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Wie man LIEBE installiert
Anruf bei einer Hotline:
Anrufer: Hi, ich hab hier ein neues Programm, das würde ich gern auf meinem persönlichen System installieren. Es heißt LIEBE. Was soll ich denn da als erstes machen?
Hotline: Auf Ihrer Festplatte gibt es eine Partition, die heißt HERZ. Haben Sie die?
Anrufer: Ach so, das ist der Trick! Ich hab’s immer auf der Hauptpartition KOPF versucht. Na gut, ich probier das mal ? Mist, HERZ ist aber ziemlich voll!
Hotline: Machen Sie mal den Task-Manager auf und gucken unter “Prozesse”. Was läuft denn da so?
Anrufer: Oh je, Alte_Verletzungen.exe, Groll.com, Geiz.com, Ablehnung.exe und lauter so Zeug. Vor allem Hass.exe ? boah, das krallt sich fast den ganzen Speicher!
Hotline: Kein Problem. LIEBE wird vieles davon automatisch aus Ihrem Betriebssystem raushauen. Manches bleibt zwar im Hintergrund aktiv, wird aber keine anderen Programme mehr stören. Alte_Verletzungen.exe und Geiz.com müssen Sie aber vor der Installation selber vollständig löschen.
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Gentoos schwer wiegende Nachteile
Ich lasse gerade mal wieder
emerge -av --newuse --update --deep worldlaufen & raufe mir dabei die Haare. Dieses Kompilieren nimmt dermassen viel Zeit (& Festplattenplatz) in Anspruch, dass ich fast sagen kann mein Notebook ist hauptsächlich damit beschäftigt, das System auf dem aktuellen Stand zu halten. Was das selber kompilieren an Beschleunigung beim Ausführen der Programme bringt, steht in keinem Verhältnis zum Aufwand für das Kompilieren selber. Besonders die diversen Libraries dauern ewig zu übersetzen.
Heute sehe ich bei Gentoo Linux nur noch zwei wesentliche Vorteile – eine hervorragende Dokumentation sowie Community-Unterstützung einerseits, das kontinuierliche Aktualisieren des Systems ohne Versionssprünge andererseits.
Für mich überwiegen in der Praxis allerdings die Nachteile.
Aus diesem Grund werde ich den Rat von okraits beherzigen & auf Arch Linux umsatteln. Das kennt nämlich auch keine Releasewechsel, dafür gibt’s aber die Pakete schon vorkompiliert.
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Ich habe eine neue Standard-Suchmaschine
Obwohl ich schon vor 2 Jahren über das Protokollierungsverhalten von Google & Co. gebloggt hatte, habe ich bisher – mit ausgeschalteten Cookies – trotzdem Google als meine Standard-Suchmaschine genutzt. Damit ist jetzt Schluss. Auf der Homepage von Kai Raven habe ich Ixquick entdeckt, eine Meta-Suchmaschine die keine Daten über Suchanfragen speichert. Wer gleich loslegen will findet das Plugin für Firefox oder Internet Explorer auf der Ixquick-Seite.
Auf die Art kannst Du schon mal beim Suchen im Web die Vorratsdatenspeicherung entspannt auf Dich zukommen lassen. Wer mehr Anonymität will, der/dem sei der umfangreiche Artikel von Kai Raven Anonym im Internet mit Anon-Plattformen empfohlen – oder für Eilige das was ich zur Vorratsdatenspeicherung geschrieben habe.
Nachtrag vom 19.10.2019: Ixquick als solches existiert schon seit einiger Zeit nicht mehr, es gibt nur noch Startpage. Vom Startpage-Betreiber las ich nun bei Mike Kuketz gerade Ungutes. In die gleiche Kerbe haut auch Techrights; beide empfehlen Searx.
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Ich will etwas Eigenes beitragen
Mir ist vor einigen Tagen klar geworden, dass Netze weben allein mich nicht mehr ausfüllt. Es ist auch nicht das Beste was ich in dieser Welt geben kann - ich bin ein Schöpfer, mehr als ein Netzeweber.
Sicher ist die Struktur, die entsteht, wenn durch meine Initiative sich Menschen & Projekte miteinander verbinden, auch etwas von mir. Doch ich könnte noch mehr Kraft freisetzen, wenn ich etwas wirklich Eigenes beitrage.
Anlass für diese Erkenntnis ist, dass ich nun doch nicht zur Bildungskonferenz nach Klein Jasedow fahren werde. Ich würde dort nur als Teilnehmer sein, ich würde lediglich mitmachen. Ich will aber mehr als nur mitmachen, & dafür konzentriere ich mich auf das was mein Herz am stärksten bewegt.
Mein persönlicher Fokus ist die Neue Kultur, an deren Wachsen ich mitarbeiten will. Bildung & Lernen sind davon nur ein Aspekt, mit dem ich durch die Kinder wie auch durch PC ab 50 täglich zu tun habe. Das läuft aber eh, ohne dass ich gezielt Energie reinstecke.
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Persönliche Massnahmen gegen Vorratsdatenspeicherung
Nachdem wir nun nur noch 50 Tage bis zur Totalüberwachung haben, werde ich mir schnellstmöglich Tor installieren & einrichten sowie GPG zum Verschlüsseln meiner E-Mails. Ein weiterer Schritt für die nähere Zukunft wird dann die Verschlüsselung des Dateisystems mit dm-crypt. Wer unter Windows arbeitet, kann es sich mit der Anonymisierung einfach machen & den PrivacyDongle des FoeBuD nutzen. Festplattenverschlüsselung ermöglicht hier TrueCrypt (übrigens auch für Linux als Alternative zu dm-crypt), & GPG läuft sowieso unter Windows. Dazu bietet sich Gpg4win als Benutzeroberfläche an, die Integration in Mozilla Thunderbird erfolgt über das Plugin Enigmail. Wer das komplette Betriebssystem inklusive Auslagerungsdatei, Registry usw. verschlüsseln will, kann das kostenlose aber nicht freie Probramm FREE CompuSec nutzen. Kommerzielle Lösungen sind beispielsweise SafeBoot Device Encryption (auch für PDAs und ähnliche mobile Geräte) oder Utimaco SafeGuard Easy.
Ratlos bin ich bisher was ich gegen die Überwachung des Telefonverkehrs unternehmen kann. Es gibt zwar den schon etwas älteren Kleinen Abhör-Ratgeber, aber der beschäftigt sich nur mit dem Abhören des Inhalts von Telekommunikation, nicht der reinen Verbindungsdaten. Wer Tipps zu diesem Thema hat, schreibe bitte einen Kommentar, dann haben alle LeserInnen meines Blogs etwas davon.
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Das erste unerzogen-Magazin ist da!
Die Ausgabe 0 des unerzogen-Magazins ist am Wochenende in unseren Briefkasten geflattert. Das heisst auch Du kannst es Dir jetzt bestellen!
Das gesamte Projekt unerzogen wächst stetig, wie Du auf www.unerzogen.de mitverfolgen kannst. Die Mailingliste wird fleissig genutzt, es gibt regelmässige Treffen in immer mehr Städten, ein Wiki ist gerade im Aufbau.
Deshalb lade ich an dieser Stelle erneut ein, sich zu beteiligen.
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Eine neue Kultur
Ich lese im Moment wieder (wie auch meiner Bücherliste zu entnehmen) in Sei nicht nett, sei echt von Kelly Bryson. Gemeinsam mit Neue Arbeit, neue Kultur von Frithjof Bergmann, das die neue Kultur schon im Titel hat, weist dieses Buch wie ein Leuchtfeuer den Weg in eine grundlegend andere Kultur als unsere bestehende. Diese Kultur basiert nicht mehr auf der Annahme von Mangel, sondern geht davon aus dass immer genug für alle da ist (der schon öfters hier angesprochene Paradigmenwechsel von dem auch Götz Werner spricht).
Im Zentrum dieser Kultur stehen die Bedürfnisse der einzelnen Menschen. Diese werden als etwas Wertvolles betrachtet, als Möglichkeit miteinander in Kontakt zu kommen. Darin besteht der grundlegende Wandel: dass ich die Bedürfnisse der anderen nicht als Last empfinde, weil ich das Gefühl habe sie befriedigen zu müssen. Nein, denn die neue Kultur beruht in ihrem Kern auf Freiwilligkeit – darauf, dass eben niemand etwas muss. So kann ich die Bedürfnisse meiner Mitmenschen und vor allem auch meine eigenen Bedürfnisse als ein Geschenk auffassen, das es mir ermöglicht mich zu verbinden.
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Inhalte dieses Blogs jetzt auch kommerziell nutzbar
Soeben habe ich die Creative Commons-Lizenz meines Blogs auf Attribution-Sharealike umgestellt, d.h. es ist nun auch eine kommerzielle Nutzung der Inhalte gestattet (ich wünsche mir dennoch einen angemessenen Obolus):
Auslöser für diese Änderung war der Workshop “Freie Software und Semantic Web” letzten Donnerstag. Da wurde Richard Stallmans Weitsicht gelobt, dass er die GPL so gestaltet hat dass für GPL-Software durchaus Geld verlangt werden kann, solange der Quelltext mitgeliefert wird - weil es ihm um “free as in speech” geht und nicht um “free as in beer”. Dem schliesse ich mich hiermit an!
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EUDEC 2008 - demokratische Schulen in Europa
Auch wenn’s noch ne ganze Weile hin ist, kündige ich hier schon mal die EUDEC an, die European Democratic Education Conference, die im von Ende Juli bis Anfang August 2008 in Leipzig stattfinden wird. Veranstalter sind die Freie Schule Leipzig, die Universität Leipzig, der Bundesverband der Freien Alternativschulen (BFAS) sowie der Sudbury-Schule Halle/Leipzig e.V.
Es kommen VertreterInnen von demokratischen Schulen aus vielen europäischen Ländern. Vorbild für die EUDEC ist die internationale Konferenz IDEC, die bereits seit 1993 jährlich stattfindet. Um einen Eindruck von einer solchen Konferenz zu bekommen, schau am besten auf die deutschsprachige Website zur IDEC 2005 in Berlin.
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Freie Schule Leipzig
Nunmehr die vierte Woche gehen die Kinder auf die Freie Schule in Connewitz am Lindenhof. Erst eine Woche vor Schulbeginn bekamen wir die Information dass es nun losgehen kann, & gleich in der 2. Woche war Gruppenfahrt. Die hat ihnen trotz anfänglicher Zweifel sehr gefallen.
Der Übergang vom Sudbury-Lernzentrum fällt nicht schwer, wie der für mich entscheidende Satz aus dem Infoheft zeigt: Sie entscheiden selbst, wann sie was mit wem wie lange machen.
Dabei dient die Freiheit der Kinder nicht, wie oft als Missverständnis des Wortes “Nichterziehung” vermutet wird, dem Abbügeln ihrer Bedürfnisse durch die Erwachsenen, vielmehr können Kinder (wie alle Menschen!) ihre Bedürfnisse überhaupt nur dann adäquat befriedigen, wenn sie dies autonom, d.h. aus ihrer eigenen Entscheidung heraus tun können.
Unter der nach meinem Geschmack etwas misslungenen Überschrift “Beziehungsarbeit” (zum Thema Arbeit in einem späteren Beitrag mehr) steht im Konzept der Freien Schule:
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