Schlagwort: Open-Source

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    Signal, die PIN und die Cloud – weniger ist manchmal mehr


    Hmpf. Da hatte ich mich doch vor kurzem erst so gefreut, dass meine Gemeinschaft von WhatsApp zu Signal gewechselt ist. Und jetzt kommt wenige Wochen später diese Geschichte mit der Zwangs-PIN und der Speicherung von Nutzerinnendaten in der Cloud.

    Wenn du, wie ich, verstehen willst, was da technisch genau eigentlich los ist, ist der Artikel von Matthew Green die Quelle der Wahl. Für alle anderen erläutere ich es mal ganz einfach runtergebrochen:

    Signal hatte (bisher zumindest) das Grundprinzip, dass die Firma, die das System betreibt, möglichst gar keinen Zugriff auf irgendwelche Nutzerinnendaten hat, die darüber ausgetauscht werden. Das ist an sich eine sehr lobenswerte Philosophie.
    In der Zwischenzeit hat sich der Messenger allerdings bei vielen Nutzerinnen verbreitet, was dazu führt, dass diese Features wollen, die sie von anderen Messengern kennen. Wobei die Features oft Rückschritte bei der Sicherheit bedeuten; es gibt immer einen Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit.
    Wer beim Lesen meines Blogs aufgepasst hat, weiss, dass ich bei neuen Features seeehr skeptisch bin, denn Komplexität ist der Feind. Und genau mit diesem Feind hat sich Signal jetzt angelegt. Ich hoffe inständig, dass es sich deshalb nicht zu einem weiteren Clusterfuck entwickelt.


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    Meine Gemeinschaft wechselt von WhatsApp zu Signal


    Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Meine Gemeinschaft ist jetzt tatsächlich mit der internen Kommunikation von WhatsApp zu Signal gewechselt!

    Signal-Logo

    Mein erster Versuch mit Wire war ja kläglich gescheitert, dann war WhatsApp der Anlass, mir ein Smartphone schenken zu lassen ;-).

    Dann hatte ich einen erneuten Versuch mit Nextcloud Talk gestartet, der allerdings auch im Sande verlief, vor allem weil Nextcloud Talk bei All-Inkl wohl eher suboptimal ist.

    Den Ausschlag für den Wechsel haben übrigens die externen Masseur:innen gegeben, mit denen unser Massageteam eine Signal-Gruppe eingerichtet hat.

    Mit dem Wechsel zu Signal ist nun mein persönlicher Messenger-Salat ein kleines aber wesentliches Stück ausgedünnt. Tschakka!

    Vorher habe ich natürlich noch meinen WhatsApp-Chatverlauf gesichert, denn was man hat, das hat man. Stellt sich raus, was man hat, das hat man noch lange nicht – es gibt nämlich seitens Facebook/WhatsApp keine Möglichkeit, den gesamten Chatverlauf in einem für Menschen lesbaren Format herunterzuladen. Die Account-Info habe ich auch angefordert, aber:


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    Wolf Lotter und die Dialektik des Vereinheitlichens


    Mein Beitrag über Effizienz und Redundanz hat mich dazu gebracht, das seit Jahren in meinem Regal stehende Buch über Verschwendung endlich mal zu lesen.

    Lange habe ich kein Buch mehr so verschlungen wie dieses von Wolf Lotter, den ich vor allem aus der Zeitschrift brand eins kenne. Und noch nie habe ich in einem Buch erlebt, dass sich Höhepunkte und Tiefpunkte in so kurzer Folge abwechseln. Vieles von dem, was Lotter darin schreibt, feiere ich richtiggehend. Aus meiner Sicht hat er aber an mehreren Punkten blinde Flecken, was den Erkenntnis- und auch den Unterhaltungswert des Buches leider wieder schmälert.

    Er ist auf jeden Fall ein Fan des Kapitalismus. Was das bedeutet, hängt natürlich davon ab, wie man Kapitalismus definiert; er tut das so:

    Konsequenter als je muss man zumal in unseren technikkritischen Zeiten Industrialismus und Kapitalismus auseinander halten. Kapitalismus ist ein von Prestige und Verschwendung gesteuertes Prinzip, Marktwirtschaft ein höchst natürlicher, grundlegend sozialer Vorgang. Doch unser Bild von Wirtschaft entspricht einer keineswegs natürlichen Gemengelage aus überlebtem Ethos, wie ihn Weber beschreibt, Größenwahn, wie er sich in ewigen Wachstumskurven ausdrückt, und Ideenlosigkeit hinsichtlich Systemstabilisierungen, an denen man sich seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts immer wieder verzweifelt versucht, ohne retten zu können, was nicht zu retten ist. Der Industriekapitalismus ist keine zwingende evolutionäre Größe. Der Kapitalismus entstand aus ganz anderen Motiven: aus der Liebe zum Prestige, zur Vielfalt, zur Kraft des Neuen. Kurz: aus dem Wesen der Verschwendung.


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    Digitale Zusammenarbeit in Corona-Zeiten


    In der Corona-Krise wird ja sehr viel im Homeoffice gearbeitet, auch im nichtkommerziellen Bereich. Dabei kommt es sehr darauf an, für welche technischen Plattformen wir uns entscheiden.

    Ich bin bekanntlich Verfechter von FLOSS (Free/Libre/Open Source Software), und das gilt – mit Einschränkungen – auch hier.

    Den Schwerpunkt lege ich auf Videokonferenzen, bei denen leider viele mangels bekannter Alternativen Zoom benutzen. Ich sage dann immer, die Argumente gegen Zoom sind das hier (die Datenschutzerklärung von Zoom Inc.). Die Rosa Luxemburg-Stiftung hat das im Artikel Und es hat Zoom gemacht: Essay anlässlich Video-Conferencing ausgeführt. Auch Google duldet die Verwendung des Videodienstes Zoom nicht mehr auf den Arbeitsrechnern seiner Mitarbeiter. Und just heute wurden Zugangsdaten für hunderttausende Zoom-Accounts zum Kauf im Darknet entdeckt.

    Argumente gegen Zoom gibt es also genug. Leider gibt es nach wie vor auch eins für Zoom: Es funktioniert derzeit tendenziell im Vergleich zu freien Videokonferenzlösungen immer noch zuverlässiger.


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    Ich werde aktiver bei GitHub


    Wer mein GitHub-Profil beobachtet, stellt dort erhöhte Aktivität seit Anfang des Jahres fest. So hatte ich am 4. Januar meinen allerersten Commit dort, heute noch zwei weitere.

    Wer genau hinschaut, kann dabei noch etwas feststellen: Meine Commits drehen sich allesamt um den Static Site Generator Hugo. Entgegen meiner Ankündigung vor gut 3 Jahren werde ich aller Voraussicht nach mein Blog doch nicht auf Pelican, sondern eben auf Hugo umstellen. Ihr werdet es merken, wenn das passiert. :-)

    Im PC ab 50-Blog hatte ich schon im Jahr 2012 einen Beitrag geschrieben Auch Nicht-Programmierern nützt Freie und Open Source Software, in dem ich die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten aufgeführt habe, Open Source Software zu unterstützen. Ich bin voll dabei! Und ich kann an dieser Stelle auch den passenden c’t-Artikel Kompatibilitätsprobleme beseitigen und Linux besser machen verlinken.

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    Neues von der Backup-Front: restic


    Nach dem Umstieg von rdiff-backup sichere ich die Daten auf meinem Rechner nun schon seit 10 Jahren mit Back in Time. Das hatte sich auch ganz gut bewährt, nun habe ich aber letztes Jahr restic entdeckt über die Präsentation beim Open Chaos Köln von 2016. Schon die Kurzbeschreibung machte mich neugierig:

    Die Designziele orientieren sich dabei an praktischen Gegebenheiten und sollen Backups für Benutzer komfortabel machen. Dies schließt ein, dass Backups einfach, schnell und effizient erstellt werden können, und der Wiederherstellungsprozess unkompliziert und schnell geht. Weiterhin soll es möglich sein, regelmäßig mit wenig Benutzerinteraktion zu überprüfen, ob die gespeicherten Daten vollständig und fehlerfrei abgerufen werden können.

    Es kann auch sein, dass meine erste Begegnung mit restic ein Artikel im Blog von Detlef Stern war. Nein, kann natürlich nicht sein, der Artikel ist von Ende August. Ich habe ihn offenbar entdeckt, nachdem ich restic schon erfolgreich im Einsatz hatte.


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    Sidebar auf der rechten Seite mit Divi 4


    Ich bin mir echt nicht sicher, ob ich diesen Hack hier gerne veröffentliche – angesichts dessen, dass vermutlich viele das gleiche Problem haben werden, tue ich es dennoch. Jedenfalls läuft ja die Diamond Lotus-Website unter Wordpress (was ich mir so nicht ausgesucht hätte) mit dem Theme Divi von Elegant Themes. Auch das hätte ich mir nicht ausgesucht, weil es zwar einfach zu bedienen ist, aber erwartungsgemäß stark aufgeblähten HTML- und CSS-Code produziert.

    Nun ist es so wie es ist, wir benutzen das & haben letzten März auch ein Blog auf unserer Seite gestartet. Damit dessen Beiträge sowie das Archiv auf jeder Seite verfügbar ist, habe ich eine Sidebar mit den entsprechenden Widgets eingerichtet. Damit diese nun auch tatsächlich auf allen Seiten (außer denen, wo es anders eingestellt ist) in einer rechten Spalte angezeigt wird, musste ich auf einen Hack von Sudari Webdesign zurückgreifen.


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    Ich verwalte meine Feeds nun in Liferea


    Über die Jahre hinweg habe ich immer mehr Feeds von Webseiten im Thunderbird angesammelt. Das ging immer noch reeelativ gut, allerdings wurde der Thunderbird doch immer schwerfälliger dadurch, weil das halt nicht seine Kernkompetenz ist.

    Deshalb habe ich mich nun entschieden, die Feeds in Liferea auszulagern, wo sie doch erheblich besser aufgehoben sind.

    Bei der Gelegenheit habe ich nun auch mal alle von mir aktuell abonnierten Feeds gezählt: Es sind sage & schreibe 486 Stück. Kein Wunder, dass Thunderbird damit an seine Grenzen stieß.

    Und ich kehre auch an diesem Punkt wieder mehr zur UNIX-Philosophie zurück.

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    Mein Rechner atmet auf dank LXDE


    Es ist so weit: wie ich im Beitrag über Firefox Quantum schon angekündigt hatte, stelle ich meinen Desktop von KDE Plasma um auf das deutlich leichtgewichtigere LXDE. Was mich unter anderem dafür einnimmt, ist, dass der Maintainer bei Gentoo kein Geringerer ist als Hanno Böck (siehe zu ihm auch den Schlangenöl-Beitrag).

    Der erste Eindruck: Nach einiger Bastelarbeit funktioniert es schon ziemlich gut und deckt fast alles ab, was mir KDE geboten hat. Manches gefällt mir sogar von der Bedienung besser, so z.B. dass in der Taskleiste nur die offenen Fenster des jeweiligen Desktops angezeigt werden und nicht alle. Dadurch kann ich zwar nicht mehr mit einem Klick gleich auf den passenden Desktop wechseln, die Taskleiste ist dadurch jedoch wesentlich aufgeräumter.

    Eine der größten Hürden war, den Sitzungsmanager LXSession mit dem automatischen Start meiner regelmäßig benutzten Programme einzurichten. Was noch nicht klappt, ist, jedes Programm gleich auf dem richtigen Desktop zu starten; das scheint grundsätzlich nicht vorgesehen zu sein. Es erfordert auch eine gute Zusammenarbeit von LXSession und dem Fenstermanager (bei LXDE standardmäßig Openbox). Jedenfalls hat mir dabei auch der Artikel aus dem Ubuntu-Wiki geholfen.


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    Ich werde konservativ


    Dieser Satz kam vor knapp zwei Jahren zu meinem eigenen Erstaunen über meine Lippen & begleitet mich seither. Was meine ich damit? Es geht nicht um die politische Weltanschauuung des Konservatismus (politisch bin ich bekanntlich innerer Anarchist), sondern darum, was das Wort eigentlich bedeutet: etwas erhalten und bewahren. Und zwar etwas, das mir wertvoll und wichtig ist.

    Konkret wollte ich damals mit diesem Satz ausdrücken, dass ich mit dem, was ich tue, die Antinous Gemeinschaft und damit das Diamond Lotus Tantra Institut bewahren will, in dem ich lebe und arbeite.

    Inzwischen bin ich ja 41 Jahre alt & beobachte fasziniert, was die verschiedenen Lebensalter so mit mir machen. Bis Ende 30 war ich immer noch darauf aus, Neues zu lernen & auszuprobieren, überhaupt die Fülle der Möglichkeiten auszuloten. Immerhin habe ich mit 38 noch eine neue Ausbildung abgeschlossen.


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