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    Die Essenz von Wortlaut und Klang ist das Nichts


    Der Introtext von Orange auf dem Ancient Trance Festival in Taucha stammt aus den Upanishaden:

    Die Essenz aller Wesen ist die Erde, Die Essenz der Erde ist das Wasser, Die Essenz des Wassers sind die Pflanzen, Die Essenz der Pflanzen ist der Mensch, Die Essenz des Menschen ist die Rede, Die Essenz der Rede ist das heilige Wissen, Die Essenz des heiligen Wissens ist Wortlaut und Klang, Die Essenz von Wortlaut und Klang ist das Nichts.

    Es war ein ganz besonderes Erlebnis, in diesem Bewusstsein mich von dem Orange-Klanggewitter durchschütteln zu lassen. Die Essenz von Wortlaut und Klang ist das Nichts. Ich habe ein paar Mal innegehalten & bin ganz still geworden inmitten der tobenden Massen & des Sounds von der Bühne, um mir das noch mal mehr zu vergegenwärtigen.


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    Anonymisierungs-, Verschlüsselungs- u.ä. Software: am Ende bleibt doch nur Vertrauen


    Eigentlich ist die c’t ja definitiv meine Lieblings-Computerzeitschrift. Aber ihr Privacy-Wahn wird langsam kindisch. In der Ausgabe 16/2013 gibt es eine große Artikelserie, mit welchen Mitteln man vermeintlich der NSA-Überwachung entgehen kann. Das sind zwar schon mal deutlich realistischere Tipps als in Computer Bild, aber es ist überhaupt nicht konsequent zu Ende gedacht.

    Das hole ich hiermit nach: Im Artikel über Verschlüsselung schreiben sie, dass man Programme wie GnuPG oder TrueCrypt selbst kompilieren sollte, um sicher zu sein, dass in fertig kompilierten Downloads keine Hintertüren drin sind. Das ist so weit grundsätzlich richtig. Aber es geht ja weiter: Kann ich sicher sein, dass der Microsoft C-Compiler nicht extra für Verschlüsselungsprogramme eine Erkennungsfunktion hat und dann doch noch eine Hintertür einkompiliert, auch wenn der Quelltext an sich sauber ist? Und überhaupt, den Quelltext müsste ich mir natürlich vorher gründlich durchlesen, um auch wirklich sicher zu sein. Doch das ist noch längst nicht alles. Schließlich will ich das Programm (ob selbst kompiliert oder fertig heruntergeladen) ja auch auf meinem Rechner ausführen. Handelt es sich dabei aber um ein proprietäres Closed Source-System wie Windows oder OS X, dann kann noch vor der Verschlüsselung - jedenfalls theoretisch - das Dateisystem oder der Festplattentreiber meine zu verschlüsselnden Daten mitlesen und Beliebiges damit anstellen (außer bei der TrueCrypt-Systemverschlüsselung).


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    Ich habe nichts zu verbergen


    Dieser Satz wird zur Zeit, angesichts der Enthüllungen von Edward Snowden, von vielen Menschen entweder im Brustton der Überzeugung ausgesprochen oder aber als vermeintlich haltlos und naiv zerpflückt.

    Ich meine ihn völlig ernst und stehe dazu. Warum?

    Nun, vor wem oder was sollte ich denn letzten Endes etwas verbergen können, wo die Welt doch 1 ist? Was im Bereich von Geheimdiensten und Überwachung passiert, gehört zu dem umfassenden Paradigmenwechsel, der gerade ringsum stattfindet. Nur solange wir der Illusion anhängen, von allem abgetrennte Einzelwesen zu sein, ist so etwas wie Privatsphäre oder Geheimnisse überhaupt denkbar.

    Auch die Geheimdienstkrise ist also letztlich eine Krise des Bewusstseins. Wobei “Krise” hier die ursprüngliche Bedeutung des Wortes meint: Ein Wendepunkt. Es geht weiter, und mit den Worten von Rainer von Vielen: Es gibt kein Zurück!


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    Stupid Japanese, stop trying to spam my blog!!


    Ihr Leser kriegt das natürlich nicht mit, aber ich hab täglich etliche Spamkommentare hauptsächlich von Japanern, die ich zwar alle lösche, aber es nervt total. Vor allem dass sie echt nicht kapieren, dass es keinen Zweck hat. Deshalb hab ich jetzt einfach mal den Google-Übersetzer bemüht, vielleicht hilft’s ja:

    ここでスパムコメントに書き込むことが愚かなあなたの日本の音!それはとにかく何の目的を持っていない、私はすべて削除してください。

    P.S.: Falls von den Lesern jemand japanisch kann, wäre ich sehr dankbar für eine echte japanische Übersetzung dieses Textes hier: Ihr blöden Japaner, hört auf hier Spamkommentare zu schreiben! Es hat eh keinen Zweck, ich lösche die alle.

    Um es noch klar zu stellen, natürlich habe ich absolut nichts gegen Japaner an sich, aber bei den Spammern in meinem Blog stellen sie die absolute Mehrheit, deshalb richte ich mich so direkt an sie.


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    I walk the line


    Nein, das ist kein Johnny Cash-Fanbeitrag, auch wenn ich den tatsächlich klasse finde. Es handelt sich vielmehr um mein neues Sportgerät: die Slackline. Heute bin ich ihr endgültig verfallen. :-D Es knüpft direkt ans Balancieren vom Parkour-Training an, geht aber noch ein gutes Stück darüber hinaus, denn im Gegensatz zu Geländern u.ä. wackelt diese Slackline ganz schön. Und ich hab sie schon kurz und straff gespannt… Was ist eigentlich so geil daran, auf einer Slackline zu balancieren? Für mich sind es die immer wieder neu auftretenden Erfolgserlebnisse, wenn ich noch einen Schritt mehr hintereinander weg geschafft habe, wenn ich mich auf der stark schwingenden Slackline wieder fange und weitergehe, all sowas. Und damit einhergehend erdet das Slacken ungemein. Das erscheint vielleicht unlogisch, aber dadurch, dass die Slackline nun einmal schwingt & wackelt, kann ich Stabilität nur in mir selber herstellen. Und dieses Gefühl, in mir stabil zu sein, bleibt auch nachher auf der Erde. Es ist echt der Hammer!


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    Paradigmenwechsel: Der Komposthaufen der Geschichte


    Das Bild vom Komposthaufen der Geschichte gefällt mir so gut, dass ich es gleich noch mal für einen Beitragstitel verwende. Getreu dem Cradle to Cradle-Prinzip geht es nämlich nicht darum, etwas Altes “weg” zu werfen, sondern es als Rohstoff wieder in den Kreislauf des Erschaffens von Neuem einzugliedern; es als den Schatten zu integrieren.

    Doch muss es dazu erst wieder zersetzt, in seine Einzelteile zerlegt werden. Die Zusammensetzung unserer vorherrschenden Paradigmen funktioniert nicht mehr. Das umfasst so unterschiedliche Bereiche wie das Schul- und Bildungssystem, Geheimdienste, das Urheberrecht, Führung in Unternehmen und allgemein Organisationen, Steuern, die Trennung von Arbeit und Einkommen in Gestalt des Bedingungslosen Grundeinkommens, die Monogamie und das Lohnarbeitssystem. Auch das Geld als allgemeiner Wertmaßstab sowie Wertaufbewahrungsmittel muss mitsamt dem Schuldprinzip und den Kapitalgesellschaften dran glauben. Das letztliche Ziel ist sogar eine Gesellschaft ganz ohne Geld, in der alle unverdient dazu gehören.


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    Die Schatten beleuchten - Transparenz statt Geheimniskrämerei


    Passend zu meinem Beitrag über Geheimdienste als Ausgeburten des Misstrauens lese ich gerade im aktuellen ZEGG-Reader den Artikel von Achim über Schattenarbeit. Den gibt es auch online bei der Sein-Zeitung aus Berlin. Der entscheidende Abschnitt, der super zur aktuellen Diskussion um die Überwachung durch PRISM & Co. passt, ist dieser:

    Oft sehen wir “den Blick der Anderen als den Tod meiner Möglichkeiten”. Im unterstützenden Umfeld des Forums kann ich spüren, wie der Blick der Anderen der Heilung, dem Wachstum und der eigenen Ermächtigung dienen kann. Ich kann die Erfahrung machen, wie beschützt ich bin, wenn ich mich verletzlich mache, und dass mein größter Schutz meine größte Offenheit sein kann.

    Dazu braucht es natürlich ein Umfeld von Menschen, denen ich auch tatsächlich vertrauen kann. Und ein Zuckerschlecken ist diese Transparenz beileibe nicht:


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    Vertrauen wie ich es nie zuvor gesehen habe


    Heute gibt es einen Film(ausschnitt), der dem Motto “Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben”, gerecht wird. Am Montag hab ich mir eine Slackline gekauft, ob ich allerdings in diesem Leben jemals so weit wie diese Franzosen kommen werde, habe ich keine Ahnung:

    I Believe I can Fly ( flight of the frenchies ). Free segment from sebastien montaz-rosset on Vimeo.

    Den ganzen Film gibt es bei Reelhouse für 7$ zu kaufen.

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    Gebühren von der Zentralstelle für private Überspielungsrechte zurückfordern


    Fefe hatte eine geniale Idee, zu der ich in Form einer Tabelle mit den Tarifen für Urheberrechtsabgaben auf Speichermedien u.a. sehr gerne beitrage: “Ich für meinen Teil kann mir das jedenfalls gut vorstellen, da jetzt alle meine für Backup genutzten CD- und DVD-Rohlinge einzelne anzumelden und jeweils die paar Cent zurückzufordern. Das alleine müsste ja Verwaltungskosten im vierstelligen Bereich verursachen.”

    Hintergrund ist ein gerade veröffentlichtes Urteil des Europäischen Gerichtshofes, das auch für Privatpersonen die Möglichkeit vorsieht, Urheberrechtsgebühren auf Datenträger zurückzufordern, die erwiesenermaßen nicht dem Anfertigen von Privatkopien urheberrechtlich geschützter Werke dienen. Darunter fallen z.B. meine ganzen Linux- u.a. CDs und DVDs. Schaut einfach mal in eure Archive, da findet sich bestimmt was. Bei nur einer CD pro Einwohner sind das schon 80 Millionen Rückforderungen. :)


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    Geheimdienste sind Ausgeburten des Misstrauens


    Dank Edward Snowden sind jetzt die Überwachungsoperationen der Geheimdienste in aller Öffentlichkeit bekannt. Da ich ja unter dem Motto blogge “Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben”, ist das natürlich ein Kernthema für mich. Denn Geheimdienste begründen ihre Existenz aus einem umfassenden Misstrauen in alle anderen. Das zeigt z.B. schön das Kreuzverhör einer Studentin mit zwei NSA-Werbern an einer Uni in Wisconsin.

    Das Prinzip eines Geheimdienstes: möglichst viel über möglichst viele andere herausfinden, ohne dass diese etwas davon mitbekommen, und gleichzeitig über die eigenen Interessen möglichst viele falsche Spuren legen und sich ansonsten in Schweigen hüllen. Nebenbei inszenieren sie gerne Ereignisse wie die Versenkung der Lusitania, den Angriff auf Pearl Harbor, den 11. September 2001, die Ermordung Alfred Herrhausens, die NSU, den Bombenanschlag in Oklahoma usw. usf., um das allgemeine Klima des Misstrauens zu fördern und damit die eigene Existenz zu rechtfertigen. Natürlich ist bei vielen dieser Vorgänge nicht definitiv sicher, ob und wenn ja welcher Dienst dahintersteckt, sie passen jedenfalls allesamt ins gleiche Schema.


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