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    Auskunft der WASt über meine beiden Großväter


    Am 14. Februar habe ich die Auskunft der Deutschen Dienststelle (WASt) über meine beiden Großväter bekommen, fast zwei Jahre nachdem ich den Antrag gestellt hatte. Als ich den geöffneten Brief in der Hand hielt, kamen mir erst mal die Tränen. Das überraschte mich selber, weil er ja an sich erst mal nur trockene Daten enthält. Doch schnell wurde mir klar, dass damit dieser ominöse 2. Weltkrieg endgültig zu einem Teil meiner Familiengeschichte geworden ist. Meine Großväter haben mittendrin aktiv als Soldaten der Wehrmacht gekämpft. Den anderen, passiven Teil, dass meine gesamte Familie aus Ostpreußen vertrieben wurde, kannte ich schon sehr gut. Dieser aktive Teil ist jetzt greifbarer geworden.

    Die ersten drei Seiten des Schreibens habe ich mit geschwärzten Namen als WASt-Auskunft.pdf hochgeladen, damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, wie so etwas aussehen kann. Als Nicht-Wehrmacht-Experten sagt einem das erst mal relativ wenig, bis auf vielleicht die Ortsnamen. In Białystok war ich z.B. kurz schon mal im Sommer 2014, als ich die Geburtsorte meiner Eltern das erste Mal besuchte.


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    Durch eine Massage ans Wesentliche erinnert


    Bei uns im Diamond Lotus läuft ja gerade der Kurs Tantramassage Level 1. Dafür wurden heute zusätzliche Männer für die Lingammassage gesucht, einer von diesen war ich.

    Dann begab es sich auch noch, dass ich von Gabriele massiert wurde, die nämlich den Kurs gerade mitmacht. Ich habe es sehr genossen & mich ganz in die Liebe begeben. Die Massage hat mich dann auch wieder daran erinnert, dass wir ja hier alle miteinander ein Spiel spielen. Wir spielen Missverständnisse. Wir spielen Beziehung, spielen Ich, Du & Wir. Wir spielen, dass wir unterschiedlichen Klassen angehören, & manchmal dann auch Klassenkampf. Wir spielen, dass wir einen Planeten zugrunde richten. Wir spielen links gegen rechts, Teufel gegen Gott, Islam gegen Christentum und Atheismus gegen beide. Wir spielen mit den bürgerlichen Kategorien “meins, deins”. Wir spielen mit Wahrheit, Lüge und Konstruktion. Wir spielen “Wolln wir Freunde sein?” Wir spielen miteinander Verstecken und Uns-Wiederfinden.


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    Die Rekultivierung unseres Lebens


    Den letzten Absatz aus Das Ende der Megamaschine kann ich erst jetzt so richtig würdigen. Er handelt von der Rekultivierung unseres Lebens:

    Die Frage nach der Technik führt in dieser Perspektive weit über technische Fragen hinaus. Es geht darum, unsere ökonomischen Praktiken und unsere sozialen Institutionen, die in den letzten Jahrhunderten aus ihren kulturellen Zusammenhängen herausgelöst wurden, zu rekultivieren. Das gesamte gesellschaftliche Leben als Kultur zu begreifen (und nicht nur den kleinen Bereich abendlicher Konzert- oder Theaterbesuche) bedeutet, Arbeit als eine kulturelle Handlung wiederzuentdecken, die nicht nur Dinge herstellt, sondern auch Beziehungen und Sinn stiftet; das heißt auch, Bildung als etwas zu begreifen, das die Entfaltung der ganzen Persönlichkeit zum Inhalt hat – und nicht die Reduktion des Menschen auf einen möglichst reibungslos funktionierenden Teil im Wirtschaftsgetriebe. Es gibt eigentlich keinen Bereich unseres Lebens, der eine Rekultivierung nicht bitter nötig hätte. Die Qualität der anderen Welten, die wir vielleicht schaffen können, wird sich nicht nur daran zeigen, ob sie ökologisch nachhaltig und sozial gerecht sind, sondern auch daran, welche Feste wir feiern und welche Lieder wir singen.


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    Wieder bei Facebook - für das Hautgeflüster-Crowdfunding


    Wer hätte das gedacht? Seit heute bin ich wieder bei Facebook & habe nicht mal ein schlechtes Gewissen. ;-) Im September 2015 hatte ich mich dort verabschiedet; nun starte ich mit Saranam zusammen das Crowdfunding für sein Hautgeflüster-Buch, & um das besser unterstützen zu können, habe ich mich nun temporär bei Facebook angemeldet. Es gibt seit heute auch eine Facebook-Seite für Hautgeflüster.

    Am Samstag war ich übrigens bei der wunderschönen Midissage der Ausstellung von Saranam & Suriya, was mich noch mal mehr davon überzeugt hat, dass es sich lohnt, dieses Projekt zu unterstützen.

    Nachtrag vom 22.02.: Die sind wohl bei Facebook immer noch sauer, dass ich sie seinerzeit so radikal mit Ansage verlassen habe. Jedenfalls bin ich kurze Zeit nachdem ich mich angemeldet hatte jetzt erst mal gesperrt & musste einen Scan meines Ausweises hochladen. Mal sehen wie das weitergeht.


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    Mein erster Workshop im Diamond Lotus


    Diesen Sommer gibt es eine Premiere: Ich werde mit Saranam das erste Mal einen Workshop hier im Diamond Lotus anbieten. Wir veranstalten vom 5. bis zum 9. Juli zusammen den Männerworkshop Shivas Tanz, was insofern einen Kreis schließt, als ich selbst vor ungefähr sieben Jahren ebenfalls in einem Männerworkshop das erste Mal überhaupt im Diamond Lotus war. Seitdem hat kein reines Männer-Seminar mehr hier stattgefunden.

    Wenn Du mich also mal ganz anders als sonst erleben willst, ist das DIE Chance! Ich bin natürlich selber schon ganz dolle gespannt wie das wohl wird. Es werden auf jeden Fall meine prozessorientierten Fähigkeiten gründlich auf die Probe gestellt. Und ich werde sicherlich als makelloser Krieger gefordert sein. Dazu gehört auch, dass ich gerade in der Runde der Männer weich und berührbar bleiben will.


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    Neue Website des Netzwerks Prozessorientierte Psychologie


    Die Website des Netzwerks Prozessorientierte Psychologie ist offenbar irgendwann im letzten Jahr neu aufgesetzt worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch inhaltlich ist sie umfangreicher geworden. So findet sich z.B. eine prägnante Beschreibung, wie eine prozessorientierte Sitzung im Groben abläuft:

    In der Prozessarbeit orientiert sich der Verlauf eines Prozesses immer an einer konkreten Fragestellung. Im Folgenden wird ein häufiger Verlauf bezogen auf eine Person dargestellt. Gleiches ist auch denkbar für Gruppen oder Institutionen:

    Prozessarbeit unterscheidet zwischen Wahrnehmungsinhalten, die eine Person als mit ihrer eigenen Identität übereinstimmend erlebt, und Wahrnehmungsinhalten, die sie als fern von der eigenen Identität erlebt. Diese identitätsfernen Erlebnisse erscheinen u.a. in Träumen, Körpersymptomen, Problemen oder Konflikten und entziehen sich der eigenen Kontrolle. Beide Identitäten sind oft stark voneinander abgegrenzt.


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    Antivirus-Software = Schlangenöl


    Fefe schreibt ja schon seit Jahrzehnten gegen die “Antivirus”- und “Internet Security”-Branche als Schlangenöl-Verkäufer an.
    Während meiner Zeit mit PC ab 50 hatte ich immer die Position vertreten, dass unbedarfte Laien ohne Antivirus noch schlechter dran seien als mit. Dabei hatte ich von Anfang an schon von den so genannten “Internet Security”-Paketen abgeraten, weil die darin integrierten Personal Firewalls mehr Schaden als Nutzen stiften.

    Diese Ansicht kann ich spätestens seit Hanno Böcks umfangreichem Artikel Antivirensoftware: Die Schlangenöl-Branche nicht mehr aufrecht erhalten. Damit zeigt sich, dass ich mich irgendwo in der Mitte zwischen unbedarftem Anwender und Sicherheitsexperten bewege, denn z.B. die nach Einschätzung von Sicherheitsexperten wichtigste Maßnahme propagiere ich auch von Anfang an, nämlich immer brav die neuesten (Sicherheits-) Updates zu installieren. Das kommt z.B. prominent in meinem Vortrag Was ist eigentlich eine Sicherheitslücke? vor.


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    Wie die Kriegsenkelgruppe Leipzig/Halle gelungen ist


    Am Donnerstag hat sich das erste Mal die von mir gegründete Kriegsenkelgruppe in Leipzig ohne mich getroffen. Wie mir zu Ohren kam, waren acht Personen beim Treffen dabei. Ich selber konnte derweil das erste Mal hier in Berlin zum ShaDo, dem Schamanischen Donnerstag, gehen.

    Als Synchronizität erreichte mich just am Donnerstag auch eine Mail von der WASt, dass die Auskunft zu meinem einen Großvater an meine alte Leipziger Adresse unzustellbar zurückgekommen ist. Nun erwarte ich mit Spannung Post.

    Schon am 19.12.2016 hatte ich einen Text darüber geschrieben, wie die Kriegsenkelgruppe Leipzig/Halle gelungen ist. Es war auch ein Projekt im Rahmen meiner Ausbildung in Prozessorientierter Psychologie, das nun abgeschlossen ist. Für mich ist es eine neue Erfahrung, etwas aufzubauen und dann in die Welt zu entlassen, während ich mich selber ganz davon zurückziehe.


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    Im Jahr 2017 bin ich erst recht besorgter Bürger


    Bereits im September 2015 hatte ich mich selbst als besorgten Bürger bezeichnet, wegen der gravierenden Vermögens-Ungleichheit in Deutschland und weltweit. Der neueste Oxfam-Bericht kommt nun aufgrund genauerer Daten zu dem Ergebnis, dass allein acht Milliardäre so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Und der Deutsche Gewerkschaftsbund titelt zur Situation hierzulande: Deutschland – ein zweigeteiltes Land.

    Aus diesem Grund wäre es für den Großteil der deutschen Bevölkerung (vor allem für diejenigen, die von ehrlicher Arbeit leben!) grundfalsch, AfD zu wählen, denn diese vertritt allein die Interessen der Reichsten. Und Björn Höcke knüpft derweil an “gute alte deutsche Traditionen” an

    Klassenkampf ist also mehr denn je angesagt.

    Die neue Monatszeitung OXI, die ich gerade neu entdeckt habe, hat in ihrer aktuellen Ausgabe das Thema Verteilungsgerechtigkeit. Darin habe ich u.a. den Elitenforscher Michael Hartmann kennen gelernt, der einen recht nüchternen Blick auf das Thema hat und sich selbst als Sozialisten bezeichnet. Im OXI-Blog gibt es ein Interview mit ihm über sein neuestes Buch, Die Legende von der globalen Wirtschaftselite. In einem Satz zusammengefasst könnte man sagen:


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    Ist die NSA von China unterwandert?


    Gerade schaue ich mir eine schon etwas ältere Doku über die Snowden-Enthüllungen an; eigentlich in der Hoffnung, noch mehr über die Interna der NSA zu erfahren. Dabei wurde mir just eines klar: Die benutzen ja, wie wir alle, auch lauter Technik made in China. Was, wenn die Server/Router/Switches der NSA in China von den Chinesen modifiziert wurden, und die Chinesen damit alles wissen, was die NSA weiss? Die NSA hätte jedenfalls ordentlich damit zu tun, alle Hardware, die sie benutzt, vorher gründlich durchzuchecken… Und Hardware made in USA gibt es ja kaum noch. Das wirft übrigens ein ganz neues Licht auf Trump.

    2012 wurde schon der Fall eines in China manipulierten Chips bekannt, den die US Navy bestellt hatte. Mein Tipp: Das war nur die Spitze des Eisbergs! ;-)


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