Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

Google Webfonts durch die Hintertür

2019-10-26

Es ist doch zum Kotzen! Da macht man sich alle Mühe, Google Webfonts lokal zu hosten und bindet vermeintlich vorbildlich datenschutzkonform ein YouTube-Video von youtube-nocookies.com ein, und was muss ich im Wasserfall sehen? Die Seite bindet, ohne mich zu fragen, die Google Webfont Roboto ein. (nicht mein Blog hier, sondern eine andere Seite, die ich verwalte)

Des Rätsels Lösung: das YouTube-Einbette-Skript von Google macht das. Scheißverein!!

Psiram ist genau so wenig eine seriöse Quelle wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten

2019-10-25

tl;dr Medienkompetenz tut not, ich erinnere in dem Zusammenhang an Robert Anton Wilsons Rezept zum Ausbruch aus der Filterblase.

Weil auch innerhalb von Extinction Rebellion an manchen Stellen Psiram als "Informationsquelle" benutzt wird, sehe ich in diesem Punkt akuten Aufklärungsbedarf. Denn bei Psiram schreiben die Autor*innen anonym, wodurch es keinerlei Möglichkeit gibt, deren eigene Interessen beim Veröffentlichen von Artikeln abzuschätzen. Und das ist für mich ein entscheidendes Kriterium für Seriösität von Medien.

Aus diesem Grund binde ich die 8 Gründe, warum ich "Deutsche Wirtschafts Nachrichten" nicht lese ein, die schon 5 Jahre alt sind:

Wohlgemerkt, es geht nicht um die Inhalte dieser Medien; es kann durchaus sein, dass Aussagen aus den Deutschen Wirtschafts Nachrichten oder von Psiram auch anderswo zu finden sind. Einzelne Aussagen können durchaus zutreffen. Der Punkt ist allerdings, dass ich wegen der Anonymität des Mediums keinen Anhaltspunkt habe, ob was dort steht zutrifft und vor allem wem die veröffentlichen Aussagen dienen. Unter dem Deckmantel der Anonymität kann man seine Feinde ganz ungeniert denunzieren.
Da ich als Leser keine Möglichkeit habe zu unterscheiden, ob da gerade jemand denunziert wird oder ernsthafte Kritik geäußert, kann ich Psiram & Co. nicht als seriöse Quellen behandeln.

Aus diesem Grund betrachte ich Psiram als eine reine Denunziationsplattform.

Und Psiram ist in gewisser Weise sogar noch schlimmer als 4chan oder Indymedia, wo auch anonym veröffentlicht wird. Bei 4chan ist klar, dass da einfach jedeR irgendwas posten kann, es wird nichts moderiert. Bei Indymedia wiederum bin ich mir ziemlich sicher, dass da jedenfalls nur Linke schreiben, die Strukturen an sich sind bekannt.

Bei Psiram ist zu vermuten, dass es wohl eine irgendwie geartete Redaktion gibt, die ebenso anonym ist, und die nach völlig intransparenten Kriterien entscheidet, was dort veröffentlicht werden darf und was nicht. Daher bin ich mir bei Psiram überhaupt nicht sicher, ob das nicht selber die Querfront ist.

Fazit: Psiram am besten komplett ignorieren.

Türkisches Militär raus aus Rojava!

2019-10-9

Kaum habe ich über die Solidarität mit allen Wesen gebloggt, muss ich noch direkt die Solidarität mit Rojava nachschieben, denn heute hat das türkische Militär einen Großangriff auf Nordsyrien gestartet.

#RiseUp4Rojava!

Nachtrag: Dabei ist es wichtig, sich klarzumachen, dass auch Erdoğan und sein Militär nicht böse, sondern verblendet sind. Oder buddhistisch ausgedrückt: Sie sind vom Geistesgift der Unwissenheit befallen, eine Epidemie, die auch mich & dich jederzeit erwischen kann.

Dennoch braucht es aktuell, um sie zu stoppen, Waffengewalt.

Nachtrag vom 11.10.: Fridays For Future Rojava appelliert an Weltöffentlichkeit

Unsere Realität in Rojava, den kurdischen Gebieten Nordsyriens, unterscheidet sich von der Realität vieler anderer Orte, an denen es FFF-Ortsgruppen gibt. Seit 2012, beginnend mit der Revolution von Rojava, bauen wir gemeinsam ein alternatives Gesellschaftsmodell auf – basierend auf den drei Grundprinzipien Frauenbefreiung, Ökologie und Radikaler Demokratie. In den letzten sieben Jahren sind überall basisdemokratische, selbstverwaltete und ökologische Projekte entstanden: Nachbarschaftsräte – Frauenhäuser – Bildungsakademien – ein alternatives, freies Schulsystem – Wirtschafts- und Landwirtsschafskooperativen und vieles mehr. Alle Bereiche des Lebens werden von Grund auf neu organisiert. Früher wurde alles zentral aus der Hauptstadt Syriens Damaskus geregelt. Jetzt verwalten wir uns selber. In allen entstehenden Strukturen organisieren sich Frauen autonom, um ein Gegenpol zu den Machtstrukturen des Patriarchats zu setzen. […]

In dieser schweren Stunden wenden wir uns euch, liebe Freundinnen und Freunde von Fridays For Future. Für uns ist eine Lösung der ökologischen Krise nur durch Selbstbestimmung möglich. Es braucht eine kooperative Form des Wirtschaftens an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet. Dafür steht die Revolution von Rojava. Zeigt Haltung, diskutiert über das Thema, lasst euch von den Medien nicht täuschen, geht auf die Straße! So lange der Angriff anhält, wird es auf der ganzen Welt zu Aktionen der Solidarität und des Widerstands kommen. Gebündelt werden die Aktionen in der Kampagne #Riseup4Rojava.

FFF Bremen zeigt sich gleich solidarisch mit Rojava.

Nachtrag vom 15.10.: Statement von Make Rojava Green Again – Was können wir als Umweltschützer*innen tun, um den Widerstand im Nordosten Syriens zu unterstützen?

Die Widerstandsbewegung ist auch hier interessant, weil sie alle verschiedenen Bewegungen zusammenführt. In Europa sind die Bewegungen sehr zersplittert. Die Umweltschützer*innen machen ihre Sachen, die Feminist*innen machen ihre Sachen, und alle sind isoliert. Dieser Widerstand gibt Euch die Möglichkeit, all diese Menschen zu treffen und sie an einen Tisch zu bringen. Der Widerstand in Rojava ist ein Kampf für all’ diese Bewegungen. Bringt alle zusammen. Seid kreativ. Wir lieben Euch alle.

Nachtrag vom 18.10.: Die PARTEI sammelt Spenden für Rojava.

Weiterer Nachtrag vom 18.10.: Die Botschaft von Fridays for Future Rojava ist angekommen.

Nachtrag vom 28.10.: Verdammt – Putin-Erdogan-Deal: Wohin die türkische Reise führt.

Nachtrag vom 17.11.: Kontext TV schreibt in Rojava, oder: Die Kunst des Übergangs in einer scheiternden Zivilisation über Die Bedeutung Rojavas in den gegenwärtigen globalen Krisen:

Die 500jährige gewaltsame Expansion der kapitalistischen „Megamaschine“ hat sowohl Gesellschaften als auch den Planet an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Das „Kapitalozän“ hat das sechste große Massenaussterben in der Geschichte der Erde in Gang gesetzt. […]

Vor diesem Hintergrund, könnte es überlebenswichtig werden, von Rojava zu lernen. Denn die Menschen in Rojava haben sowohl auf die Gewalt in der Region als auch auf den Zusammenbruch von Infrastrukturen und Versorgung auf bemerkenswerte Weise geantwortet. Unter extremsten Bedingungen, vom IS auf der einen Seite und der Türkei auf der anderen angegriffen, inmitten von fast einem Dutzend lokaler, regionaler und geostrategischer Kriege, ist es den Frauen und Männern des westlichen Kurdistan gelungen, eine Insel der Selbstbestimmung und echten Demokratie zu schaffen, die zu einem Leuchtturm der Hoffnung für Menschen auf der ganzen Welt geworden ist. Abgeschnitten von globalen und interregionalen Versorgungsketten haben sie damit begonnen, eine Wirtschaft aufzubauen, die auf Kooperativen und kollektiver Entscheidungsfindung basiert.

Das ist umso erstaunlicher, als Krieg in der Regel selbst emanzipatorischen Bewegungen eine militaristische, straff zentralisierte Logik aufzwingt und Selbstorganisation im Namen militärischer Effizienz unterdrückt. Die geschichtlichen Beispiele dafür sind Legion, von der Oktoberrevolution in Russland bis zu vielen Unabhängigkeitsbewegungen und unzähligen Guerillas im Globalen Süden. Selbst wenn der Krieg gewonnen wurde, war er in einem anderen Sinn zugleich verloren, weil die Sieger ihren Gegnern zum Verwechseln ähnlich geworden waren. Die Menschen in Rojava hingegen – ähnlich wie die Zapatisten in Mexiko – haben aus dieser Geschichte gelernt. Inspiriert von den Schriften Abdullah Öcalans (der sich seinerseits auf feministische Theorie, Murray Bookchin, Immanuel Wallerstein und viele andere bezieht), haben sie damit begonnen, nicht nur eine spezifische Form der Macht herauszufordern, etwa den Kapitalismus oder einen bestimmten Staat, sondern die Wurzeln der Herrschaft.

Übrigens gibt es im Zuge des Trump-Impeachment Gerüchte, dessen Sohn Jared Kushner habe den Saudis grünes Licht für die Kashoggi-Ermordung gegeben, der türkische Geheimdienst habe das mitgeschnitten und damit Trump erpresst, und der habe deshalb die Truppen aus Syrien abgezogen und den Einmarsch der Türkei ermöglicht. more

Solidarität mit allen Wesen

2019-10-9

Diese Rebellion stellt mich immer wieder neu auf die Probe, kein schlechtes Gewissen zu bekommen, weil ich nicht mitblockiere. Eine Stimme in mir sagt "Deine Leute von XR brauchen dich!" Eine andere gleichberechtigte Stimme sagt "Deine Gemeinschaft braucht dich!" Beide haben recht. Und es gibt noch viel mehr Stimmen, weshalb ich die letzten Wochen übe, solidarisch mit allen Wesen zu leben. Das schließt natürlich mich selber auch mit ein. <3

Denn was uns in diese Misere gebracht hat, ist ja gerade der Verlust an Solidarität, der Konkurrenzkampf jedeR gegen jedeN, und, wie Charles Eisenstein es auf den Punkt bringt, der Krieg gegen die Natur.

Es gibt keinen Feind, und es wird Zeit dass du das lernst.

Alles gehört dazu. Deshalb lautet das Motto Aufhören, Gegner zu sein.

Die reale Gefahr beim Straßen blockieren ist, dass wir uns damit von vielen Menschen entsolidarisieren, die im Prinzip auch mit ihrem Herzen für das Leben einstehen wollen & nur nicht wissen wie, oder Angst haben oder ein schlechtes Gewissen.
Dabei ist gerade eins, das mich für XR so begeistert, dass die Menschen in der Bewegung (wieder) das Gefühl bekommen, dass sie etwas bewirken können. Dieses Gefühl hat uns das patriarchal-kapitalistische System sehr systematisch ausgetrieben, mit allen Mitteln.

Deshalb schließe ich mich zum einen dem Aufruf von Daniel Kulla an, uns mit den bestehenden Arbeitskämpfen zu solidarisieren. Und zwar nicht nur für mehr Lohn, sondern auch für politische Ziele und um die Betriebe zu übernehmen. Denn dann können wir wirklich ernsthaft unsere Wirtschaftsweise ändern.

Der gute Tapete noch mal:

Zum anderen sollten wir noch viel stärker auf die Bürger*innenversammlungen als 3. Forderung von Extinction Rebellion hinweisen, die ja gerade alle Menschen einbeziehen.

Abschließend noch ein Kommentar zur Solidarität mit mir selbst: Letzte Woche hatte ich ein Erlebnis, das dazu geführt hat, dass ich seither so voll & ganz zu mir stehe, dass ich tatsächlich keinen Schritt mehr von meiner Seite weiche. Das führt auch dazu, dass ich viel berührbarer & damit mitfühlender geworden bin.

More Love

2019-10-8

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