Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Wir erschaffen, ob wir wollen oder nicht

2016-06-9

Heute war ich das erste Mal mit dem Fahrrad bei Panyasara, bei dem ich meinen ersten Vipassana-Kurs gemacht habe. Nachdem wir ausgiebig voneinander erzählt hatten, habe ich mit ihm meditiert. Dabei kam mir die Inspiration für diesen Beitrag.

Und zwar wurde mir noch mal deutlicher klar, was dahinter steckt, wenn ich mich von den "Verblendeten" oder "Unwissenden" oder "Unbewussten" oder wie auch immer ich sie bezeichne, runterziehen lasse. Erstens stelle ich mich damit über sie & halte mich für etwas Besseres. Zweitens verdecke ich damit die Tatsache, dass diese Menschen genau wie ich Schöpfer sind & ihren Teil der Wirklichkeit erschaffen, allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein.

Das ist gerade der Gag: Auch wenn wir vergessen, dass wir unsere Wirklichkeit gemeinsam erschaffen (indem wir uns selber blitzdingsen), erschaffen wir sie eben trotzdem mit. Auch die "Verblendeten", "Unwissenden", "Unbewussten" usw. sind Schöpfer, sind göttliche Wesen, Manifestationen des Einen Bewusstseins. Und diese können sich wahlweise in einer Opfertrance oder einer Schöpfertrance befinden. Und sie können sich auch entscheiden, sich in den Abgrund fallen, sich ent-täuschen zu lassen & damit aus ihrer Trance aufzuwachen, verbunden mit aller Angst, allem Schmerz, Scham & was sonst noch so damit einhergeht.

Es wäre dumm, ihnen ihre Trance übel zu nehmen, denn auch ich kenne die Ehrfurcht bis hin zu Angst vor der eigenen Schöpferkraft. Diese Angst beschreibt Amewu in seinem Track Ontogenie:

Die Flamme brennt und es ist nun mein Dank
Der als Gedanke brennt
Das Leben in sich anerkennt
Es nehmen kann und dann verschenkt
Ein and'rer Mensch?
Nein, nur jemand, der die Angst bekämpft
Vor seiner eigenen Schöpfungskraft
Und wieder selbst die Flamme lenkt

Und die meisten von euch kennen wohl das Gedicht von Marianne Williamson über die größte Angst (das übrigens Nelson Mandela nicht in seiner Antrittsrede zitiert hat):

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst besteht darin, unermesslich mächtig zu sein.

Denn diese Schöpferkraft ist aus einer absoluten, grenzenlosen Freiheit geboren, & die kann uns Ego-beschränkten Wesen schon gehörig Muffensausen einjagen. So ganz jenseits von Gut & Böse, ohne Werte, Überzeugungen, Ideale & Moral – das ist nicht Jedermenschs Sache. Oder wie Christoph Speer es in Gleicher als andere formuliert:

Ihr lebt in einer Welt, in der es keinen erhöhten Punkt gibt, von dem aus man besser sehen könnte als durch eure Augen. Ihr seid die einzigen: es wird niemand anders kommen, der für euch sorgt. Ihr seid so gut wie jeder andere; also könnt ihr so gut wie jeder andere Einfluss auf die Regeln nehmen.
Hört auf, euch auf das zu verlassen, was euch weder frei noch gleich machen wird.
Seid unzufrieden mit euch und mit anderen. Verliert den Respekt.

Die meisten behalten ihren Respekt lieber. Darin kann ich sie gut verstehen. Und deshalb rechne ich mit denjenigen, die sich ihrer eigenen Schöpferkraft nicht bewusst sind & bleiben (wollen). Auch wenn manche von denen AfD wählen, andere Nazis als Untermenschen betrachten und wieder andere eine strukturelle Weltverschwörung betreiben. Wobei ich bei all den genannten Gruppen mir auch vorstellen kann, dass zumindest einzelne davon sich ihrer Schöpferkraft dabei durchaus bewusst sind.

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