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In the long run, we will all be reborn into this world
Der Titel spielt auf ein berühmt-berüchtigtes Zitat von John Maynard Keynes an: “In the long run we are all dead.” (“Auf lange Sicht sind wir alle tot.”) Dieser Satz scheint in unserer Kultur selbstverständlich, es steckt jedoch eine ganze Menge dahinter. Nämlich die Vorstellung, dass wir nur ein einziges Leben auf der Erde leben & anschließend entweder in ganz andere Sphären ent- oder gleich ganz verschwinden. Wir kommen jedenfalls nicht mehr in diese Welt hier zurück.
Eine solche Vorstellung ist jedoch alles andere als universal. Im größten Teil Asiens, aber auch in vielen anderen Kulturen, herrscht statt dessen die Vorstellung einer wie auch immer gearteten Reinkarnation vor.
Gerade die beiden momentan weltweit vorherrschenden Religionen, das Christentum und der Islam, gehen bis auf kleine Splittergruppen davon aus, dass der Tod das Ende unserer irdischen Existenz ist. Nur auf dieser Grundlage ergibt eine Haltung von “nach mir die Sintflut” überhaupt Sinn. Sobald ich davon ausgehe, in welcher Form auch immer in die selbe Welt zurück zu kommen, in der ich auch jetzt schon lebe, tue ich alles, was ich für das allgemeine Wohlergehen aller Wesen tue, auch für mich. Umgekehrt schade ich mit allem, was dem Wohlergehen der “anderen” Wesen schadet, auch mir selbst, denn ich werde nach meinem Tod in dieser Inkarnation als ein anderes Wesen re-inkarniert.
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Was ist eigentlich Altersvorsorge?
Was genau tun Menschen eigentlich, wenn sie “fürs Alter vorsorgen”? Damit ist in der Regel gemeint, dass sie finanziell vorsorgen, also “sparen”. Sie legen also Geld “auf die hohe Kante”, damit sie auch später, wenn sie mal nicht mehr so leistungsfähig sind, am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben können.
Damit drücken diejenigen, die finanziell für ihr Alter vorsorgen, das Vertrauen aus, dass auch dann noch soziale Strukturen vorhanden sein werden, die für ihr Wohl sorgen, was sie aus eigener Kraft nicht mehr können. In diesem Fall ist das konkret ein Markt für Güter und Dienstleistungen. Das Vertrauen erstreckt sich auch darauf, dass prinzipiell noch genügend Güter und Dienstleistungen, also genügend gesellschaftlicher Wohlstand vorhanden sein wird.
Wer dieses Vertrauen nicht hat, legt statt Geld lieber physische Vorräte an (Konserven, Holz, Heizöl usw.), hält sich körperlich fit oder macht sogar Survival-Training.
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Back to Gentoo: Ein Poettering-freies Linux
Neuer Rechner, neue Distribution: Auf meinem neuen T430 habe ich nicht wieder Arch Linux installiert, sondern mich für Gentoo entschieden. Mit der neuen Hardware (vor allem auch der SSD) lässt sich das regelmäßige Kompilieren aus den Quellen gut aushalten, & Gentoo hat heutzutage einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen großen Distributionen:
Es kommt ohne systemd aus! Lennart Poettering gibt zwar sein Bestes, um Linux kaputt zu machen, aber nicht mit mir! (andere haben sich schon vor 2 Jahren zu diesem Schritt entschieden) Das war tatsächlich etwas, das mich in der letzten Zeit bei Arch Linux massiv angekotzt hatte. Seit der Umstellung auf systemd lief das System nicht mehr rund, resume klappte nur noch in etwa einem Drittel der Fälle, usw. usf. Das Standard-Initsystem von Gentoo ist und bleibt OpenRC, and that works like a charm.
Natürlich hätte ich mir auch eines der vielen anderen Initsysteme unter Arch einrichten können, also z.B. die daemontools von djb oder s6 oder runit oder auch OpenRC unter Arch Linux (siehe auch).
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KRS-One: Hip Hop ist Worldwork
KRS-One, ein echtes Urgestein des Hip Hop, hat einen Film über 40 Jahre Hip Hop gemacht. Dabei scheint für mich durch, dass Hip Hop im Endeffekt eine Form von Worldwork ist. Es geht um Bewusstsein, es geht um Tiefe Demokratie, nur die Form ist eine ganz bestimmte: Breaking, MCing, Graffiti, DJing & Beatboxing.
Hier sieht man, warum er auch als “The Teacha” bekannt ist:Big respect to the mighty KRS-One!
Nächsten Samstag im Conne Island bei der All 4 Hip Hop Jam.
P.S.: Er hat auch eine klare Haltung zum US-Terrorismus.
Nachtrag vom 20.02.2019: Ein wunderschöner Track von ihm – More Love.
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Ein empathieförderliches Geldsystem
Heute Nachmittag bin ich erst einmal quer durch den Vogelsberg gefahren, was für meine Seele sehr nährend war. Anschließend habe ich dann in Alles fühlt von Andreas Weber weiter gelesen. Das hat sowohl meine Seele & meinen Geist weiter genährt, mich aber auch sehr betroffen gemacht. Mir wurde nämlich deutlich, dass, wenn alles Leben Fühlen ist, unsere kapitalistische Leistungsgesellschaft nicht nur körperlicher, sondern eben auch seelischer Massenmord ist. Unsere Gesellschaft bestraft Fühlen und belohnt Nicht-Fühlen. Spätestens mit der Schule tut sie das systematisch.
Das Wort Oikos bezeichnete ursprünglich den Haushalt einer Gemeinschaft. Wir haben über den Gesetzen (Ökonomie) den Geist des Haushalts (Ökologie) unter den Tisch fallen lassen. Das Ergebnis sehen wir, wohin auch immer man blickt.
Wir Ökonomen sind die Grauen Herren, die mit ihrem Nutzen- und Effizienzwahn das Leben, das Fühlen, aus der Existenz aller Wesen herausrechnen:
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Aufhören, Gegner zu sein
Rüdiger Lenz mit seinem Nichtkampf-Prinzip ist mindestens die Entdeckung des Monats.
Der Mensch hat vor den Kriegen nicht so viel Angst wie vor seiner eigenen Freiheit.
Von solchen Sätzen bringt er haufenweise, nur noch zwei weitere als Appetitanreger:
Was man in Schule lernt, ist, sich von sich selbst abzuwenden.
Wer Macht braucht, ist ohnmächtig.
Um wirklich dauerhaft in Frieden miteinander auf der Erde leben zu können, müssen wir in allen Bereichen aufhören, uns als Gegner zu verstehen und zu verhalten (also das Konkurrenzprinzip auf den Komposthaufen der Geschichte werfen). Das ist mehr als ein Generationenprojekt, aber es lohnt sich.
Hier nun also das Interview bei KenFM:
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Die Opportunitätskosten des Opportunitätskostenkalküls
Die Überschrift wirkt auf die meisten von euch, die keine Ökonomen oder WiWi-Studierende sind, bestimmt abschreckend. Das dahinter stehende Konzept ist aber einfach zu verstehen, also nicht verzagen, sondern weiterlesen! :-)
Dieses Semester hadere ich ohnehin schon mit Mikroökonomie, nachdem ich nun ne ganze Woche + Montag nicht da war, hatte ich einiges nachzuholen. Anlässlich dessen habe ich mir mehrere Bücher ausgeliehen, u.a. Ferry Stockers Spaß mit Mikro. Praktische Mikroökonomik für (ver)zweifelnde Studierende in der 6. Auflage. Das Buch ist ziemlich cool, um in das volkswirtschaftliche Denken hineinzukommen. U.a. auch dafür studiere ich ja Wirtschaftswissenschaften. Allerdings sind mir inzwischen auch die Unzulänglichkeiten dessen noch mal deutlicher geworden.
Ferry Stocker geht in seinem Buch von den Opportunitätskosten aus, die mit jeder Entscheidung verbunden sind. Was ist das? Nun, schlicht der Nutzen, der mir dadurch entgeht, dass ich mich nicht für etwas anderes entschieden habe. In Stockers Worten:
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Stell dir vor, es ist Wahl, und niemand geht hin
Ich bin nicht frei und kann nur wählen,
welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen.Was Ton Steine Scherben in ihrem Klassiker Keine Macht für Niemand besingen, trifft auf die bevorstehende Europawahl zu wie auf jede Wahl in einer Repräsentativen Demokratie. Und wie man z.B. im YouTube-Kanal von Karl Pitz gut nachvollziehen kann, ist die EU eine besonders undemokratische Demokratie.
Aber auch ganz unabhängig von der EU lautet die Grundsatzfrage: wählen gehen oder nicht? Schauen wir uns dazu mal an, was das eigentlich bedeutet. Du hast da so einen Wahlzettel vor dir mit einer Liste von Kandidaten und Parteien, aus denen du eineN auswählst, indem du dein Kreuzchen machst.
Mit diesem Kreuz signalisierst du zwei Dinge:- zum einen, dass du grundsätzlich bereit bist, dich von irgendwelchen Leuten auf dieser Liste regieren, d.h. beherrschen zu lassen
- zum anderen, dass du dich am liebsten von denen beherrschen lässt, bei denen du dein Kreuzchen gemacht hast
Falls du mit Punkt 1 nicht einverstanden bist, dich also von niemandem beherrschen lassen willst, dann darfst du konsequenterweise nicht wählen gehen. Denn andernfalls legitimierst du mit deiner Stimme die Herrschaft des staatlichen Organs, das gerade diese Wahl veranstaltet.
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Worldwork in Warschau
Nach über einer Woche komme ich nun endlich dazu, euch von Worldwork 2014 in Warschau zu berichten, wo ich letzte Woche dabei war. Das war einfach der Oberhammer! Direkt im Anschluss bin ich auch noch zum nächsten Seminar meiner Prozessarbeit-Ausbildung gefahren. Insgesamt war das eine der intensivsten Wochen meines Lebens.
So intensiv übrigens, dass ich am Montag körperlich so kaputt war, dass ich fast den ganzen Tag im Bett lag. Über die Woche habe ich mich nun einigermaßen erholt & dabei festgestellt, dass ich in der kurzen Zeit doch ne ganze Menge Unistoff nachzuholen habe.Worldwork, Weltarbeit, was ist das eigentlich? Nach meiner Erfahrung bezeichne ich es als die Königsdisziplin der Prozessarbeit. Prozessorientierte Psychologie entstand ja in Zürich, wo Arnold Mindell die Jungsche Psychologie dahingehend erweiterte, dass er körperliche Symptome und Signale einbezog. Auch den Begriff des Träumens erweiterte er in dieser Hinsicht (der Körper träumt durch seine Symptome und Signale).
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Sacred Economics (Ökonomie der Verbundenheit) von Charles Eisenstein
Ich schreib mir hier die Finger wund, dabei hat Charles Eisenstein schon so umfassend über die Ökonomie der Verbundenheit geschrieben wie nur möglich. Das englische Original heißt Sacred Economics. Konsequenterweise verschenkt er das Buch komplett als E-Book, auf deutsch könnt ihr es kapitelweise online lesen.
Er gibt eine, wie ich finde, gleichzeitig zutiefst befriedigende und aufregende Antwort auf die Frage, die ich am Ende von Individuelle Freiheit in der Wirtschaft gestellt habe:
Wo soll die Reise hingehen?Hier stellt er die Ideen des Buches in einem Kurzfilm vor:
Sein TEDx Talk ist ebenfalls sehens- und hörenswert:
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