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Wissenschaft & Effektive Mikroorganismen
Auf der Geburtstagsparty desjenigen, der die Pflanzenkläranlage der Kulturfabrik kontrolliert, entwickelte sich ein sehr spannendes Gespräch mit einem Professor für Mikrobiologie, der sich speziell mit Wasseraufbereitung beschäftigt (Hans-Curt Flemming). Unter anderem fragte ich ihn nach seiner Einschätzung von Effektiven Mikroorganismen. Ein Freund von mir vertreibt nämlich diverse solcher Produkte, & daher habe ich in meiner Wasserflasche nun auch so EM-Dinger (Geld ausgegeben hätte ich dafür allerdings nicht):

Der Mikrobiologe sagte, dass das alles Humbug sei & Teruo Higa keine Ahnung von Mikroorganismen habe. Beeindruckt hat mich seine Wissenschaftlichkeit, eine Haltung, der ich auch anhänge. Phänomene wie die behaupteten Wirkungen von EMs sind überprüfbar & damit gehören sie gefälligst auch überprüft. Bei den EMs - wie auch bei vielen Wasserfiltern u.ä. Gerätschaften - lässt sich im Experiment die behauptete Wirkung nicht nachweisen. Die EMs beispielsweise werden einfach von den bereits vorhandenen Mikroben aufgefressen & das war’s dann mit der reinigenden Wirkung.
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Grabstejn Worldfest
Die Kulturfabrik heisst nicht ohne Grund so: Am Donnerstag habe ich in der Hillerschen Villa beim Chor mitgesungen, heute war ich mit ein paar Leute aus der Kulturfabrik beim Grabstejn Worldfest. Das ist ein Weltmusik-Festival auf Burg Grabstejn/Grafenstein in Tschechien, nur ein paar Kilometer von hier. Hauptsächlich waren wir als Fanclub der Trommelgruppe Balumuna dort:


Der Trommler mit Hut ist Rolf Monitor, wohnt in der Kulturfabrik & hat die Gruppe mit gegründet. Damit stelle ich überhaupt das erste Mal einen Gemeinschaftsbewohner mit Foto hier vor. Mir ist selbst nicht klar was mich zurückhält, aber ich habe noch kein einziges Foto der BewohnerInnen z.B. beim Essen gemacht. Ob das ein zu starker Eingriff in die Privatsphäre wäre könnte ich ja einfach fragen. Aber ich tu’s nicht. Hmm.
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Eindrücke von der Kulturfabrik Mittelherwigsdorf & ihren BewohnerInnen
Die Mitarbeitswoche ist vorbei & ich bleibe als einziger Gast noch hier, deshalb sammel ich einfach mal unsortiert, was in den letzten Tagen passiert ist & was ich von hier erfahren habe. Arbeiten tue ich in erster Linie im Kinosaal, den hab ich quasi als meine persönliche Baustelle adoptiert ;-)
So richtig los ging es 1997 mit der Kulturfabrik, da wurde auch das Kino in Betrieb genommen. Das war zuerst ein reiner Insidertip & hat sich mit den Jahren zu einem gut besuchten Szenetreff entwickelt. Überhaupt ist hier im Dreiländereck kulturell ne ganze Menge los, wie ich erfuhr. Enge Connections gibt es von der Kulturfabrik zur Hillerschen Villa. Ein Mitbegründer der Kulturfabrik betreibt dort das Café Jolesch, wo wir letzten Freitag Essen waren (sehr zu empfehlen!). Anschliessend haben wir uns den Film “Das Meer in mir” im Freilichtkino bei den Zittauer Filmtagen angeschaut. Das Kino wird u.a. von BewohnerInnen der Kulturfabrik betrieben.
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Beten
Nachdem wir uns zu später Stunde in der Küche trafen & sogar nachts um halb eins noch mit Kuchen backen angefangen wurde, schmökerte ich danach noch in “The Legacy of Luna” von Julia Butterfly Hill. Dabei merkte ich erneut, wie wichtig & gut es ist zu beten. Immer wieder.
Wenn’s einem gut geht, wenn’s einem schlecht geht, wenn’s grad überhaupt nicht passt, beim Spaziergang im Wald, in der Strassenbahn, … Immer wieder halt.
Beten bedeutet sich mit dem Göttlichen verbinden. Das muss gar nicht in der klassisch-christlichen Form sein, dass mensch mit der Person “Gott” spricht. Beten geht nur, wenn ich mich hingebe. Darum geht es: ein Mensch anerkennt, dass er/sie ein begrenztes kleines Wesen in einem unendlichen All ist. Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt. Weise oder grossartig bin ich auch nicht. Weise ist dieses grosse, unfassbare göttliche All.
Wenn ich bete, dann bitte ich um Rat für mein Leben, um einen kleinen Klecks Weisheit. & am Wichtigsten ist es diese Ratschläge zu hören & anzunehmen. Sie klingen nämlich meist gaanz anders als ich selber mir das vorgestellt hatte.
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Kinosaal streichen und Forum
Der Tag begann mit einem Blick aus dem Fenster, wo sich mir das wunderschöne Wetter offenbarte:

Heute wie die letzten Tage habe ich viel im Kinosaal gestrichen:

Dabei hatte ich bis heute Nachmittag das Gefühl noch nicht richtig hier angekommen zu sein. Ich fühlte mich eher wie ein “Gastarbeiter”. Heute war ich im Forum (schon wieder eine ZEGG-inspirierte Gemeinschaft…) & hab da genau das Thema reingebracht: Wie beheimate ich mich als Nomade da wo ich grad bin? & das tat richtig gut. Nach meinem Auftritt bin ich angekommen, fühlte mich gleich viel wohler.
Weil mir grad nix sinnvolles Eigenes mehr zu schreiben einfällt hier ein Spruch aus dem Talmud:
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
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Erster Arbeitstag in der Kulturfabrik Mittelherwigsdorf
Heute hab ich den grössten Teil des Tages in der Kulturfabrik Mittelherwigsdorf gearbeitet. Bin noch gar nicht dazu gekommen, die Leute über die Gemeinschaft auszufragen sondern direkt mit Wände streichen & Kinositze renovieren eingestiegen:

Immerhin habe ich erfahren, dass das Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts entstand (Baugenehmigung von 1906) & zuerst eine Nudelfabrik war. Bevor die Gemeinschaft hier eingezogen ist, war eine Möbelfabrik hier drin, deshalb steht unten auch noch ein grosses Fass Knochenleim rum, den wir zum Leimen der Kinositze verwendet haben.
Zum Abschluss für heute noch die Ansicht von der Strasse aus:

sowie vom Hof betrachtet:

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Mein neuer Tramprekord
In nicht mal neun Stunden bin ich heute von Bielefeld (Rasthof Herford) bis nach Mittelherwigsdorf (bei Zittau) getrampt. Erst stand ich ne Stunde in Herford & dachte mir ’na das kann ja was werden…’
Dann bin ich in 2 Stationen in schneller Folge die A2 runter bis zum Rasthof Börde kurz vor Magdeburg & dort bis Dresden mitgenommen worden. Am Rasthof “Dresdner Tor” war grad ein Gewitter durchgezogen & die ersten Leute die ich ansprach (mit Kennzeichen ZI) haben mich bis Eibau mitgenommen. Von da bin ich die letzten Kilometer mit einer Frau mitgekommen, die die Kulturfabrik sogar kennt. Sie hat mich direkt hingebracht.
Pünktlich zum Abendessen kam ich an & schlug mir erst mal den Bauch voll. Jetzt tippe ich in einem Zimmer nur für mich diesen Text & werd mich gleich ins Bett hauen.
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Zwischenstopp in Bielefeld
Nach dem Jahnishausener Sommercamp bin ich letzten Sonntag nach Bielefeld getrampt, weil ich hier noch einige Dinge zu regeln hatte. Z.B. habe ich das Guthaben meiner Stadtwerke-Schlussrechnung einkassiert, mein Ausbildungszeugnis noch mal persönlich abgeholt (auf dem Postweg war’s verknickt worden) & bei der Gelegenheit meine ehemaligen KollegInnen besucht. In erster Linie habe ich mein Notebook abgeholt & dafür das Zelt eingelagert. Fortan werde ich dank des eigenen Rechners öfter bloggen können. & kann dabei noch Musik hören :-D Weiterhin hab ich einen Teil meines Sperrmülls zur Recyclingbörse gebracht.
Das wichtigste materielle Ergebnis meines Bielefeldaufenthalts ist mein neuer Rollkoffer:

Kostenpunkt inklusive Schrauben, Muttern & Unterlegscheiben ausm Baumarkt: 7,31 EUR! Übrigens ist das das erste Foto mit meiner eigenen Digicam!!! Jetzt bin ich top ausgerüstet als HiTec-Gemeinschaftsreisender.
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Wir biegen den Regenbogen
In einer Woche Sommercamp ist ne Menge passiert, in der Gruppe der Gäste, in der Gemeinschaft Jahnishausen & auch in mir. Als ein grosses Thema hat sich Kinder & Eltern in der Gemeinschaft herauskristallisiert. Da schwelt wohl schon seit etwa einem Jahr schon ein Konflikt zwischen den Eltern, vor allem den Müttern, & der Gemeinschaft. Einerseits fühlen sich die Eltern nicht genügend unterstützt von der Gemeinschaft, andererseits ist noch überhaupt nicht geklärt, wie weit sich die Gemeinschaft in das Verhältnis zwischen Kindern & Eltern einmischen darf/soll. Als einer der nächsten wichtigen Punkte steht demnach an, dass die Gemeinschaft Jahnishausen ein pädagogisches Konzept entwickelt.
Neben solchen ernsten Themen hat das vormittägliche Arbeiten Spass gemacht & teilweise ungeahnte Kräfte & Talente geweckt (z.B. beim Abtragen eines Schutthaufens). Als Beispiel ein Foto von mir beim Gemüse Schnippeln in der Küche:

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Sommercamp in Jahnishausen
Am Sonntag bin ich zur Lebens(t)raum-Gemeinschaft Jahnishausen getrampt & da ging’s gleich nahtlos weiter mit dem nächsten Sommercamp. Motto: “Wir biegen den Regenbogen.” Jahnishausen ist ein kleines Dorf bei Riesa in Sachsen. Wem das noch immer nichts sagt: die nächste grosse Stadt ist Dresden. Mein erster Eindruck von Jahnishausen war: Baustelle. & dieser verfestigte sich in den nächsten Tagen noch. Die Leute von der Lebens(t)raum-Gemeinschaft haben nämlich ein altes Rittergut gekauft, das seit der Wende leer stand & dem entsprechend heruntergekommen ist. Da gibt’s monstermässig viel zu tun bis das alles wieder bewohnbar ist. & die Gemeinschaft selber ist auch noch eine Baustelle, weil sie erst seit vier Jahren besteht.
Jahnishausen ist die erste für mich neue Gemeinschaft auf meiner Reise, deshalb habe ich mir zwischendurch immer wieder Dinge notiert. Ich fange mal an mit den umfangreichen Infos vom Geländerundgang.
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