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    Willkommen in der Simulation


    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. – Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.

    (Douglas Adams, Das Restaurant am Ende des Universums.)

    Heute gibt’s mehr Bewusstseinsraketentreibstoff, diesmal vor allem aus dem Gebiet der Physik. Ein Freund hat mich auf den Physiker Thomas Campbell aufmerksam gemacht, der die verwirrenden Beobachtungen der Quantenmechanik so deutet, dass wir uns in einer (digitalen!) Simulation befinden:

    Neben diesem kurzen Vortrag gibt es noch einige andere deutsch synchronisierte Videos von ihm. Er bezieht sich außerdem auf den schwedischen Philosophen Nick Bostrom, der als erster die Simulationshypothese formulierte. Brian Whithworth hat dazu im Jahr 2010 drei Artikel geschrieben.


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    Mein erster Klartraum mit Reality Check


    In meinem Leben hatte ich schon einige Klarträume bzw. luzide Träume, also Träume, in denen ich mir dessen bewusst war (wurde), dass ich gerade träume. Nachdem ich seit einigen Wochen einen sehr simplen Reality Check praktiziere, habe ich den letzte Nacht das erste Mal im Traum angewendet. Man hält sich einfach die Nase zu & versucht, einzuatmen. Im Wachzustand geht das nicht, im Traum hingegen schon – du hältst dir ja nicht deine physische Nase zu, sondern deine Traumnase, während dein Körper munter weiteratmet. Jedenfalls bin ich im Traum geflogen & habe mir dann (wie schon so manches Mal) gedacht, “hey, ich fliege, das heißt wohl dass ich träume”. Also Nase zugehalten & eingeatmet. Es funktioniert tatsächlich!

    Danach ging es aber erst so richtig ab. Ich muss sagen, dass ich Reality Checks unterschätzt hatte. Ich dachte bisher immer, die sind “nur” dazu da, mich im Traum daran zu erinnern, mir überhaupt die Frage zu stellen, ob ich träume. Weil ich aber damit direkt teste, ob ich gerade träume oder wach bin, bekommt das Ganze einen deutlich höheren “Realitätsgrad”. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich gerade im Traum bin. Mein Bewusstsein ist also das volle Wachbewusstsein, mit dem ich mich nun in der Traumwelt bewege. Und ich kann diese Traumwelt – in Grenzen zwar, das ist sicherlich auch Übungssache – direkt durch meinen Willen gestalten. Das ist der Hammer!!!


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    To Russia with love


    Anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi binde ich das Lied des ersten lesbischen Chores auf dem Balkan, Le Zbor, ein:

    Für Sonntag habe ich eine schöne Alternative zum Olympia glotzen, da trete ich nämlich mit den Tollkirschen in der Moritzbastei auf.

    Google hat heute auch etwas zu sagen: Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay. - Olympische Charta, übersetzt von Google

    Aber was die Schweden hier auf die Beine gestellt haben, toppt alles:

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    Das Klare Licht und eine Durchsage zum Karmagesetz


    Nachdem ich nun schon den ganzen Tag “Hearts” von L.S.G. (Oliver Lieb) auf Repeat höre, ist dieser Beitrag fällig.

    Bei diesem göttlichen Track kann ich nämlich allen Ernstes das Klare Licht hören!!! Aus diesem Grund hat er sich Platz 1 in meiner Techno Classix-Playliste redlich verdient.

    Das Klare Licht? fragst du dich? Es handelt sich um das, was hinter allem steht, das Dao, das nicht gesagt werden kann, die Leere, das Nichts. Alle diese Worte können es nicht erfassen, sondern nur darauf hinweisen.

    Eine prominente Rolle spielt es im Anderen Totenbuch von Wulf Mirko Weinreich, das eigentlich in jedem Haushalt vorhanden sein sollte. Der Untertitel “eine praktische Anleitung zur Sterbebegleitung” stimmt einerseits, ist andererseits aber auch eine grandiose Untertreibung. Denn wie für das Tibetische Totenbuch insgesamt ist auch diese Überarbeitung des Textes für unsere Kultur sowohl dazu da, um Sterbenden vorgelesen zu werden, als auch für die Lebenden. Die Befreiung ist beim Lesen für mich absolut greifbar.


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    Das Prinzip Führung


    Auf Anregung von Wolfgang Berger in dessen Buch Business Reframing habe ich mir aus der Unibibliothek das Buch “Sternstunden der Führung” von Hans-Christian Altmann ausgeliehen und inzwischen durchgelesen. Es dürfte eigentlich niemand einen MBA verliehen bekommen, ohne dieses Buch verinnerlicht zu haben. Leider wird es allerdings vom verlag moderne industrie nicht mehr aufgelegt und ist auch gebraucht nicht mehr zu bekommen.
    Um diesen Missstand zu beheben, habe ich schon Kontakt zur Initiative Kulturwandel in Unternehmen aufgenommen, dass die sich doch mal reinhängen, eine Neuauflage zu veranlassen (& ggf. zu finanzieren). Ihr könnt auch gerne Mails an Verlag & Autor schreiben, das Buch ist nämlich absolut lesenswert.

    Da das Buch so komplett vergriffen ist, fasse ich in diesem Beitrag die wesentlichen Punkte zusammen, ergänzt durch meine Analyse des Punktes, in dem Altmann zu kurz greift: nämlich dass er das Prinzip Führung immer noch an einzelnen Personen festmacht. Historisch war das zwar so, aber wie ich schon im Zusammenhang mit unserer Lern- und Prüfungskultur geschrieben habe, sind die Herausforderungen unserer Zeit so groß, dass wir sie nur noch gemeinsam bewältigen können. Einzelne sind damit hoffnungslos überfordert.


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    MDR-Doku-Soap über die Gemeinschaft in Jahnishausen


    Zur Zeit läuft im MDR eine 4teilige Doku-Soap über die Lebenstraumgemeinschaft Jahnishausen, in der ich immerhin fast ein Jahr lang gelebt habe. Beim Anschauen der Videos, die es in besserer Qualität in der ARD-Mediathek zu sehen gibt, habe ich echt Sehnsucht bekommen die Gemeinschaft mal wieder zu besuchen – ist von Leipzig aus ja auch nicht weit weg. Auf der MDR-Seite Träume im Rittergut – Anders leben in Jahnishausen findet ihr eine Menge Hintergrundinfos & vor allem etliche Porträts von Gemeinschaftsmitgliedern, insgesamt sehr lebensnah.

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    Bewusstseinsraketentreibstoff


    Vor etwa zwei Monaten habe ich eine Bewusstseinsrakete gestartet, an der ich viele Jahre zuvor gebaut habe, ohne mir dessen so wirklich bewusst (sic!) gewesen zu sein.
    Da wir alle einzigartig sind, braucht natürlich auch jeder Mensch zumindest leicht unterschiedliche Ingredienzien, um seine Rakete zu bauen und zu starten. Aber wir teilen ja andererseits über 99% unserer DNA, so dass man sich da schon bei anderen inspirieren lassen kann.
    Aus diesem Grund liste ich hier noch mal die aus meiner heutigen Sicht wesentlichen Komponenten auf (einiges davon überschneidet sich mit dem Danke-Beitrag, wo noch etliche weitere menschliche Zutaten zu finden sind):

    Auf körperlicher Ebene waren die 10 Senmotic-Sitzungen bei Ronny Liebmann die Hauptursache dafür, dass ich meine existenzielle Angst verloren (bzw. losgelassen) habe. Das gibt es z. B. auch in Berlin. Die Faszien sind unser größtes & damit definitiv am stärksten unterschätztes Sinnesorgan – neben vielen anderen Funktionen.
    Ebenfalls in Berlin habe ich in vielen Tantraseminaren im Diamond Lotus mit meiner Opferrolle gerungen, die ich nun endlich auch losgelassen habe. Denn wer erschafft sich die Operrolle, wenn nicht ich selbst? Schon echt paradox, wozu der menschliche Geist in der Lage ist…


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    Heilige Nacht - wir feiern das Licht


    Heute ist, in den Worten der christlichen Tradition, das Licht der Welt geboren. Das feiern wir also heute, ich tue es ganz besonders mit der Frage von Snap, ob du das Licht denn auch siehst:

    Zum Licht hat sich auch Käptn Peng schon geäußert.

    Aus meiner heutigen Perspektive erscheinen auch die Texte, die ich im Gottesdienst gehört habe, klarer:

    Er [Gott / Gottes Sohn] wechselt mit uns wunderlich:
    Fleisch und Blut nimmt er an
    und gibt uns in seins Vaters Reich
    die klare Gottheit dran.

    und weiter:

    Er wird ein Knecht und ich ein Herr;
    das mag ein Wechsel sein!


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    Will ich Recht haben oder glücklich sein?


    In den letzten Wochen erschließt sich mir erst nach & nach die unglaublich grandiose Weisheit dieser kurzen knappen Frage, die Marshall B. Rosenberg formuliert hat:

    Will ich Recht haben oder glücklich sein?

    Rosenberg wählte ursprünglich die Du-Form, diese Frage wirkt aber am besten, wenn mensch sie sich selbst stellt. Würden alle Menschen sich auch nur dreimal am Tag wirklich ernsthaft diese Frage stellen, dann lebten wir in einer friedlichen Welt.

    Will ich Recht haben oder glücklich sein?

    Mit dieser Frage zerfallen auch alle Bewertungen, denn die sind letzten Endes nicht wirklich wichtig. Es sei denn natürlich, ich will Recht haben, dann kommt es nur auf die Bewertungen an. Die Frage zielt auf Bewusstsein ab über das, was ist, und über das, was sein will.


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    Parkour-Tanztheater "Schräge Wege"


    Soeben komme ich von der vorerst leider letzten Aufführung des Parkour-Tanztheaterstücks Schräge Wege aus dem Lofft zurück. Das war so genial, ich war lange nicht mehr so berührt von einem Theaterstück. 80 Minuten pure Energie, ich hab geheult & auch gelacht, die Poesie der Körper & Bewegungen, dabei so weise und so voller Liebe - wow, Wahnsinn.

    Ihr könnt etwas tun sowohl für die TänzerInnen & die Regisseurin als auch für euch selbst, damit ihr das Stück vielleicht doch noch mal sehen könnt. Zum einen läuft das Crowdfunding für das Stück noch 7 Tage, aktuell fehlen noch 740 €. Auf der Seite könnt ihr euch auch den Trailer für das Stück anschauen, um schon mal einen klitzekleinen Einblick zu bekommen.

    Außerdem könnt ihr (wie ich es gerade getan habe) das Lofft bitten, doch noch mal ein Wochenende für ein weiteres Gastspiel herzugeben. Ich kann sonst nicht mehr ruhig schlafen, in dem Wissen dass ich dieses geniale Stück erlebt habe und ihr alle nicht…