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    Größer denken, Grenzen überschreiten


    Es fühlt sich ungeheuer erregend an, ein Paradigma zu verlassen & mit jedem Schritt neues Land zu betreten. Sowohl alte Gewissheiten & Selbstverständlichkeiten als auch alte Ängste verlieren ihren Sinn & bleiben hinter mir, was ich jedes Mal aufs Neue überrascht bemerke. Die Frage “wie verdiene ich meinen Lebensunterhalt?”, die mich noch vor wenigen Tagen mit Schuldgefühlen plagte, ist hinfällig angesichts der weltweiten & zugleich ganz persönlichen Herausforderungen, die Nicanor Perlas vor uns ausbreitet.

    Größer denken ist angesagt!

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    Nicht revolutionär genug?


    Im Moment weiss ich gar nicht, ob ich tatsächlich ein Unternehmen gründen oder nicht doch lieber soziale Revolution machen will. Akut deshalb, weil mir der Blick von oben auf den tanzenden Kongress bewusst macht, dass dort unten keinE einzigeR Hartz IV-EmpfängerIn tanzt. “Der singende, tanzende Abschaum der Welt”, wie Tyler Durden sagt, bleibt ausgeblendet im Hintergrund. Die Frage wer wird wo ausgeschlossen aus dem Wirtschaftsleben & anderen gesellschaftlichen Kontexten (im Fall der Psychatrie ist das Aus-Schliessen wörtlich zu nehmen) geht mir verstärkt nach hier auf diesem Kongress. Sie selbst wird nämlich auch meist ausgeblendet (zur Ehrenrettung des Kongresses: hier weniger als anderswo). Als Unternehmer betreibe ich ein Geschäft, das irgendetwas verkauft, seien es Dienstleistungen oder Produkte. Im heutigen System wird es immer eine ganze Menge von Menschen geben, die sich dieses schlicht & ergreifend nicht leisten können obwohl sie’s eigentlich gerne hätten. Das muss ich in Kauf nehmen, wenn ich ein herkömmliches Wirtschaftsunternehmen betreibe, welches einen Ertrag abwerfen soll. Selbst wenn ich nur kostendeckend arbeiten wollte, müsste ich Menschen von meinen Leistungen ausschliessen. Will ich das?


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    Update: Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus


    Den Kongress Wie wollen wir wirtschaften? Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus hatte ich schon Anfang Dezember angekündigt, jetzt war ich wieder auf der Website & dort tut sich einiges. So steht jetzt Zeit & Ort des Kongresses fest:

    24. bis 26. November 2006 in Berlin

    Einen Newsletter gibt es inzwischen auch, den ich soeben abonniert habe.

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    Anker in die Zukunft werfen


    Vor allem seit ich mit Sabine zusammen bin, krempelt sich mein Leben in einer atemberaubenden Geschwindigkeit um. Planen, mir Ziele setzen & diese dann ziel-strebig zu verfolgen geht einfach nicht mehr. Mir bleibt in diesem Zustand nur noch, Anker in die Zukunft zu werfen & dann ganz viel zu fieren. So ist dann einerseits der Weg das Ziel & anderseits der Weg nicht fest vorgegeben; der Anker dient nur als Orientierungspunkt.

    Einer seiner Haken steckt im Jahr 2018 bei der Fussball-Weltmeisterschaft.

    Es ist nämlich schon im Winter in Jahnishausen die Vision in mir gereift, dass ich ein Unternehmen gründen werde, das “Faire Turnschuhe” produziert & verkauft. Das heisst so viel wie Turnschuhe, die anders als heute ohne Ausbeutung von Mensch & Natur hergestellt werden. Über die heute gängigen Produktionsbedingungen kannst Du Dich beispielsweise bei der Kampagne für saubere Kleidung informieren.


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    Ich lerne nicht mehr, ich übe jetzt


    Wer genau aufgepasst hat, hat bemerkt, dass der Untertitel meines Blogs jetzt “Von einem der auszog, Vertrauen zu üben” lautet. Gelernt habe ich nämlich zur Genüge was es mit Vertrauen auf sich hat, ich übe jetzt verstärkt & probiere aus. Mein Motto Lehn dich zu weit aus dem Fenster greift langsam. Das macht sich darin bemerkbar, dass es mir seit einiger Zeit manchmal zu viel wird & ich mich wirklich unsicher & in der Schwebe fühle. In manchen Situationen schwimme ich ohne festen Boden unter den Füssen. Doch genau darum geht es mir ja: Neues Land betreten. Oder eben Wasser. In dem ich mich nicht schon orientieren kann, in dem ich mich noch überhaupt nicht auskennne.

    Heute bin ich das zweite Mal losgefahren, ohne zu wissen wo ich dort wo ich hinwollte übernachten kann. Ein paar Möglichkeiten hatte ich, doch keine Zusage. Da kommt dann schon bei mir die Frage auf, werde ich auf die Art nicht zum Schmarotzer? Oder jedenfalls dränge ich mich vermutlich ganz schön auf. Mein alter Glaubenssatz “Ich darf niemandem zur Last fallen” sagt Hallo. Ich grüsse zurück & lasse ihn einfach mal so stehen, beobachte was in mir & um mich herum passiert.


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    Iromeisterix bei den Schweizern


    Seit Sonntag Abend bin ich bei einem Oikos-Mitglied in St. Gallen als Übernachtungsgast einquartiert, den ich indirekt über den Hospitality Club (HC) gefunden hatte. Das war mal wieder abgefahren: Ich hatte jemand anderes vom HC per ICQ kontaktiert, & dann stellte sich heraus, dass er bei der Oikos-Konferenz genau den Workshop mitveranstaltet, an dem ich teilnehme. Mehr dazu in Kürze.

    Jedenfalls hatte derjenige welche schon Leute bei sich einquartiert & hat deshalb über die Oikos-Mailingliste rumgefragt. So kam ich dann zu meiner Schlafgelegenheit.

    Sowas passiert mir in letzter Zeit ständig, eine Synchronizität folgt der anderen.

    Nicht nur das, ich hab seit einigen Wochen auch unheimlich viel um die Ohren, das Jet-Set-Leben hat mich wieder… Deshalb hinkt die Berichterstattung an dieser Stelle ein ganzes Stück hinterher, ich hab mehrere Beiträge in der Pipeline & jetzt kommt auch noch der zur Konferenz dazu sowie auch zum Stamm der Likatier in Füssen, wo ich vor St. Gallen ein paar Tage zu Besuch war. Davor wiederum habe ich eine Freundin in München besucht (Bussi für Becci!).


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    bald zwei Wochen bei Sabine


    Der Grund warum ich an dieser Stelle so lange nix mehr von mir gegeben habe ist einfach: Seit Sonntag Abend vor einer Woche bin ich wieder in Jahnishausen bei Sabine. Da hab ich echt Schöneres zu tun als meine Zeit mit bloggen zu verplempern…

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    ein Gebet


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    Große Göttin, lass mich mein Glück nicht für mich behalten!

    Beschenke mich um so reicher, je mehr ich mein Glück mit anderen Wesen teile.

    Es verwelkt sonst.**

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    Spielen


    Seit Montag Nachmittag bin ich wieder bei meiner Schwester, meinem Schwager & meinen beiden Nichten zu Besuch.

    Heute habe ich seit vielen vielen Jahren wieder mit Lego gespielt - das hat richtig Spass gemacht! Das Ergebnis ist dieser Flitzer hier:

    Lego-Auto

    Kinder empfinde ich als ein ganz grossartiges Geschenk. Lange Zeit hatte ich überhaupt keinen Draht zu Kindern, seit 1-2 Jahren lerne ich immer mehr von ihnen. Vor allem erinnern sie mich daran, dass ich ein lebendiges Wesen bin, unberechenbar & spontan, & keine Maschine oder ein Computer, der nur vorgegebene Programme abspielt.

    Wenn ich mit Kindern spiele, erlebe ich eine tiefe Ernsthaftigkeit bei völliger Abwesenheit von Zweck- & Nutzendenken. Sie geben sich ihrem Spiel einfach hin, denken nicht darüber nach wozu sie das jetzt gerade tun. Sie tun es einfach. Das aber mit all ihrer Kraft & Aufmerksamkeit.


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    Vier Perlen im Web


    Seit ewigen Zeiten habe ich nicht mehr das getan, wofür Blogs ursprünglich erfunden wurden: Über tolle Websites schreiben, die ich neu entdeckt habe. Nun stelle ich Euch vier davon vor.

    Als erstes die Site ashes and snow mit wunderbaren Fotos & schöner Musik dazu. Einfach anschauen & staunen!

    Schon vor einigen Wochen erfuhr ich in der KursKontakte von Mama Anarchija, einer Site die sich mit den Verbindungen von Anarchie & Matriarchat beschäftigt.

    Heute entdeckte ich in der Zeitung Menschen von der Aktion Mensch den Artikel Besser wohnen, der drei sehr unterschiedliche Kommunen vorstellt. Die Aktion Mensch hat vor kurzem übrigens die Kampagne Die Gesellschafter gestartet.

    Der tiefste Text über Liebesbeziehungen, Freie Liebe bzw. im Unterschied dazu Polyamorie, den ich bisher gelesen habe, ist poly for dummies. Ganz tolle Sache das, erinnert mich in etlichen Punkten auch an den Vortrag von Mathias Jung, geht aber natürlich wesentlich darüber hinaus. Er spricht über Liebes_paare,_ hier geht es um ein ganzes Liebes_netzwerk._