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Der Mossad bringt mich wieder aufs #Koranlesen
Anlässlich des 70jährigen Bestehens des Staates Israel hatte Arte einen Themenabend, bei dem u.a. der Film Inside Mossad gezeigt wurde (noch bis 23. Mai in der Mediathek). Darin kommt naturgemäß auch die Hamas als einer der Haupt-Gegner prominent vor, was mich dazu brachte, tatsächlich mal die ins Deutsche übersetzte Hamas-Charta zu lesen. Ein krasses Dokument, aus dem deutlich hervorgeht, wie fundamentalistische Muslime bzw. Islamisten ticken.
Über die Muslimbruderschaft als Wurzel der Hamas tauchte ich wieder tiefer in die islamische Welt ein und fand dabei zwei nützliche Übersichtsartikel bei watson:
- 6 Grafiken, 16 Fotos und 1 Video für alle, die immer von «dem» Islam reden sowie
- Sunniten und Schiiten, Salafisten und Sufis: Das «Who is Who» der islamischen Gruppen
Konkret zum Koranlesen entdeckte ich nun noch die Seite www.koransuren.com, die vier verschiedene deutsche Übersetzungen parallel nebeneinander anzeigt. Mit meiner Karimi-Übersetzung habe ich dann insgesamt fünf verschiedene Übersetzungen zur Verfügung und bin gespannt, wie sich das angeht.
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Alle hacken auf Facebook rum, dabei sammelt Google ein Vielfaches an Daten
Eben bin ich über die Studie Tracking the Trackers von Ghostery vom Dezember letzten Jahres gestolpert. Daraus geht hervor, dass Google auf über 60% aller Websites mitschnüffelt, Facebook hingegen “nur” auf gut 27%.

Julian Assange hatte schon 2014 darauf hingewiesen, dass Googles Motto “Don’t be evil” reine Verarsche ist.
Auf Facebook kann man schliesslich wesentlich leichter verzichten als auf Google.
Fazit: Vor lauter Facebook-Bashing nicht Google, Amazon, Apple & Microsoft vergessen!
Nachtrag vom 22.05.: Google Removes ‘Don’t Be Evil’ Clause From Its Code of Conduct
Nachtrag vom 12.06.: Die wahre Dominanz von Google – in einem einzigen Chart. In Zahlen: 90,8 % aller weltweiten Suchanfragen laufen über Google-Produkte (inkl. YouTube).
Nachtrag vom 26.12.: If you thought Facebook’s data collection is scary, wait until you check your Google account (verlinkt über den mehrteiligen Artikel How Google Tracks Your Personal Information). Neben der im Artikel erwähnten Google Ads & Analytics Innovations Keynote von 2016 über Micro-Moments gibt es mehr dazu bei Think with Google sowie ein PDF Micro-Moments: Your Guide to Winning the Shift to Mobile.
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In europäischen Traditionen leben
Bei der letzten Schwitzhütte kam auf einmal für mich selber überraschend der tiefe Herzenswunsch zum Vorschein, den Rest meines Lebens in europäischen Traditionen zu leben. Überrascht hat mich dabei die Stärke dieser Sehnsucht; das Thema selbst ist nicht neu für mich.
Aufgewachsen bin mich mit dem protestantischen Christentum, einige Jahre auch in einer evangelikalen Jungschar. Die vielen Geschichten, die ich in dieser Zeit hörte und las, spielten alle in Palästina, im Zweistromland und Ägypten. Sie hatten überhaupt nichts mit Mitteleuropa zu tun, in dem ich lebte und lebe. Diesem Christentum entfremdete ich mich immer mehr und kam im Zuge dessen mit dem Buddhismus in Berührung, einer geistigen Tradition Ostasiens. Später entdeckte ich auch den – indianischen – Schamanismus. Die eine dieser Traditionen hat ihren Ursprung tausende Kilometer südöstlich des Landes, in dem ich aufgewachsen bin und lebe, die andere tausende Kilometer westlich.
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Hoffentlich zuverlässigere zensurfreie DNS-Server
Seit Jahren nutze ich die zensurfreien DNS-Server von CCC und Digitalcourage. Nun waren sie tatsächlich wieder beide gleichzeitig offline, was ich zuletzt vor 9 Jahren erlebt hatte. Um nun ohne funktionierenden DNS-Resolver alternative DNS-Server recherchieren zu können, fiel mir zum Glück ein, dass Cloudflare neuerdings unter der 1.1.1.1 ebenfalls einen DNS-Resolver betreibt. Den habe ich also temporär benutzt, um dann bei Mike Kuketz im Blog fündig zu werden. Meine neuen DNS-Resolver lauten nun in der Reihenfolge
- 194.150.168.168 2. 84.200.70.40 Bei der Gelegenheit habe ich außerdem Quad9 entdeckt, die unter der 9.9.9.9 einen Resolver anbieten, der auch noch bekannte Malware-IPs rausfiltert. Dauerhaft würde ich denen nicht vertrauen, aber falls sonst nix geht, ist die IP auf jeden Fall leicht zu merken.
Zum Schluss verlinke ich noch mal auf die DNS-Anleitung des CCC.
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Alle Facebook-Nutzer unterliegen jetzt US-Jurisdiktion
Facebook macht sich den Umgang mit der EU-DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) leicht: Alle bisher in Irland gespeicherten Nutzerdaten wandern in die USA und unterliegen damit der US-amerikanischen Rechtsprechung. LinkedIn tut das übrigens auch, sagt der Guardian.
Zum Vergleich: Google arbeitet derweil an nicht-personalisierten Werbeanzeigen.
Facebook hat nun auch offiziell erklärt, dass sie von allen Internetnutzern Daten sammeln:
“When you visit a site or app that uses our services, we receive information even if you’re logged out or don’t have a Facebook account. This is because other apps and sites don’t know who is using Facebook.”
Ich erinnere daher noch mal an die Möglichkeit des Facebook-Ausstiegs (die allerdings noch nicht vor dem Schnüffeln auf Drittwebsites bewahrt).
Nachtrag vom 27.04.: Behaltet bei allem Facebook-Bashing unbedingt auch Google im Auge!
Nachtrag vom 07.05.: Bei Google gibt es jetzt ein paar mehr Details zu nicht-personalisierter Werbung:
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2.500 Jahre europäische Geschichte jahresgenau
Anlässlich meines neuen Europa-Fokus präsentiere ich hiermit eine Animation der europäischen Geschichte seit 400 vor Christus Jahr für Jahr. Anlässlich dieses Videos habe ich erstmals die YouTube-Funktion genutzt, dass man die Abspielgeschwindigkeit anpassen kann. Mir ging es nämlich manchmal zu schnell. Den Ton stellt man dann aber besser ab…
Für den besseren Überblick empfehle ich außerdem Vollbild.
Wer weiter zurück will, findet im alten Beitrag Worldwork in Warschau eine Animation von 5.000 Jahren europäischer Geschichte.
Das obige Video ist allerdings viel genauer und dadurch z.B. auch sehr aufschlussreich im Hinblick auf aktuelle Unabhängigkeitsbestrebungen wie die von Katalonien. Erst durch dieses Video wurde mir auch klar, wie früh Bulgarien schon eine Rolle gespielt hat, dass Böhmen immer wieder mal ein eigenständiges Reich war, auch habe ich von der Kalmarer Union erfahren. Sehr lehrreich!
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Wenn der Islam nicht zu Europa gehört, dann auch nicht das Christentum
Der neue Heimatminister Seehofer hat bekanntlich von der AfD den Satz übernommen “Der Islam gehört nicht zu Europa.” Folgt man dieser Logik, dann gilt das gleichermaßen für das Christentum, denn das kommt ebenso aus dem Nahen Osten. Jesus war ein palästinensischer Jude, die Jünger waren palästinensische Juden, & auch Paulus, der aus der religiösen Graswurzelbewegung eine Kirche gemacht hat, war palästinensischer Jude.
Der christliche Glaube beruht komplett auf Geschichten aus dem Nahen Osten, also Asien und z.T. auch Afrika (in erster Linie Ägypten). Das Heilige Land des christlichen Glaubens ist Palästina. Diese Religion gehört folglich nicht zu Europa, wie sie auch nicht zu Amerika gehört. Das hören die Konservativen aus der Christlich-Sozialen Union und der Christlich Demokratischen Union allerdings nicht gern…
Im fünften Kapitel von Das Ende der Megamaschine beschreibt Fabian Scheidler, mit welch brutaler Gewalt sich diese Religion aus dem Nahen Osten im nördlichen Europa ausbreitete:
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Wenn die Aufmerksamkeitsökonomie heiss läuft
Über die Aufmerksamkeitsökonomie im Netz habe ich mich ja schon vor 2 Jahren und auch davor & dazwischen immer wieder ausgelassen. Mit den neuesten Skandalen läuft sie nun endgültig heiss. Über Facebook sagt Tim Wu zutreffend, dass das Problem schlicht darin liegt, dass Facebook, wie auch die anderen Medienkonzerne, profitorientierte Unternehmen sind. Sascha Lobo haut in die gleiche Kerbe:
Wenig empört die Öffentlichkeit so sehr wie das Gefühl, manipuliert worden zu sein. Genau das ist die riesige Ambivalenz des Werbemarktes, und zwar schon immer: Werbekunden wollen, dass ihre Werbung eine Wirksamkeitsgarantie hat - aber das Publikum versteht unter “Wirksamkeitsgarantie” Manipulation. Darin liegen Schwierigkeit und Gefahr für Facebook bei diesem Skandal. Das Social Network muss öffentlich behaupten, dass seine Werbung keine Manipulation ist (für das Publikum) und zugleich, dass seine Werbung als Manipulation funktioniert (für Werbetreibende).
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Atomwaffen in meinem Heimatdorf
In der ARD-Mediathek gibt es noch bis 18.04. die Doku Als die Atombomben Deutschland veränderten zu sehen (darauf aufmerksam wurde ich durch Markus Kompas Blog). Die schaue ich mir gerade mit beklommenem Gefühl an.
In meinem Heimatdorf Alten-Buseck lagerten nämlich auch Atomwaffen. Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel zum Sondermunitionslager Alten-Buseck, von dort habe ich den Google Maps-Link. Offenbar wird die Anlage seit Anfang diesen Jahres abgerissen.
Hätte sich der Kalte Krieg zu einem heißen Krieg entwickelt, dann wären wir dort mit als erste draufgegangen, Stichwort Fulda Gap.
Nachtrag vom 22.02.2019: Kalter Krieg 2.0 – The Return of the Fulda Gap
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#DeleteFacebook - sag ich doch
Nun gibt es also auch ein Hashtag zum Facebook-Ausstieg: #DeleteFacebook. Ich hätte allerdings eher #Fexit dafür genommen. ;-) Jedenfalls bin ich ja schon vor dem Aufkommen dieses Hashtags zum zweiten Mal dort ausgestiegen.
Zusätzlich dazu unterstütze ich hiermit ausdrücklich den Vorschlag von Fefe, den er in seinem Interview mit Meedia macht:
Die erste wichtige Sofort-Aktion wäre, dass die Medien alle Like-Buttons entfernen. Das sind Wanzen für Facebook. Das Einblenden so eines Buttons liefert die eigenen Leser Facebook ans Messer. Ich finde es verlogen, wenn dieselben Medien, die auf ihrer Homepage Dutzende von Trackern und Werbenetzwerken einblenden, dann anklagend den Zeigefinger gegen Facebook erheben.
In seinem Blog empfiehlt er deshalb:
Liebe Leser, angesichts der Facebook-Cambridge-Analytica-Geschichte wäre jetzt vielleicht der geeignete Moment, mal euren Lieblings-Blogs und Zeitungen freundliche (!) Leserbriefe zu schreiben, dass sie bitte die Like-Buttons wegmachen sollen. Und vielleicht auch gleich die anderen Tracker, wenn euch danach ist.
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