Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

MixesDB – die Datenbank für DJ-Mixe

2021-03-1

Geht es dir auch manchmal so, dass du wissen willst, welcher Track an einer bestimmten Stelle eines Mixes läuft? Ich frage mich das häufig & bin deshalb total glücklich, dass ich heute die Seite www.mixesdb.com gefunden habe. Damit hatte ich eine ausgesprochen lange Leitung, denn die gibt es schon seit 2006.
Ganz bestimmt werde ich da Stammgast.

Nachtrag: Meine Frage nach einem Track im DJ-Set von Sysyphe auf dem Hadra-Festival 2017 wird dort leider nicht beantwortet. Sysyphe ist überhaupt nicht vertreten bei MixesDB. Da ist also noch Luft nach oben.

Der Mythos der Macht

2021-02-22

Gestern Abend habe ich mir eine sage & schreibe 3 1/2stündige Doku über die Machtkämpfe hinter den Kulissen des Geldsystems angeschaut. Dabei hatte ich erst fleißig mitgeschrieben & Links gesammelt, um daraus einen Blogbeitrag zu basteln.

Über Nacht hat sich ein ganz anderer Impuls in den Vordergrund geschoben: Die Frage, was es denn eigentlich bewirken soll, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Stärke ich nicht gerade solche Machtstrukturen, indem ich sie "aufdecke"? Fördere ich nicht regelrecht die strukturelle Weltverschwörung, indem ich immer mehr Belege für sie und andere Dunkelmächte sammle?

Dieser Gedanke hat mich dann heute Nachmittag bei herrlichstem Wetter in den Park geführt, wo ich eine Baumzeremonie zum Thema gemacht habe. Da steckt jetzt etwas Insiderwissen drin, dem ihr vielleicht nicht in allen Punkten folgen könnt. ich habe mit dem Star Maiden Circle am Baum gesessen, weil es mir vor allem um meine persönliche Beziehung zur Macht ging.

Dabei begleitete mich schon seit der Nacht dieses Zitat von Arnold Mindell über Weltarbeit:

We don’t need you as a leader for world change. Change is inherent in people and nature. You need awareness, not only power, to notice and follow the changes.

Außerdem verstehe ich mich ja schon länger als inneren Anarchisten, wodurch ich um das Thema Macht nie herumkomme.

Die eindrücklichste Botschaft bei der Baumzeremonie habe ich gleich im Süden (Mythologie & Unterhaltung) bekommen:

Der Mythos der Macht blendet alle, die Mächtigen wie die Ohnmächtigen.

Im Südwesten (Symbole der Lebenserfahrung) wurde mir klar, dass vor allem die Prozess- und Weltarbeit für mich Macht als Symbol geöffnet haben. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Julie Diamond, Arnold Mindell und die ganze Worldwork-Community für das Konzept von Rang.

Im Westen (Tagtraum; was will geschehen?) kam mir der Spruch von Barack Obama "change we can believe in", den ich seit langem nur sarkastisch benutze, weil Obama nur wenige seiner Versprechen tatsächlich umgesetzt hat. Dort im Westen, mitten im frühlingshaften Wetter und mir all der sprießenden Knospen bewusst, kam folgende Botschaft: lauschen auf die vielen kleinen Boten des Wandels.

Im Nordwesten (Regeln & Gesetze) fühlte ich mich ganz geborgen in den heiligen Regeln & Gesetzen; eine Zuversicht in das ganz große Gefüge der Welt. Konkret kam auch noch fühlen, was richtig ist. (und nicht nur denken)

Im Norden (Philosophien & Glaubenssysteme): bei allen Philosophien & Glaubenssystemen Großmutter Erde, ihre Kinder & Enkel berücksichtigen. Anders ausgedrückt, die Philosophien & Glaubenssysteme erden. Außerdem Macht weise einsetzen.

Im Nordosten (Design & Choreographie der Energiebewegung), meinem Sitz im Star Maiden, kam der Satz meine Macht auch tatsächlich einsetzen – ich spiele eine Rolle im kosmischen Tanz.

Um die Botschaft aus dem Osten (Phantasie & Illusion) überhaupt notieren zu können, habe ich mehrere Anläufe gebraucht. Zuerst versuchte ich es irgendwie zu zeichnen, schliesslich kam dieser Satz heraus: Die Kraftrichtung der Phantasie geht durch mich hindurch in die Welt und nährt mich dabei, die Kraftrichtung der Illusion saugt Kraft aus mir in die Welt ab.

Zum Schluss im Südosten (Konzepte des Selbst): Ich empfinde eine starke Verpflichtung in meiner Machtposition als Geschäftsführer. Dann kam noch Macht dienend einsetzen. Und schliesslich wurde mir bewusst, dass ich Schönheit statt Moral als Maßstab nehme, wie ich meine Macht einsetze.

Eben fiel mir nun wieder meine Meditation über die unfassbar großen Ströme ein, die wunderbar dazu passt.

Nachtrag vom 24.02.: Gerade flatterte mir passend zum Thema der Artikel „Die Macht ist verflucht“: Überlegungen zum 150. Jubiläum der Pariser Kommune von Antje Schrupp rein. Besonders gefällt mir, dass sie Macht nicht völlig verdammt:

Aber die Frauenbewegung ist nicht bei einer einfachen Ablehnung der Macht stehengeblieben. Sondern sie hat versucht, ein dialektisch-pragmatisches Verhältnis dazu zu finden. Eine revolutionäre Politik, so ließe sich das vielleicht zusammenfassen, besteht nicht nur darin, sich auf Macht nicht zu verlassen, sondern auch darin, sie nicht zu verleugnen, wenn man sie hat (oder mit ihr konfrontiert ist). Die Philosophinnengemeinschaft Diotima hat das in ihrem Buch „Macht und Politik sind nicht dasselbe“ umfassend analysiert beschrieben: Es ist nicht so, dass die Macht hier wäre und die Politik dort, sondern beides findet auf demselben Spielfeld statt. Wir spielen „Dame“, also das Spiel der wirklichen Politik, die aus Debatten, Konflikten, Diskussionen und dem ehrlichen gemeinsamen Bemühen für die Gestaltung einer besseren Welt, an denselben Orten, an denen auch „Schach“ gespielt wird, also das Streben nach Positionen, Vorteilen, Unterwerfung der Feinde und so fort.

Das darin genannte Buch “Macht und Politik sind nicht dasselbe” werde ich mir wohl auch mal zu Gemüte führen.

Nachtrag vom 01.03.: Unser Organisationsentwickler Martin Dehnke hat mir vor ein paar Wochen das Buch Die Kunst der List. Strategeme durchschauen und anwenden geschenkt, das ich heute angefangen habe zu lesen. Es führt wunderbar den hier begonnenen Faden fort, und liefert eine angenehm nüchterne Sicht auf das Thema Macht.

Weiterer Nachtrag vom 01.03.: Just because you're paranoid don't mean they're not after you. Heute bin ich in eine Kaskade von Artikeln bei den NachDenkSeiten geraten, die ich hier mal rückwärts aufliste:

Ist das jetzt ein Rückfall?
Rolf Gössner hat jedenfalls seinen Rechtsstreit gegen den Verfassungsschutz im Dezember 2020 schließlich gewonnen. Und Heribert Prantl hat mich kürzlich erst darauf aufmerksam gemacht, dass ebenfalls im Dezember 2020 Schilys Sicherheitsgesetze entfristet wurden. Da sind auf jeden Fall Kräfte am Werk, die nicht unbedingt ein gutes Leben für alle im Sinn haben.

Im übrigen frage ich mich ernsthaft, wie Peter Dale Scott es geschafft hat, bei Wikipedia nicht als Verschwörungstheoretiker bezeichnet zu werden. Und im deutschen Wikipedia-Artikel über ihn ist allen Ernstes ein Global Research-Artikel von ihm verlinkt. Noch erstaunlicher finde ich, dass es zum deutschen Wikipedia-Artikel gar keine Diskussion gibt. Was ist da los? Schlafen die Blockwarte alle?

Nachtrag vom 02.03.: Der Mythos der Macht entfaltet seine Kraft offenbar besonders in dieser Zeit, in der die Konsensrealität bröckelt. Da gilt es gut gewappnet zu sein für die Kapelle der Gefahren.

Meine Foucault-Begeisterung hat einen Dämpfer bekommen

2021-02-17

Mein Dank für die Inspiration, Michel Foucault kritisch zu hinterfragen, geht an die Freie Linke (siehe auch Puh, es sind doch nicht alle Linken staatstreu geworden). In deren Telegram-Kanal wurde ich auf die Beiträge von Gabriel Rockhill bei The Philosophical Salon aufmerksam.

Angefangen habe ich dabei mit seinem Artikel über das Interesse der CIA an französischen Intellektuellen wie Foucault. Das dort besprochene deklassifizierte Paper France: Defection of the Leftist Intellectuals habe ich nicht mehr bei der CIA selbst gefunden, aber bei winter oak.

Warum sollte die CIA den Poststrukturalismus für die eigenen Ziele nützlich finden? Rockhill schreibt dazu:

Even theoreticians who were not as opposed to Marxism as these intellectual reactionaries have made a significant contribution to an environment of disillusionment with transformative egalitarianism, detachment from social mobilization and “critical inquiry” devoid of radical politics. This is extremely important for understanding the CIA’s overall strategy in its broad and profound attempts to dismantle the cultural left in Europe and elsewhere. In recognizing it was unlikely that it could abolish it entirely, the world’s most powerful spy organization has sought to move leftist culture away from resolute anti-capitalist and transformative politics toward center-left reformist positions that are less overtly critical of US foreign and domestic policies. In fact, as Saunders has demonstrated in detail, the Agency went behind the back of the McCarthy-driven Congress in the postwar era in order to directly support and promote leftist projects that steered cultural producers and consumers away from the resolutely egalitarian left. In severing and discrediting the latter, it also aspired to fragment the left in general, leaving what remained of the center left with only minimal power and public support (as well as being potentially discredited due to its complicity with right-wing power politics, an issue that continues to plague contemporary institutionalized parties on the left).

Kurz zusammengefasst: diese "linken" Strömungen verlassen mehr und mehr das eigentliche linke Projekt des Klassenkampfes für eine klassenlose Gesellschaft. Und das kann dem US-Imperium nur recht sein.

In Deutschland zeigte sich dieses Phänomen am ausgeprägtesten in der Spaltung zwischen Anti-Imperialistinnen (dieser Wikipedia-Artikel ist, wie alle politischen WP-Artikel, mal wieder mit Vorsicht zu genießen, er unterstellt pauschal Antisemitismus) und Antideutschen.

Zurück zu Foucault – Gabriel Rockhill hat mehrere Bücher geschrieben, die das Thema mehr oder weniger berühren. Das würde jetzt auch meinen persönlichen Rahmen sprengen, deshalb konzentriere ich mich im folgenden auf seinen Artikel Foucault: The Faux Radical. Darin vergleicht er Foucaults komplexe Theorie mit der von Ptolemäus. Dieser hatte bekanntlich, um weiterhin daran festhalten zu können, dass die Erde sich im Mittelpunkt des Sonnensystems befindet, mit einem immer komplexer werdenden Zusammenspiel von Epizykeln gearbeitet. Rockhill schreibt nun über Foucault:

He has, like Ptolemy, constructed a complex orrery, with many intricate and beautifully detailed parts that function in terms of an impressive internal logic, but whose very purpose is to develop a model of the world by excluding in advance, or significantly downplaying, its most fundamental feature: global capitalism, with all of its component parts, including imperialism, colonialism, class struggle, ecological destruction, the gendered division of labor and domestic slavery, racialized exploitation and oppression, and so forth.

Ein Wolf im Schafspelz sozusagen. Rockhill betont außerdem, dass Foucault und viele andere französische Intellektuelle besonders großen Wert darauf gelegt haben, möglichst einzigartige individuelle Ideen zu entwickeln und sich auf diese Art selbst als Marke zu etablieren:

One of the reasons for this is that, like many of his fellow French theorists, Foucault was animated by an intense drive to differentiate his work from that of prior forms of knowledge, as well as from the research of his competitors on the so-called marketplace of ideas. His scholarly writings thus place a very high priority on idiosyncratic explanations, conceptual novelties, and neologisms. Rather than drawing on and contributing to the further development of collective traditions of knowledge production, brand Foucault puts forth novel histories that are unique to his individual vision of the past and marketable as such.

Das lässt mich sofort an die Entwicklungsebenen der integralen Theorie denken. Der Poststrukturalismus fällt darin in die "grüne", pluralistisch-relativistische Ebene. Diese grenzt sich besonders deutlich von ihrem Vorgänger ab, der "orangen" rationalistischen Ebene. Der von Gabriel Rockhill hochgehaltene historische Materialismus fällt eindeutig in diese Ebene.

Dabei dürfen wir nun nicht den Fehler machen, den Poststrukturalismus als besser als den historischen Materialismus zu bewerten, weil er "weiter entwickelt" sei. Durchaus nicht; beide sind wertvoll. Und wer den Poststrukturalismus verabsolutiert, kippt damit das Kind mit dem Bade aus und ignoriert, was der historische Materialismus uns wichtiges zu sagen hat.

Aus meiner Sicht leben wir ganz klar immer noch in einer Klassengesellschaft, die es aus meiner Sicht daher auch weiterhin zu überwinden gilt. Deshalb ist der historische Materialismus als Theorie und der Klassenkampf als Praxis ebenfalls weiterhin relevant. Da bin ich ganz bei Rockhill.

Seine weitere Analyse von Foucaults Rolle als vermeintlich radikalem Kritiker des Kapitalismus, der aber nur dazu dient, die Kritik innerhalb des Kapitalismus zu kanalisieren, lässt mich an die Figur des Emmanuel Goldstein in George Orwells Roman 1984 denken. Eine weitere Assoziation ist Matrix, wo "der Auserwählte" als "die Anomalie" von den Maschinen toleriert und in für sie handhabbare Bahnen gelenkt werden muss. In Rockhills Worten hat Foucault damit eine Grenze nach links für radikale, kritische Theorie gezogen und diese damit indirekt weiter nach rechts verschoben.

Bis 1968 war Foucault offenbar ein Reaktionär. Nur ein Beispiel dafür:

As a matter of fact, Foucault had served on the governmental commission that wrote the Gaullist university reforms, which were widely recognized as one of the principal sparks for the student revolt. He wrote several of the preparatory reports for the commission and showed no clear sign of opposition to the reforms he helped formulate.

Rockhill wirft Foucault vor, dass dieser den Blick auf das große Ganze der Gesellschaft bewusst unterdrückt und sich damit zum Komplizen der herrschenden Klasse gemacht hat:

Foucault would conceptualize his work at the time as being that of a specific intellectual who mobilized his particular expertise for local power struggles in the field of knowledge and discourse, rather than a universal intellectual—like Sartre and other Marxists—who purported to be able to have access to truth and a systemic account of reality. The latter orientation, he regularly suggested, abiding by one of the most widespread and unproven idealist analogies of the time, was a totalizing intellectual project that was somehow akin to the practice of ‘totalitarianism.’ For idealists, the very act of thinking the social totality is itself a practice of totalizing, and hence ‘totalitarian,’ because ideas are the prime movers of history (and you can use them to free associate between words that sound similar).

To avoid this supposedly bad way of thinking, Foucault openly embraced academic specialization, the intellectual Taylorism that is integral to institutionalized knowledge production under capital. He also encouraged intellectuals to focus on the anonymous, decentralized ‘microphysics of power’ in their local contexts and thereby abandon the project of elucidating and fighting against the macrophysics of power operative in global class struggle. In this way, and with remarkably few exceptions, he gave carte blanche to the major imperial projects of his lifetime. One need only compare his so-called ‘history of the present’ to the ones written by anti-imperialist intellectuals like William Blum, Michael Parenti or Walter Rodney to clearly see this.

Bei aller Kritik finde ich Foucaults Analyse der Funktionsmechanismen bürgerlicher Regierung (Stichwort "Gouvernementalität") durchaus hilfreich. Da er den Neoliberalismus im Gegensatz zu Marxistinnen nicht völlig ablehnt, kann er ihn auf eine Art nüchterner untersuchen.

Einen Noam Chomsky finde ich im Vergleich allerdings wesentlich sympathischer; allein schon, weil er Mitglied der Industrial Workers of the World ist.

Um einen älteren Beitrag aus meinem Blog aufzugreifen, Foucault hat sich offenbar mehr auf die Seite von Wellness anstelle von Solidarität geschlagen:

Like so many other intellectuals of his generation seduced by the ethical turn, Foucault moved away from concrete political struggles and toward a nebulous form of individualist, lifestyle anarchism, or even simple libertarianism, focused on the ‘care of self.’ He questioned the organization of liberation movements, like feminism and gay liberation, that were subordinated to “ideals and specific objectives.”

An dieser Stelle der Foucault-Kritik

As if this wasn’t enough, Foucault would go on to join the chorus of anti-Marxist intellectuals like Furet and Hannah Arendt by indulging in the reductive and simplistic blackmail of the gulag, claiming that any attempt to radically transform the system of socioeconomic relations through collective political action would inevitably lead to the most horrific of consequences. In one of his most widely read essays from 1984, he wrote:

This historical ontology of ourselves must turn away from all projects that claim to be global and radical. In fact, we know from experience that the claim to escape from the system of contemporary reality so as to provide overall programs for another society, another way of thinking, another culture, another vision of the world, has actually only led us to reproduce the most dangerous traditions.

muss ich nun wiederum Rockhill kritisieren. In meinem Blog habe ich schon erklärt, warum ich nichts von Patentrezepten halte. Beim Sozialismus bzw. Kommunismus gibt es eine Tendenz, auch diesen als Patentrezept zu nehmen und alle, die da nicht jubelnd mitmachen, in Arbeitslager zu stecken. Wohlgemerkt eine Tendenz. Das heisst nicht, dass Sozialismus/Kommunismus insgesamt nichts taugen, so wie Foucault es propagierte. Dennoch finde ich es wichtig, da genau aufzupassen und auch die möglichen Schattenseiten zu sehen.

Insgesamt gilt, was ich in der Überschrift schrieb: Meine Foucault-Begeisterung hat einen Dämpfer bekommen. Und das ist eine gute Sache, denn mein Bild von Foucault und dessen Einfluss ist dadurch umfassender und genauer geworden.

Sehr zu empfehlen ist auch die von Rockhill ins Leben gerufene Critical Theory Workshop. Wer statt zu lesen lieber Videos schaut, wird in deren YouTube-Kanal fündig.

Bei all dem bleibt für mich ein gewisser Beigeschmack, denn Stalinismus ist nun wahrhaftig nicht das Ende der Fahnenstange revolutionären Klassenkampfes. Da bin ich wieder ganz bei Orwell: Einige Tiere sind gleicher als andere. Deshalb bevorzuge ich die soziale Revolution in Richtung selbstorganisierten Lebens. Im Grunde meint Commoning bzw. Gemeinschaffen nichts anderes.

Die Wirklichkeit ist Allmende

2021-02-15

Dieser Andreas Weber schreibt so schöne Sachen, dass es mir jedes Mal aufs Neue das Herz erwärmt. Heute bin ich von Miki Kashtan kommend wieder bei ihm gelandet. Miki beschreibt in ihrem Text das Fließen des Lebens, und Andreas Weber tut das noch viel ausführlicher & poetischer. In seinem Buch Sein und Teilen lautet eine der Zwischenüberschriften des ersten Kapitels Die Wirklichkeit ist Allmende.
Er schreibt dazu

Der Begriff, der diese Perspektive beschreibt, ist die Allmende oder, im heute populären englischen Plural, die Commons. Allmende ist ein Geflecht von Beziehungen, durch die sich Lebendigkeit entfaltet. Allmenden kennzeichnen alle Bereiche des Lebendigen. Ökosysteme sind Allmenden – aber auch ein Großteil der Regeln, denen menschliche Gesellschaften folgen, indem sie allen nützen und alle sie erhalten. Materie und Sinn sind in der Allmende nicht getrennt. Lebendige Teilnehmer bringen einander durch Beziehungen hervor und produzieren damit ihre Identität.

Das liebe ich an ihm, dass er die Allmende, das Gemeinschaffen nicht auf eine bestimmte soziale Organisationsform der Menschen reduziert, sondern sie im großen Geflecht des Lebens erkennt.

In der Allmende ist ein Einzelner so mit dem Ganzen verbunden, dass er sich als dessen Steigerung erfährt. Anders als unser gängiges Weltbild, in dem der einzelne der Welt getrennt gegenübersteht (oder sich die Welt gänzlich einbildet), lässt die Lebensanschauung der Allmende das Äußere (Beziehungen, Materie) und das Innerliche (Empfindungen, Sinn) in einen Tanz treten. Als Allmende zu existieren öffnet den Raum, in dem Qualitäten willkommen sind, die aus uns selbst kommen: Betroffenheit, Bedeutung, Lust, Gefühl.

Diese Philosophie klingt so gänzlich anders als die eines René Descartes mit seinem "cogito ergo sum" ("ich denke, also bin ich"). Weber schreibt weiter:

Die Wirklichkeit ist ein Stoffwechsel von Beziehungen in Gegenseitigkeit. An ihnen nehme ich nicht nur teil, sondern sie machen mich aus. Das gilt für den Körper, aber auch für Gefühle. Diese Gegenseitigkeit erst führt zur Erfahrung von Sinn. Ich habe nicht an Stoffkreisläufen teil, ich bin Stoff dieser Welt. Ich verbinde mich nicht mit anderen, sondern entstehe als Verbindung.

Bei der Vipassana-Meditation habe ich das ganz tief erlebt, dieses Erleben hält auch noch an. Deshalb denke und fühle ich bei dem, was Andreas Weber schreibt, immer wieder laut und deutlich "Ja! Genau!". <3

Unter der Überschrift Leben als Welt stiften schreibt Weber am Ende des ersten Kapitels:

Was wir sind, entsteht durch das, was wir nicht sind: durch Eindrücke und Berührung, durch einen Austausch mit dem, was Stein ist und Wasser, was Molekül ist und Lichtquant, all dem, was sich in die Energie des Körpers verwandelt. Wir sind Mitglieder einer Allmende der Wahrnehmung, aus der unsere Erfahrung, die eigene Identität und die der Welt erst hervorgehen. Unsere Existenz in einer von Leben erfüllten Ökosphäre ist immer schon Gemeingut, bevor sie Individualität wird. Jedes Individuum ist der Welt zu eigen und zugleich ihr Besitzer, verschwistert mit dem rauen Stein, gefleckt von den Wellen, vom Wind zerzaust, vom Strahlen geschmeichelt.

Wir sind Figuren in einem Ballett aus gegenseitiger Abhängigkeit und gemeinsamer Kreativität. Die Welt gehört uns und zugleich sind wir ihr anheimgegeben. Erst durch diese Gegenseitigkeit ist Erfahrung möglich. Sie stellt die Voraussetzung für die Existenz als lebendes Wesen in einem verflochtenen Ganzen dar. Sich zum Teil dieser Wirklichkeit zu machen, heißt Allmende zu fördern, produktiv an ihr mitzuarbeiten, so zu handeln, dass Lebendigkeit steigt. Wirklich werden heißt, Allmende zu werden. Auf diese Weise können wir uns selbst als Welt betätigen. Sich selbst als Welt zu erleben ist der Kern unserer Erfahrung von Glück. Diese Erfahrung zeigt schließlich ein Letztes: Nämlich dass diese Welt, die wir ja selbst sind, immer auch Innerstes ist, nämlich Unseres, von einer Haut umschlossen, die berührt wird, empfindsamer Eindruck einer anderen, die berührt.

Weil ich so nachhaltig begeistert von diesem Buch bin, verschenke ich es auch.

Bitte fallt nicht auf Blockchain und Kryptowährungs-Quatsch hinein

2021-02-9

Hmpf. Da hatte ich gedacht, das Thema hier im Blog abgeschlossen zu haben, aber leider erweisen sich immer mehr Leute, die davon abgesehen eigentlich gute Ideen haben & gute Initiativen vorantreiben, in diesem Zuge auch als Blockchain- und Kryptowährungs-Fans.
Deshalb versammele ich an dieser Stelle, warum ich das für eine ausgesprochen schlechte Idee halte.

Aufschlussreich ist zu Beginn wahrscheinlich, dass die Idee von Kryptowährungen auf Basis einer Blockchain aus der anarchokapitalistischen bzw. libertären Szene kommt. Diese Leute habe ich aus gutem Grund schon vor Jahren hier im Blog als die Verblendetsten von allen bezeichnet – und das, wo ich mich selbst ja als (inneren) Anarchisten verstehe. Der Teufel steckt mal wieder im Detail.
Bei Norbert Häring erfährst du Hintergründe zum libertären Traum vom Kryptogeld, auch Michael Seemann schreibt darüber in Blockchain für Dummies.

Vertrauen vs. Blockchain

Mein zentrales Argument gegen Blockchain-basierte Kryptowährungen (es mag durchaus vereinzelt sinnvolle Anwendungen für Blockchains geben, allerdings nicht in diesem gehypten Ausmaß) ist nach wie vor, was ich am 25.09.2018 darüber schrieb:

Die Blockchain-Technologie wurde entwickelt, um Vertrauen zwischen Menschen überflüssig zu machen.

Konkret soll die Blockchain Banken u.ä. Finanzinstitutionen ersetzen, die Geldtransaktionen zwischen Menschen vermitteln. Nur tun diese das eben, indem sie Beziehungen zu Kreditnehmern und -gebern aufbauen. Und im Zuge dessen entsteht Vertrauen, das ja nebenbei das Grundthema dieses Blogs & meines Lebens ist.

Die Illusion technischer Kontrolle

Genau das soll in den feuchten Träumen der Anarchokapitalistinnen mit Hilfe der Blockchain rein technisch, ohne jegliches Vertrauen der Menschen ineinander, funktionieren. Und damit kommen wir zu meiner Charakterisierung der Blockchain als anerisischer Illusion. Oder um es in nicht-diskordischen Begriffen auszudrücken, der Blockchain als der Illusion totaler technischer Kontrolle. Warum ich das aus Erfahrung für eine Illusion halte, erklärt z.B. der Beitrag Global Clusterfuck.

Die Blockchain halte ich deshalb wie viele andere Technologien für Teil des Versuchs, uns Menschen immer mehr zu (berechenbaren!) Maschinen zu machen. Siehe dazu u.a. auch meinen Beitrag zur Aufmerksamkeitsökonomie.

Wollen wir uns auf Zahlen reduzieren lassen?

Kürzlich habe ich ein richtig tolles Gespräch zwischen Richard David Precht und Harald Lesch über das Thema Herrschaft der Zahlen – Ist alles vermessbar? entdeckt, das noch bis Anfang Dezember in der Mediathek verfügbar ist. Das bringt gut mein Unbehagen über den Wahn, alles mess- und berechenbar machen zu wollen, auf den Punkt. Und die Blockchain treibt genau diese Agenda massiv voran. Sie fügt sich damit nahtlos ins Programm des Great Reset des Weltwirtschaftsforums. Ergänzend empfehle ich dazu das 3. Kapitel von Charles Eisensteins Buch "Ökonomie der Verbundenheit", Geld und Geist.

Obwohl Libra nicht auf einer Blockchain basiert, gilt diese Kritik auch gerade dort.

Blockchains als mögliches Überwachungsinstrument

Im Zusammenhang mit dem Social Credit System in China ist mir klar geworden, dass Blockchains – entgegen der ursprünglichen libertären Absicht – sich insbesondere hervorragend als Infrastruktur zur totalen und totalitären Überwachung der Bevölkerung eignen. Deshalb habe ich in einem Beitrag die Blockchain als verteilten Big Brother bezeichnet.

Dazu gehört auch, dass die Blockchain de facto ihr Versprechen von Anonymität nicht halten kann, sondern eher noch ein Alptraum an Überwachbarkeit ist, denn es werden ja alle Transaktionen von allen für immer in der Blockchain gespeichert.

Wenn die Blockchain nichts taugt, was dann?

Nun habe ich hoffentlich genug deine Begeisterung für Blockchain- und Kryptowährungs-Technologien zerstört. Was empfehle ich stattdessen? Es gibt ja das ursprüngliche Versprechen, uns aus den Klauen von Banken und Finanzsystem zu befreien, ein Ziel, das mir durchaus sympathisch ist. Da ich nun aber den Standpunkt vertrete, dass sich soziale Probleme nicht durch Technik lösen lassen, fällt die Blockchain als Lösung dafür aus.

Die Mühen der Ebene: Gemeinschaffen

Übrig bleibt, uns als Menschen auf eine andere Art als im Kapitalismus sozial zu organisieren. Und da dürfte aufmerksamen Leserinnen meines Blogs nicht entgangen sein, dass Gemeinschaffen bzw. Commoning meine bevorzugte Lösung ist. Ja, das ist mühsam und lässt sich nicht so einfach auf 8 Milliarden Menschen skalieren. Doch wir sind als Menschen einfach viel reichhaltigere Wesen als das, was Informatikerinnen mit ihrer notwendigerweise beschränkten Denkweise erfassen können. Und das heisst auch, es bleibt spannend und herausfordernd.

Packen wir es an! Von Mensch zu Mensch, ganz ohne Blockchain.

Nachtrag vom 11.02.: Ein Argument von David Graeber hatte ich noch ganz vergessen. Der zeigt in seinem Buch Schulden. Die ersten 5000 Jahre, dass das Vorherrschen von Münzgeld gegenüber einer Kreditwirtschaft ein Anzeichen dafür war, dass Krieg herrschte. Denn Münzen lassen sich im Zweifelsfall auf ihren Metallgehalt prüfen und bilden dadurch einen Wertmaßstab, der unabhängig vom Vertrauen der Menschen untereinander gilt. Kryptowährungen funktionieren genauso.
Graeber schreibt:

In der Geschichte Eurasiens können wir in den vergangenen 5000 Jahren beobachten, dass Phasen, die vom Kreditgeld beherrscht wurden, sich mit solchen abwechselten, in denen Gold und Silber dominierten – dann wieder wurde ein Großteil der wirtschaftlichen Transaktionen mithilfe von Edelmetallstücken abgewickelt, die von Hand zu Hand wanderten.

Was war die Ursache? Der bedeutendste Faktor war allem Anschein nach der Krieg. Edelmetallmünzen sind vorherrschend in Phasen, die von verbreiteter Gewalt geprägt sind. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Gold- und Silbermünzen unterscheiden sich durch ein herausragendes Merkmal von Kreditvereinbarungen: Sie können geraubt werden.

Das können Krypto-Guthaben auch, wie diverse Hacks von Kryptobörsen zur Genüge gezeigt haben. Graeber weiter:

Eine Schuld ist definitionsgemäß eine schriftliche Aufzeichnung wie auch eine Vertrauensbeziehung. Wer dagegen Gold und Silber im Austausch für ein Handelsgut akzeptiert, vertraut allein auf die Genauigkeit der Waage und die Qualität des Metalls. Er setzt auf die Wahrscheinlichkeit, ein anderer werde ebenfalls bereit sein, diese Metalle zu akzeptieren. In einer Welt, die von Krieg und der Bedrohung durch Gewalt beherrscht wird – und dies galt aller Voraussicht nach gleichermaßen für China zur Zeit der Streitenden Reiche, für Griechenland in der Eisenzeit und für Indien vor dem Maurya-Reich –, ist es offenkundig von Vorteil, wenn man Geschäfte möglichst einfach gestaltet. Dies war besonders wichtig, wenn man es mit Soldaten zu tun hatte. Denn Soldaten haben häufig Zugriff auf Beutegut, das zum großen Teil aus Gold und Silber besteht, und sie werden stets nach Mitteln und Wegen suchen, andere Dinge dafür einzutauschen, die das Leben angenehmer machen. Ein schwerbewaffneter umherziehender Soldat verkörpert aber geradezu ein unwägbares Kreditrisiko. Das Tauschmodell der Ökonomen mag absurd erscheinen, bezieht man es auf Transaktionen zwischen Nachbarn in einer kleinen agrarischen Gemeinschaft, wird aber plötzlich höchst sinnvoll bei Geschäften zwischen dem Bewohner einer solchen Gemeinschaft und einem vorüberziehenden Söldner.

Für lange Zeit in der Geschichte der Menschheit erfüllte ein Gold- oder Silberbarren, der mit einem Prägestempel versehen war oder auch nicht, dieselbe Rolle wie der mit unregistrierten Geldscheinen gefüllte Koffer eines modernen Drogenhändlers: ein Objekt ohne Vorleben und wertvoll, weil man wusste, es würde auch an anderen Orten im Tausch für andere Güter akzeptiert und niemand würde Fragen stellen.

Das gilt fast genauso für eine Krypto-Wallet – mit dem Unterschied, dass diese sehr wohl ein Vorleben hat. Graeber abschließend:

Während Kreditsysteme in Zeiten relativen sozialen Friedens vorherrschend sind oder auch in sozialen Netzen, die aus Vertrauensbeziehungen bestehen (unabhängig davon, ob diese vom Staat geschaffen wurden, oder, wie meist, durch internationale Einrichtungen wie Kaufmannsgilden oder Glaubensgemeinschaften), werden sie in Phasen, die durch langwierige kriegerische Auseinandersetzungen und Plünderungen gekennzeichnet sind, durch Edelmetalle abgelöst.

Zynikerinnen könnten zwar sagen, damit sind Kryptowährungen doch ideal für diese Zeit der failed States und des auseinanderbrechenden Imperiums. Ich setze lieber darauf, das Vertrauen in den kleineren & größeren menschlichen Gemeinschaften zu stärken, als mich aus Misstrauen gegen zusammenbrechende soziale Strukturen abzusichern, indem ich Kryptowährungen kaufe – und damit das Misstrauen noch verschärfe.

Nachtrag vom 13.02.: Da Renée Menéndez heute einen ausführlichen Kommentar geschrieben hat, verlinke ich im Gegenzug noch seinen Artikel über Bitcoin, in dem er darlegt, dass Bitcoin eben gerade keine Währung, sondern allerhöchstens eine digitale Sache ist. Wobei er unten in seinem Kommentar betont, dass ihm noch niemand zufriedenstellend erklären konnte, was ein Bitcoin denn nun tatsächlich ist.

Nachtrag vom 15.02.: Ich sollte wohl noch mal auf die grundlegende Tatsache hinweisen, dass einer Software zu vertrauen letztlich immer bedeutet, bestimmten Menschen zu vertrauen.

Nachtrag vom 16.02.: Folge 2 des Podcasts machtmenschmaschine geht zwar erst ab 52:18 (von insgesamt 59:45) überhaupt konkret auf Blockchain-Technologie ein. Die ganze Sendung ist aber philosophisch sehr hörenswert. Und der Podcast-Gast Prof. Dr. Andreas Kaminski kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass die Blockchain das Versprechen, Vertrauen zwischen Menschen überflüssig zu machen, nicht halten kann.

Im übrigen wird es dringend Zeit, dass ich mir endlich mal das Standardwerk von Niklas Luhmann über Vertrauen zu Gemüte führe.

Weiterer Nachtrag vom 16.02.: Das Weltwirtschaftsforum fährt voll auf Kryptowährungen ab – dann kann es ja nur gut sein!!1!

Nachtrag vom 20.02.: Lars Jaeger erläutert in seinem Blog, warum Bitcoin de facto gar keines seiner Versprechen einhalten kann – High-Tech-Spekulation auf Kosten von Umwelt und Rechtsstaatlichkeit – Die schmutzige Gier nach Bitcoins.

Nachtrag vom 14.03.: Fefe hat mal wieder einen epischen Blockchain-Rant. Kostprobe:

Was man bei diesen ganzen Versionswechseln bei Cryptocurrencies im Auge behalten darf: Die haben euch die ganze Zeit ins Gesicht gelogen, dass ihre Infrastruktur sicher sei, dass ihre Kryptografie so sicher ist, dass es keine Fehler und Angriffe mehr gibt und man das jetzt für ewig fortschreiben kann. Deshalb ist es so sicher, dass ihr da bedenkenlos euer Geld reinpumpen könnt.

Aber gleichzeitig haben sie ihre Lügen selbst so wenig geglaubt, dass sie bei Ethereum Landminen eingebaut haben in den Algorithmus, der nach einer Weile einfach komplett zum Stillstand kommt. Die haben also von vorneherein das Gegenteil gemacht als sie euch ins Gesicht gelogen haben. Nix ist da stabil. Das war nicht mal als stabil geplant!

Nachtrag vom 05.04.: Fefe zerstört in seinem neuesten Blockchain-Rant auch noch das Konzept von "Proof of Stake". Damit bestätigt er meine Einschätzung davon:

Was heißt das konkret? Das ist eine Oligarchie. Und zwar eine selbstverstärkende Oligarchie, denn du kannst ja Gebühren pro Transaktionen kassieren, wenn du den Block auswählst, was dein Guthaben erhöht und damit deine Wahrscheinlichkeit beim nächsten Mal.

Oh und wer hat das meiste Guthaben? Na die, die von Anfang an dabei waren!

Kommt euch das bekannt vor? Von "Strukturvertrieben" und Schneeballsystemen zum Beispiel? Ja, das ist auch meine erste Reaktion, wenn ich das sehe. Das sieht aus wie ein riesiges Ponzi Scheme.

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