des Vorgangs einleiten. Sollten Sie eine Beschwerde einreichen wollen,
achten Sie bitte auf deren Vollständigkeit (gegebenenfalls inklusive
Kopien von Schriftwechseln o. Ä.) und verwenden Sie nach Möglichkeit
unser Beschwerdeformular, das Sie unter

datenschutz-berlin.de/beschwerde.html

abrufen können.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Natürlich habe ich erst mal die Antwort der BVG abgewartet, die heute gekommen ist:

Sehr geehrter Herr Ollech,

für Videoaufzeichnungen bei der BVG existiert eine Datenschutz-Folgeabschätzung nach Art. 35 DSGVO, welche mit der Behörde und dem Polizeipräsidenten abgestimmt ist. Diese Folgeabschätzung ist aus betrieblichen Gründen nicht öffentlich einsehbar.
Eine Videoüberwachung mit Ton ist bei der BVG nicht im Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Vorstandsstab Datenschutz (IPLZ 50010)
Holzmarktstraße 15-17
10179 Berlin
info-datenschutz@bvg.de

"Aus betrieblichen Gründen nicht öffentlich einsehbar" erinnert mich fatal an "aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht öffentlich einsehbar"…

Nachtrag vom 22.02.: Aha, es geht weiter – auf meine Nachfrage, was denn das für "betriebliche Gründe" sein sollen, kam folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Ollech,

wir sind derzeit auch in anderem Kontext damit befasst, das Thema Veröffentlichung von Datenschutzfolgeabschätzungen grundsätzlich zu bewerten und möchten Sie aus diesem Grund noch um etwas Geduld bitten. Sobald in dieser Frage ein Ergebnis vorliegt, werden wir uns wieder bei Ihnen zurückmelden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mir ist ja selber nicht ganz klar, inwieweit so eine DFA veröffentlicht werden muss oder eben auch nicht. Ich bleibe dran & halte euch auf dem Laufenden!

Nachtrag vom 20.05.: Für die folgende Antwort haben sie sich jetzt drei Monate Zeit gelassen:

Zu unserer Datenschutzfolgenabschätzung zum Thema Video sind wir im Austausch mit der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Was Ihre Ausführungen angeht: Sie haben womöglich den Eindruck gewonnen, dass der Einsatz von Videotechnik dazu dient, die von der BVG beförderten Fahrgäste rund um die Uhr tatsächlich zu beobachten. Wir können Ihnen versichern, dass dies nicht der Fall ist. Vielmehr werden Aufzeichnungen getätigt, auf die nur in bestimmten Fällen zugegriffen wird: wenn die Polizei aufgrund einer Anzeige die Videodaten anfordert, wenn ein Fahrgast infolge eines Vorfalls um die Sicherung von Videoaufzeichnung bittet und wenn Betriebsvorkommnisse eintreten, deren Analyse erforderlich ist. Die Videotechnik dient kurz gesagt dem Schutz unseres Fahrpersonals, unserer Fahrgäste und sonstigen Nutzer. Hieran hat die BVG ein berechtigtes Interesse, welches rechtlich abgesichert ist: § 20 Berliner Datenschutzgesetz. Diese Aufzeichnung werden in einem Ringspeicherverfahren gespeichert und nach 48 Stunden automatisch überschrieben. Das ist das, was mit den Videoaufzeichnungen passiert.

Es dürfte nachvollziehbar sein, dass Videotechnik Bestandteil unserer Sicherheitskonzepte ist. Es würde dem Zweck eben dieser Sicherheitskonzepte zuwiderlaufen, wenn wir diese offenlegen würden. Wenn Sie sich schon einmal mit dem Inhalt einer Datenschutzfolgenabschätzung befassen, dürfte deutlich werden, das Informationen darin enthalten sind, die die BVG durchaus und völlig berechtigt als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis ansehen darf.

Diese Antwort befriedigt mich nicht, denn es ist die übliche Geheimdienst-Ausrede "wir können nicht mehr verraten, weil das die (nationale) Sicherheit gefährden würde". Trotzdem werde ich nicht weiter Energie in die Sache stecken, sondern sie auf sich beruhen lassen. Bildet euch selbst euer Urteil darüber und tut damit, was ihr wollt. Die Kontaktadressen findet ihr oben.

KI, Machine Learning – alles nur Hype

2019-02-7

Diesen Satz aus dem Artikel Forget privacy: you're terrible at targeting anyway muss ich einfach zitieren, weil er den Hype um KI (Künstliche Intelligenz) und Machine Learning (ML) auf den Punkt bringt:

This is, by the way, the dirty secret of the machine learning movement: almost everything produced by ML could have been produced, more cheaply, using a very dumb heuristic you coded up by hand, because mostly the ML is trained by feeding it examples of what humans did while following a very dumb heuristic.

Und ich übersetze ihn für euch auch ins Deutsche:

Das ist übrigens das schmutzige Geheimnis der Machine Learning-Bewegung: Fast alles, was ML produziert, hätte auch billiger produziert werden können mit einer sehr dummen, von Hand programmierten Heuristik, weil das ML im Wesentlichen dadurch trainiert wird, dass man es mit Beispielen von Menschen füttert, die ihrerseits einer sehr dummen Heuristik folgen.

Später relativiert er das und sagt, dass es schon einige Bereiche gibt, wo Machine Learning besser funktioniert als traditionelle Algorithmen – aber eben nur relativ wenige Bereiche:

Side note: there really are some excellent uses of ML out there, for things traditional algorithms are bad at, like image processing or winning at strategy games. That's wonderful, but chances are good that your pet ML application is an expensive replacement for a dumb heuristic.

Davon abgesehen handelt der Artikel davon, dass "personalisierte Werbung" (Targeted Advertising) schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Mit anderen Worten: Onlinemarketing ist eine Religion, keine Wissenschaft. ;-)

Vergleiche zum Online-Marketing auch Werbung ist ungesund - für den Computer und Ein tiefer Blick in die Onlinemarketing-Schlangenhöhle.

Und in dem Artikel habe ich ein neues Wort gelernt: Satisficing.

Nachtrag vom 14.02.: Auch mit der Bilderkennung ist es offenbar doch (noch) nicht so weit her – Object-recognition AI – the dumb program's idea of a smart program: How neural nets are really just looking at textures.

Nachtrag vom 15.02.: Derweil in den USA: KI schickt Menschen fälschlich ins Gefängnis.
Weiterer Nachtrag vom 15.02.: xkcd: Machine Learning.

Nachtrag vom 08.03.: Hihi – Künstliche Intelligenz: Europas "KI-Startups" fast zur Hälfte ohne Bezug zu KI ;-)
Weiterer Nachtrag vom 08.03.: Es ist ein Hype mit sehr viel Geld dahinter – Missing Link: KI - die Künstlichen Idioten des digitalen Kapitalismus:

Bereits im September 2016 gründeten wichtige digitale Unternehmen eine Allianz, um ihre Forschungsprojekte im Bereich Künstliche Intelligenz zu bündeln. Bei der "Partnership on Artificial Intelligence" sind neben der Google-Holding Alphabet (über die Tochterfirma DeepMind) noch Amazon, Facebook, IBM und Microsoft mit von der Partie. Die Großen der KI sind also dieselben Unternehmen, die auch die digitale Plattformökonomie beherrschen. Neben den genannten sind noch Apple, Tesla oder der Chip-Hersteller Nvidia zu erwähnen - nicht zu vergessen: ihre chinesischen Pendants Alibaba, Tencent und Baidu.

Und weiter:

War der industrielle Kapitalismus gekennzeichnet durch die Extraktion von Rohstoffen und die Ausbeutung lebendiger Arbeit mit dem Ziel, massenhaft Produkte für den Verkauf am Markt herzustellen, verschiebt sich dieser Fokus nunmehr. Die Extraktion von Daten und die Ausbeutung neuer Arbeitsformen, in erster Linie der User selbst, sind ins Zentrum der ökonomischen Aktivität geraten. Die führenden Digitalkonzerne - Amazon, Alphabet, Apple, Facebook und Microsoft - sind zu den mächtigsten Unternehmen der Welt geworden. Sie haben nicht nur wirtschaftliche, sondern auch beispiellose politische und gesellschaftliche Macht errungen.

Vielleicht also doch mehr als nur Hype…
Und wenn es weiter unten im Artikel heisst

Maschinen können nicht denken, aber sie können Prognosen treffen, und das ist für das Kapital interessant. Auch die drei kanadischen Autoren des gerade erschienenen Buches "Prediction Machines" betonen, die derzeitige Welle an KI-Anwendungen keine Intelligenz bringt, sondern eine entscheidende Komponente derselben: Vorhersagefähigkeit.

muss ich doch gleich an den homo oeconomicus der neoklassischen Wirtschaftstheorie denken. Denn der ist tatsächlich vorhersagbar, weil er über keinen freien Willen verfügt. Die viel beschworene Vorhersagefähigkeit der KI scheint mir in erster Linie eine selbsterfüllende Prophezeiung zu sein – weil die Menschen zunehmend glauben, ihr Verhalten sei (durch KI) vorhersagbar, verhalten sie sich zunehmend vorhersagbarer.
Und der heise-Kommentar schliesst sich nahtlos an meinen alten Beitrag Surveillance has been hijacked by capitalism an.
Dieser Satz enthält leider viel Wahrheit:

Der Digitale Kapitalismus hat einen neuen Gesellschaftsvertrag etabliert: Daten gegen Bequemlichkeit.

Nachtrag vom 15.03.: Jetzt stellt sich mir die Frage, wer treibt da eigentlich wen voran, die Künstliche Intelligenz das Geld oder doch eher Das Geld die Künstliche Intelligenz?

Tulsi Gabbard for President 2020 #tulsi2020

2019-02-4

Tulsi Gabbard's Full Speech - Presidential Campaign Launch

As your commander-in-chief, I will work to end the new cold war, and lead us away from the abyss of a nuclear war that could destroy our world in mere minutes.

I will build partnerships with other nations based on shared interests, leading with a foreign policy based not on conflict but on cooperation.

I will end the regime change wars that have taken far too many lives, cost trillions of dollars, and and undermined our security by strengthening terrorist groups like al-Qaeda and ISIS.

I will have the courage to meet with both adversaries and friends in the pursuit of peace and our national security. If we lack the courage to meet with those we disagree with, the only alternative is war.

What our country needs now more than ever is the spirit of aloha – the spirit of respect and love for one another and love for our country.

And this is the the most precious gift that Hawaii has to offer to our country and the world - aloha.

Aloha is so much more than just hello or goodbye.

Aloha means that I come to you with an open heart, I respect you, I have love for you and care about you. Whether a friend or a stranger, I come to you with aloha -- regardless of the color of your skin, where you come from, how you worship God, who you love, or what political party you belong.

More from Tulsi: My Spiritual Journey

The Dakota Access Pipeline and Our Shared Kuleana to Stand Up for Our Land

And by the way: NBC News, to Claim Russia Supports Tulsi Gabbard, Relies on Firm Just Caught Fabricating Russia Data for the Democratic Party.

Update: Please do read the comments on her speech video on YouTube!

Update from 02/05: Tulsi Gabbard at The Joe Rogan Experience. She's even exploring the pros and cons of Universal Basic Income.
And I'd love to donate to Tulsi's campaign, but sadly I'm neither a U.S. citizen nor a green card holder.
Another thing I learned from her is that internally the Republicans are more democratic than the Democrats – the Democrats have Superdelegates who can decide for themselves which candidate they endorse, and completely ignore the popular vote. George Orwell is turning inside his grave…

Update from 05/21: She did it again – show up at the Joe Rogan Experience:

Schenken

Spenden

Suchen

Archiv

Browse Archives