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Hört auf, Zinsen zu zahlen und zu nehmen
Die Radikalversion, sogar alle Tilgungen zu verweigern, hatte ich in Gestalt des Känguruhs schon öfter hier im Blog:
Siehe auch den Beitrag “Schulden muss man doch zurückzahlen”. Der Frankfurter Anwalt Hans Scharpf hat vor 3 Jahren mit der Aktion Geldhahn zu! zum kompletten Schuldenstreik aufgerufen (auf ihn wurde ich in der ersten Folge von stoersender.tv aufmerksam), in Österreich gibt es den Kreditopferverein.
Praktisch empfehle ich das jedoch nicht, denn wenn Du Dir von jemand (& sei es eine Bank) Geld geliehen hast, dann hast Du ja mit diesem Geld etwas (hoffentlich sinnvolles) angefangen. Deshalb solltest Du diesen Betrag schliesslich auch zurückzahlen. Nur die Zinszahlung kannst und solltest Du verweigern, denn die ist durch nichts außer Wucher gerechtfertigt. Und dazu bemühe ich auch gar keine juristischen Argumente, sondern verstehe das klar als politische Aktion: Wir wollen ein Geldsystem ohne Zinsen (oder eben sogar mit Negativzins), deshalb zahlen (& verlangen) wir auch keine Zinsen.
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Größer als die Snowden-Enthüllungen, weil sie Namen nennen: #panamapapers
Gerade hat die Süddeutsche den bisher größten Leak in der Geschichte veröffentlicht: Die Panama Papers, auch beim International Consortium of Investigative Journalists. Fusion hat auch eine Seite dazu, Dirty little secrets.
Das haut viel mehr rein als alles, was Snowden enthüllt hat, weil die Panama Papers Namen nennen. Davon hatte ich seither immer geträumt, dass sich das endlich mal jemand traut.
Das Offshore-Prinzip erklärt die Anstalt-Folge vom 28.10.2014:
Und zu den Panama Papers sage ich gleich: Mehr davon! Ich will die Namen Obama, Trump, Page, Gates, Buffett, Soros, Bertelsmann, Quandt, Funke, Albrecht, Bezos und Zuckerberg in so einem Leak lesen!!!
Die Namen aller NSA-Mitarbeiter oder CIA-Agenten wären auch mal was. Und dann natürlich, wer hinter dem Dutroux-Fall steckt usw. usf.
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Apocalypse now: wenn die Megamaschine kaputtgeht
In der Nacht vom 1. auf den 2. September 1859 fand auf der Erde das Carrington-Ereignis statt, ein magnetischer Sturm auf der Erde, ausgelöst durch starke Sonneneruptionen. Der hat damals das Telegrafennetz lahmgelegt, und das auch nur für kurze Zeit. Trifft heute so ein Ding die Erde, dann wird die gesamte technische Zivilisation lahmgelegt. Satelliten werden gebraten, auch auf der Erde wird ein Großteil der Elektronik hinüber sein. Und zwar auch die Maschinen, die wir üblicherweise benutzen, um kaputte Maschinen damit zu reparieren.
Mit einem Wort: Das wäre das Ende der Megamaschine auf die harte Tour. Und wir haben keinerlei Möglichkeit, uns davor zu schützen. Vorhersagen nützen auch nichts, denn selbst wenn wir genau wüssten, dass in zwei Monaten und 17 Tagen ein solcher Sonnensturm die Erde treffen wird, könnten wir nichts dagegen tun.
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Das Ende der Megamaschine an meinem Geburtstag
Hehe, der Titel weckt Erwartungen, was? Ich lade aber schlicht an meinem Geburtstag am 15. April ein zur Lesung aus “Das Ende der Megamaschine” im Café Provinz. Wer Bock auf Drum’n’Bass hat, kommt anschließend mit in den Club VOID zum Outlook Festival Launch Event. Am Samstag dem 16. geht es dann weiter im Rosi’s mit Bassport feat. Nogata. Wir feiern das Ende der Megamaschine, bis der Arzt kommt!!!
Nachtrag: Ich hatte ganz vergessen, auf den Artikel in der aktuellen Oya zum Ausstieg aus der Megamaschine hinzuweisen.
Nachtrag vom 01.04.: Lesenswert ist auch Johannes Heimraths Selbstkritik Auch Oya dient dem megatechnischen Pharao. Kostprobe:
Ginge ich jetzt in den Garten, um das Wesentliche zu tun, würde dieses Heft nicht fertig werden, würden unsere Lohnabhängigen kein Gehalt bekommen, würde dem Drucker das Einkommen fehlen, auch dem Papiermacher, dem Holzerntemaschinenfahrer. Will ich schuld sein an der Arbeitslosigkeit des Fernfahrers und des Karosseriebauers? Will ich schuld sein daran, dass die Informationen in diesem Heft – von denen manche glauben, sie seien für ein gutes Leben essenziell – die danach dürstenden Menschen nicht erreichen? Und somit die vielbeschworene (R)Evolution wieder nicht zustande kommt?
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Großes Kino
Über meine Beschäftigung mit Psychiatrie & Antipsychiatrie bin ich u.a. auf Jon Rappoport gestoßen. Der ist offensichtlich auch ein Agent des kosmischen Bewusstseins, wenn er schreibt: The blockbuster movie called Reality. Ich bezeichne das, worin wir uns hier bewegen, ja auch immer wieder gerne als “großes Kino” ;-)
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Antipsychiatrie und die Schatten der Stadt
In der Ausbildung in Prozessorientierter Psychologie beschäftigen wir uns gerade schwerpunktmäßig mit Veränderten Bewusstseinszuständen. In diesen Bereich fällt auch alles, womit sich die Psychiatrie so herumschlägt. Für das letzte Seminar hatte ich die Aufgabe übernommen, zum einen den prozessorientierten Ansatz in der Psychiatrie vorzustellen, als auch einen groben Überblick über die Antipsychiatrie zu geben.
Dazu habe ich mir zunächst das englische Original City Shadows von Arnold Mindell gekauft, weil die deutsche Ausgabe Die Schatten der Stadt derzeit nur für über 40 € zu haben ist (beide Bücher gibt es nur noch antiquarisch).Dann musste ich feststellen, dass der Begriff “Antipsychiatrie” ein wahrlich weites und teilweise auch in sich zerstrittenes Feld umfasst. Und schon das Beispiel Anti-psychiatry zeigt, dass die englische Wikipedia gerade in diesem Bereich oft viel umfangreicher ist. Der deutsche Artikel zur Antipsychiatrie umfasst gedruckt gerade mal sechs Seiten, der englische dreißig!
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Save the date: Worldwork 2017 in Griechenland
Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass mich das Geschehen in der Welt und wie das mit unser aller individuellem Leben zusammenhängt, mit der Zeit immer mehr & nicht weniger bewegt. Es ist eben alles ein Weltgeschehen. Im Rahmen der Ausbildung in Prozessorientierter Psychologie betrachte ich die Weltarbeit als die Königsdisziplin, weil in ihr alles zusammenkommt, was es an Prozessarbeit zu lernen gibt, namentlich Traumarbeit, Körperarbeit, Beziehungsarbeit und Veränderte Bewusstseinszustände. Hier im Blog konntet ihr schon vom letzten Worldwork 2014 in Warschau lesen. Diese internationale Großveranstaltung findet alle drei Jahre statt, ist also im Jahr 2017 wieder dran. Worldwork 2017 wird in Griechenland stattfinden vom 23.-28. April 2017. Vorher, am 20. und 21. April, werden Arnold und Amy Mindell ein Seminar dort geben.
Zeitlich und räumlich näher könnt ihr beim nächsten offenen Seminar meiner Ausbildung teilnehmen, das Sebastian Elsaesser gemeinsam mit Lily Vassiliou gestalten wird. Es findet vom 4.-8. Mai 2016 im Internationalen Kulturzentrum Achberg am Bodensee statt. Infos zu Seminar und Anmeldung auf deutsch Die Welt, wir & ich und englisch The world, we & I.
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All-Inkl verlängert Let's Encrypt-Zertifikate automatisch
Ich bin mal wieder begeistert von meinem Hostingprovider All-Inkl. Zu Weihnachten hatte ich ja, damals noch in Handarbeit, TLS-Zertifikate von Let’s Encrypt für meine Domains eingerichtet. Die wollte ich nun heute verlängern & stieß dabei auf eine unüberwindlich scheinende Hürde. Eine Mail an den Support klärte allerdings die Ursache: Man kann bei All-Inkl nicht mehr selber Let’s Encrypt-Zertifikate anfordern, weil der Support das macht & diese dann sogar automatisch verlängert. Das spart einen Haufen Arbeit, denn die Prozedur bei Get HTTPS for free! ist schon echt langwierig für mehrere Domains. Deshalb hier der Werbeblock:
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Kekse essen nach EU-Richtlinie

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Surveillance has been hijacked by capitalism
Shoshana Zuboff has written an article The Secrets of Surveillance Capitalism which is widely debated on the net. She states that
Capitalism has been hijacked by a lucrative surveillance project that subverts the “normal” evolutionary mechanisms associated with its historical success and corrupts the unity of supply and demand that has for centuries, however imperfectly, tethered capitalism to the genuine needs of its populations and societies, thus enabling the fruitful expansion of market democracy.
Surveillance capitalism is a novel economic mutation bred from the clandestine coupling of the vast powers of the digital with the radical indifference and intrinsic narcissism of the financial capitalism and its neoliberal vision that have dominated commerce for at least three decades, especially in the Anglo economies. It is an unprecedented market form that roots and flourishes in lawless space.
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