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Neu, jetzt noch besser! Kapitalistische Tendenzen im Open Source-Bereich
Draußen schüttet’s, eigentlich also ideales Wetter für Computertätigkeiten. Mein Rechner ist allerdings durch Updates blockiert. Zum Rumranten reicht es noch. ;-)
Ich arbeite mich nämlich gerade durch die Anleitung zum Upgrade auf KDE Plasma 5. Und das daaauert. Und es funktioniert natürlich nicht auf Anhieb alles, sondern es gibt immer wieder virtuelle Steine aus dem Weg zu räumen (und jetzt rechnet mal von meinem persönlichen Aufwand hoch auf alle, die sich damit herumschlagen müssen!).Nun frage ich mich, wozu überhaupt der Aufwand. KDE 4 lief doch stabil & einwandfrei. Aber nein, es müssen neue Features her.
Das kennt man üblicherweise von kommerziellen Software-Anbietern. Die machen ihre geplante Obsoleszenz ganz öffentlich, siehe z.B. Microsofts Support Lifecycle. Ich spreche hier ganz bewusst von geplanter Obsoleszenz, denn Software wird ja im Prinzip nie schlecht und geht auch nicht kaputt. Eher ist sie von vornherein schon kaputt, d.h. voller Bugs.
Auch bei kommerzieller Software finde ich den Update-Zwang nicht in Ordnung, aber nachvollziehbar. Immerhin wollen die ständig was verkaufen, & dafür brauchen sie eben ständig Updates und Upgrades.
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Warum gilt Osho als erleuchtet, Trump oder Erdogan aber nicht?
Ja, manchmal scheine ich sehr seltsame Gedanken zu haben. ;-)
Aber mal im Ernst: Wie kommt es eigentlich, dass nur Menschen als erleuchtet gelten, die sich durch bestimmte Eigenschaften wie Friedfertigkeit, heiteres Gemüt, Nicht-Anhaftung usw. auszeichnen? Widerspricht das nicht gerade dem erleuchtet sein?!Schauen wir uns doch mal an, was das bedeutet, erleuchtet zu sein: Durchschauen, dass hier einfach die Einheit mit sich selbst spielt. Siehe Käptn Peng:
Von außen können wir gar nicht sicher erkennen, ob jemand anderes das durchschaut hat. Daher meine Frage: Woher wissen wir eigentlich, dass Osho erleuchtet war (nur als ein Beispiel)? Und woher wissen wir, dass z.B. Donald Trump oder Recep Tayyip Erdoğan nicht erleuchtet sind?!? Es kann doch sein, dass die beiden sehr wohl erkannt haben, dass wir hier ein Spiel miteinander spielen, in dem wir jede Rolle spielen können, die uns beliebt. Und die beiden spielen halt ihre jeweilige Rolle (& lachen sich vielleicht heimlich kaputt über das Spiel). Für ihre Rollen kommt es, anders als bei der Rolle des “Erleuchteten”, darauf an, das Spiel ganz wichtig zu nehmen und es eben nicht als solches zu benennen.
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100 Jahre Sykes-Picot-Abkommen
Um zu verstehen, was im Nahen Osten los ist, kommt mensch um das Sykes-Picot-Abkommen zwischen Frankreich und Großbritannien nicht herum, das im Mai seinen 100. Jahrestag hatte. In diesem Abkommen haben diese beiden Staaten den Grundstein für alle heutigen Konflikte dort gelegt.
In der FAZ gab es einen Artikel zum Jahrestag mit vielen, teils ernüchternden Details:
Diese Gebiete waren unter osmanischer Herrschaft relativ friedlich gewesen. Die Osmanen hatten durch eine kleinteilige Aufteilung des Gebiets Konflikten vorgebeugt, die entstehen, wenn viele unterschiedliche Gruppen in einem Staat zusammenlebten. Zudem wurden die kleinen Einheiten effizienter verwaltet. Die Kolonialmächte hatten das nicht begriffen: Sie legten drei osmanische Provinzen zusammen und nannten das Gebilde dann Irak. Drei andere Provinzen hießen nun Syrien, ohne dass es solche Nationen gegeben hätte. Um diese künstlichen Gebilde zusammenzuhalten, bedurfte es erst der Kolonialstaaten, dann repressiver Diktaturen. Als diese wegfielen, stürzte die Region in Krieg und Chaos. Der Westen versucht zwar, die alte Ordnung in den hundert Jahre alten Grenzen zu retten. Eine neue, stabile Ordnung, die an Sykes-Picot anknüpfen könnte, zeichnet sich aber nicht ab.
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Meine Wurzeln im Osten
Ihr Lieben, ich weine gerade mal wieder. Diese Frauen hier kommen aufs Ancient Trance:
Wenn ich solche Musik & solchen Gesang höre, schwingt etwas ganz tief in allen meinen Zellen. Alte, uralte Wurzeln. Das geht viel weiter als dass meine Eltern & Großeltern aus Ostpreußen vertrieben wurden. Das reicht noch in die Zeit, bevor der Deutschritterorden angefangen hat dort herumzumetzeln.
Das ging mir schon bei der Warsaw Village Band so, und es hat mich wieder.
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Heil Erdogan
In einem Kommentar zu Arprins Artikel “Weiter mit Erdogan” schreibt jemand:
Erdogan arbeitet gerade eins zu eins das Drehbuch der Ereignisse und Entwicklungen aus dem Deutschland von 1933/34 ab. Ermächtigungsgesetz, Regieren nur auf der Basis von Notverordnungen, seine islamische SA als Hilfstruppe der Regierung und der Ordnungskräfte, Ausreiseverbote für nicht Linientreue, Säuberung der Behörden und des Ausbildungswesens von Regierungskritikern. Wie viel mehr brauchen eigentlich unsere Politiker noch um darauf eine angemessene Antwort zu geben? Zuallererst sollte man unsere Soldaten dort abziehen. Und die Amis sollten mal ganz schnell ihre Atomwaffen verladen und nach Hause bringen.
Er vergisst dabei noch den Reichstagsbrand aus dem Drehbuch. Da passt ein Hitler-Vergleich tatsächlich gut hin, & Erdogan hat ihn ja bekanntlich selber schon gebracht. Was der Tagesspiegel als “peinlichen Ausrutscher” bezeichnet, fällt vermutlich eher in die Kategorie Mein Kampf.
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Toller Text über prozessorientierte Psychologie
Mir fällt es nach wie vor schwer, Leuten zu erklären, was ich da in meiner Ausbildung in Prozessorientierter Psychologie eigentlich mache. Eben habe ich einen tollen Text dazu gefunden, während ich Arnold Mindells Buch Der Weg durch den Sturm mal wieder im Netz rausgesucht habe. Das gibt es übrigens für sage & schreibe 4 € beim Verlag. Der gefundene Text stammt übrigens auch noch aus der Oya und trägt den Titel Das tiefe Träumen wagen. Meine Lieblingsstelle daraus mit dem von mir hervorgehobenen Lieblingssatz:
Alle sekundären Prozesse, vor allem köperliche Symptome, suchen Grenzen zu erweitern. Damit zu arbeiten, heißt, etwas Bekanntes zu verlassen und das Wagnis des Unbekannten einzugehen – was oft mit Verwirrung oder einer Krise einhergeht. Veränderung in diesem Sinn bedeutet auch, an verinnerlichte kulturelle Grenzen zu stoßen. Jede persönliche Transformation, so Mindell, muss daher auch den Status quo der Welt stören. Innere Arbeit bedeutet für ihn immer auch eine Arbeit an der Welt.
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Aufständische verwirken in der EU ihr Recht auf Leben
Ab und zu mal schaue ich weiterhin in Jennys Blog rein, und der neueste Beitrag hat es echt in sich: Tötung von Putschisten: In der EU wäre das womöglich legal. Und Tatsache, Artikel 2 Absatz 2 c der Europäischen Menschenrechtskonvention besagt:
Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.
Dexit jetzt!!!!
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Kopf hoch
Inspiriert durch die Fülle von DeutschRap, den ich mir gerade stundenlang auf Soundcloud & YouTube angehört habe, habe ich eben noch eine kleine aber feine Playliste mit dem Namen Kopf hoch erstellt. Wenn du gerade das Licht am Ende des Tunnels nicht erkennen kannst, dann hör doch mal rein:
Wenn du noch Lieder kennst, die in diese Playliste reingehören, dann schreib nen Kommentar.
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Digital Information in the Public Domain
Vor kurzem habe ich eine Hausarbeit für das Seminar “Informatik und Gesellschaft” im Rahmen meines Informatikstudiums wiedergefunden, die heute ihren 16. Geburtstag feiert. Sie stammt vom 5. Juli 2000 und enthält schon einige der roten Fäden, die mein Leben seither begleiten (siehe die Liste der Tags). Lest selbst:
Hier noch mal als Direktlink: Digital Information in the Public Domain.
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Wir ziehen uns buchstäblich selbst den Boden unter den Füßen weg
Seit letztem Jahr bin ich Mitglied bei der neu gegründeten BioBoden Genossenschaft. Die hatte gestern ihre erste Generalversammlung. Obwohl das ja eigentlich eine tolle Initiative ist, bin ich ziemlich geplättet nach Hause gekommen (auch wegen der Hitze). Ich habe nämlich ein paar Fakten erfahren, die mich erschütterten. Zuerst lernte ich, dass es in Mitteleuropa 2.000 Jahre dauert, bis 10 Zentimeter fruchtbarer Boden entstanden sind. Als ich dann in einer Broschüre der Initiative Boden. Grund zum Leben. folgendes las, fühlte sich das an wie ein Schlag in die Magengegend:
In den vergangenen 40 Jahren ist durch Überweidung, Entwaldung und nicht nachhaltige Bodenbewirtschaftung bereits ein Drittel der weltweiten Ackerfläche unbrauchbar geworden.
Da ist die Megamaschine am Werk, die mitten dabei ist, sich selbst aufzufressen. Charles Eisenstein beschreibt das im siebten Kapitel mit einer chinesischen Sage:
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