Schlagwort: Freie-Software
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Ein Daemon, sie alle zu knechten: systemd
Du weisst, dass mit Linux etwas grundsätzlich im Argen liegt, wenn Leute öffentlich ankündigen, Debian zu forken. Der Grund: Auch bei Debian läuft die Diskussion, auf systemd als Initsystem umzusteigen. Weshalb das keine gute Idee ist, lässt sich z.B. bei boycott systemd nachlesen. Kurz gesagt widerspricht systemd der UNIX-Philosophie. Immerhin: Debian hat noch nicht entschieden, so dass der Fork bisher nur angedroht ist.
Systemd war auch der Grund, warum ich von Arch Linux wieder zu Gentoo gewechselt bin.
Meine persönliche Verschwörungstheorie: Lennart Poettering steht heimlich auch auf der Gehaltsliste von Microsoft. Er tut jedenfalls alles dafür, Linux Windows anzugleichen, so dass der Wettbewerbsvorteil von Linux gegenüber Windows verschwindet.
Um der Überschrift gerecht zu werden, verlinke ich etwas animierten Galgenhumor sowie Fefes letztes Statement zu systemd.
Update vom 22.10.: Bei ewontfix habe ich noch einen weiteren systemd-kritischen Artikel gefunden. Und John Vincent bemerkt, dass es den systemd-Entwicklern an Empathie mangelt.
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Tipps für StudienanfängerInnen (nicht nur Wirtschaftswissenschaften)
Im Beitrag über Macht in der Wirtschaft hatte ich es schon erwähnt, heute steht mein begonnenes Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Leipzig im Mittelpunkt.
Mit meinen 35 Jahren (von denen ich gut 6 schon in Leipzig lebe und arbeite) und einem Informatik-Vordiplom habe ich gegenüber den allermeisten Erstis einige Vorteile im Studium. Auf denen will ich mich nicht ausruhen, sondern gleich zu Beginn schon mal das Wissen und die Erfahrungen weitergeben, die ich für StudienanfängerInnen für nützlich halte.Denn durchs Studium kommt ihr viel besser durch Kooperation als durch Konkurrenz. In diesem Sinne: Tut euch zusammen! Im Studium natürlich vor allem zu Lerngruppen. In der Klausur ist Kooperation zwar nicht erlaubt, eure “Hausaufgaben” dürft ihr an der Uni anders als in der Schule nicht nur gemeinsam in Gruppen machen, ihr werdet sogar dazu ermutigt.
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Chemnitzer Linux-Tage: Django und mehr
Gestern & vorgestern war ich bei den Chemnitzer Linuxtagen & bin voller neuer technischer Erkenntnisse heimgekehrt. Diese bewegen sich vor allem im Web-Bereich, denn am Sonntag habe ich den hervorragenden Django-Einsteigerworkshop von Markus Zapke-Gründemann mitgemacht. Dabei hatte ich einige sehr positive Aha-Erlebnisse und bin echt begeistert. Wenn man sich die 10. Folie in seiner Django-Präsentation ansieht, kann man erst mal einen Schreck bekommen & denken, “das ist aber ganz schön kompliziert”. In der Praxis erweist sich diese Architektur jedoch als extrem flexibel und nützlich.
Nachdem ich den Sinn von Views verstanden hatte, habe ich nun auch begriffen warum Markus zu dem CMS ProcessWire kritisch anmerkt, “Ich finde es immer sehr unübersichtlich wenn Business Logik in Templates enthalten ist. Das führt oft dazu, dass die Templates zu kompliziert werden.” (Kommentar auf Google+). Da hat er vollkommen Recht. :) ProcessWire ist damit für mich wieder gestorben.
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Oya - anders denken. anders leben
Seit ner Weile zeichne ich mich als sehr sporadischen Blogger aus, das wird vermutlich auch erst mal so bleiben. Heute werbe ich für eine neue Zeitschrift namens Oya - anders denken. anders leben. Ihr könnt euch ein kostenloses Probeexemplar bestellen. Herausgeber ist die Klein Jasedow Familie, das Magazin ist der Nachfolger der KursKontakte. Erfahren habe ich von Oya mal wieder im Keimform-Blog, wo die erste Ausgabe Wovon wir alle Leben zum Thema Gemeingüter vorgestellt wird. Oya wird neben dem unerzogen-Magazin die zweite Zeitschrift, die wir als Familie abonnieren. Wir beschränken uns halt auf das Wesentliche. :-D
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Braucht Linux Einfachheit?
Ein Beitrag im Keimform-Blog (Vom “Nutzen” Freier Software) hat mich ganz schön ins Grübeln gebracht. Dass GNOME Konfigurationsmöglichkeiten vor den “dummen Usern” versteckt, erinnert fatal an die Politik von Microsoft. Linus Torvalds rät aus diesem Grund, zu KDE oder anderen Window Managern zu wechseln.
Einfachheit allein reicht zur Emanzipation nicht aus, sie kann sogar nach hinten losgehen. Linus Torvalds bezeichnet die Gnome-Entwickler sogar als “Interface Nazis” und führt an anderer Stelle aus “If you think your users are idiots, only idiots will use it.” (“Wenn du denkst, dass Deine BenutzerInnen Idioten sind, werden nur Idioten es benutzen”)
Mich hat diese Überlegung dazu bewogen, im Zuge meiner ohnehin notwendigen System-Aktualisierung auf Gentoo Linux umzusteigen. Dass Ubuntu als Standard-Desktopumgebung GNOME nutzt, ist für diese Entscheidung nicht ausschlaggebend, da es ja auch Kubuntu gibt. Ubuntu hat sich zwar Menschlichkeit auf die Fahnen geschrieben, im Sinne der Freiheit in Freier Software geht Gentoo dabei jedoch einen wesentlichen Schritt weiter. Ein Satz aus der Gentoo Philosophy illustriert was ich meine: “If the tool forces the user to do things a particular way, then the tool is working against, rather than for, the user.” (“Wenn das Werkzeug den/die BenutzerIn dazu zwingt, die Dinge auf eine bestimmte Art zu tun, dann arbeitet das Werkzeug gegen anstelle von für die/den BenutzerIn”) Hier geht es eindeutig um Selbstentfaltung, wie sie vom Oekonux-Projekt verstanden wird.
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Linux braucht Einfachheit
Beim Einrichten von Ubuntu 6.06.1 LTS auf Sabines neuem Notebook (genauer gesagt beim - offenbar vergeblichen - Versuch, den eBay Turbo Lister unter WINE zum Laufen zu kriegen) fand ich einen Artikel, der mir aus der Seele spricht: Linux braucht Einfachheit. Die Kommentare zum Artikel sind ebenfalls lesenswert. Ich als Techniker komme mit Freier Software gut zurecht, sage jedoch schon seit Jahren, dass die BenutzerInnenfreundlichkeit meistens noch sehr zu wünschen übrig lässt. Mein Wunschtraum: Die Stabilität & Flexibilität von Linux & das ganze so einfach zu bedienen wie Mac OS. Letztes Jahr hab ich bei einem Freund mal kurz an seinem Apple PowerBook gearbeitet & bin seither hellauf begeistert. Das ist wahrhaft intuitiv bedienbare Software!
Ubuntu Linux ist allerdings schon ein gutes Stück in dieser Richtung vorangekommen, Programme wie OpenOffice.org lehnen sich eng an die verbreitete Microsoft-Vorlage an & ermöglichen deshalb immerhin einen leichten Umstieg. Das Simple End User Linux (SEUL) -Projekt hat sich dem Ziel einfach zu bedienender Linux-Software verschrieben, allerdings bisher nur in speziellen Bereichen.
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Alternatives IT-Kompetenznetzwerk
Der Titel klingt etwas nichtssagend, weil “alternativ” so abgelutscht ist, mir ist bisher nix Besseres eingefallen. Worum geht es?
Durch meine Krise ist mir klar geworden, dass mensch aus so etwas nur herauskommt durch Umdrehen der Frage. Nicht “Was brauche ich?” bewegt mich weiter, sondern Was kann ich geben?
Also wo liegen meine Stärken & Fähigkeiten, um diese auszubauen.
Da kommt bei mir eine ziemlich einmalige Kombination zusammen, nämlich
- praktische & auch theoretische IT-Kenntnisse
- Gemeinschaftserfahrungen
- die Fähigkeit Menschen zu vernetzen bzw. Räume dafür zu schaffen
Auf meiner Reise habe ich eine ganze Menge Kontakte geknüpft, die bisher noch keinen “institutionellen” Rahmen haben. Hiermit bringe ich die Idee in die Welt, dass IT-ExpertInnen aus Gemeinschaften sich zu einem (Arbeitstitel) Alternativen IT-Kompetenznetzwerk zusammenschliessen. Sinn & Zweck des Ganzen ist eine Plattform um sich zwanglos auszutauschen & ggf. auch gegenseitig Aufträge zuzuschanzen ;-)
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Skype sucks!!
Offenbar wurde mein Skype-Account gehackt. Das scheint in den letzten Wochen vielen Leuten passiert zu sein, siehe How safe is your Skype name?, Skype Password Problem & Skype Passwords Compromised?
Ob ich diesem Programm noch mal vertraue, weiss ich nicht so recht. Proprietäre Scheisse funktioniert letzten Endes eben nicht!!
Liebe Open Source Community, bitte entwickelt ein freies Skype-Pendant!