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    Holakratie - den Geist einer Organisation sich entfalten lassen


    Bereits Mitte März war ich in Berlin beim Einführungswochenende in Holacracy bzw. Holakratie. Seitdem war sehr viel los in meinem Leben, so dass ich erst jetzt dazu komme einen kurzen Bericht darüber zu veröffentlichen.

    Schon vor dem Wochenende hatte ich vor, mich kurz über Holakratie auszulassen anhand von folgendem Zitat aus dem – übrigens sehr empfehlenswerten – Einführungstext von Brian Robertson:

    Ökonomischer Profit ist einer der besten Messwerte, die jede Organisation überwachen kann, ob For-Profit oder Non-Profit. Es ist ein Maßstab dafür, ob die Organisation in der Welt mehr Wert schafft als sie konsumiert. Profit ist jedoch nur ein Messwert, kein Zweck.

    Das ist natürlich Wasser auf meine Mühlen. :-)

    Nun kann ich jedoch aus der eigenen, auch leiblichen Erfahrung von Holakratie berichten. Das Einführungswochenende, veranstaltet von SHIFT Consulting, hat mein bisher nur theoretisches Wissen lebendig gemacht. Ich weiß jetzt, wie sich Holakratie als “Betriebssystem einer Organisation” anfühlt. François und Andreas machen das richtig gut, und das wo es ihr erstes Seminar in dieser Form war.


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    Konkurrenz erzeugt Mangel wo keiner ist


    Soeben ist das Buch No Contest – The Case Against Competition von Alfie Kohn angekommen, das ich mir bei BetterWorldBooks bestellt hatte.
    Schon auf den ersten Seiten brachte es mir eine wichtige Erkenntnis: Die Haltung von Konkurrenz bzw. Wettkampf erzeugt Mangel wo objektiv gar keiner vorhanden sein muss. Denn Konkurrenz legt ein Ziel fest, das nur von einem oder wenigen, niemals aber von allen Beteiligten erreicht werden kann – sonst wäre es keine Konkurrenz mehr. Allein durch diese Definition des Wettkampfes ist das Ziel automatisch knapp, weil eben nicht jeder es erreichen kann. Das alles spielt sich vollkommen auf der gedanklichen Ebene ab und ist komplett unabhängig davon, was und wieviel insgesamt vorhanden ist.

    Historisch wird es allerdings aus einer objektiven Mangelsituation entstanden sein. Nach der Saharasia-These von James DeMeo ist das Patriarchat und damit Herrschaft entstanden, als vor etwa 7.000 Jahren in verschiedenen Regionen der Erde Dürren auftraten, wodurch die dort lebenden Menschen gravierenden Mangel erlebten. Vielleicht haben die Menschen das damals das erste Mal bewusst wahrgenommen, und dadurch kam überhaupt erst der Gedanke von Mangel in die Welt.


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    Steuern und Zinsen sind die Folgen von Herrschaft


    Wenige Tage bevor ich auf #OffshoreLeaks aufmerksam wurde, habe ich angefangen, noch einmal den bahnbrechenden Artikel Macht, der Staat und die Institution des Eigentums von Paul C. Martin (kurz PCM) zu lesen. Hintergrund war eigentlich, dass die herrschende neoklassische Wirtschaftstheorie sowohl den Ablauf von Zeit in wirtschaftlichen Vorgängen als auch Macht- bzw. Herrschaftsverhältnisse völlig ausblendet. Als ob diese keine entscheidende Rolle in unserer Gesellschaft spielten…

    Nun ist das Thema Steuern und Steuerflucht in aller Munde. Da ist es an der Zeit, einmal zu beleuchten, was es mit den Steuern überhaupt auf sich hat. Es handelt sich dabei um Forderungen des Staates an seine Untertanen, die er notfalls mit seinem Gewaltmonopol durchsetzt. Das Unterschlagen von zu zahlenden Steuern, mithin die Steuerhinterziehung, ist mit gutem Grund eine Straftat und für den Staat absolut keine Bagatelle. Denn sie sägt an seinen Grundfesten, droht ihm seine materielle Grundlage zu entziehen.


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    Chemnitzer Linux-Tage: Django und mehr


    Gestern & vorgestern war ich bei den Chemnitzer Linuxtagen & bin voller neuer technischer Erkenntnisse heimgekehrt. Diese bewegen sich vor allem im Web-Bereich, denn am Sonntag habe ich den hervorragenden Django-Einsteigerworkshop von Markus Zapke-Gründemann mitgemacht. Dabei hatte ich einige sehr positive Aha-Erlebnisse und bin echt begeistert. Wenn man sich die 10. Folie in seiner Django-Präsentation ansieht, kann man erst mal einen Schreck bekommen & denken, “das ist aber ganz schön kompliziert”. In der Praxis erweist sich diese Architektur jedoch als extrem flexibel und nützlich.

    Nachdem ich den Sinn von Views verstanden hatte, habe ich nun auch begriffen warum Markus zu dem CMS ProcessWire kritisch anmerkt, “Ich finde es immer sehr unübersichtlich wenn Business Logik in Templates enthalten ist. Das führt oft dazu, dass die Templates zu kompliziert werden.” (Kommentar auf Google+). Da hat er vollkommen Recht. :) ProcessWire ist damit für mich wieder gestorben.


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    Otto Scharmer: Kapitalismus 3.0


    Letztes Wochenende war ich in Berlin beim Einführungsseminar in Holacracy, was auf jeden Fall einen eigenen Beitrag rechtfertigt. Der kommt aber noch. Heute mache ich auf Otto Scharmer aufmerksam, der unter dem Schlagwort Kapitalismus 3.0 und vor allem den 7 Akupunkturpunkten zur Überwindung der Krise des Kapitalismus sehr ähnliche Schwerpunkte setzt wie ich sie in meinem Beitrag Der Weg aus der Krise aufgelistet habe (interessanterweise auch in 7 Punkten).
    Dieser Vortrag ist ein guter Einstieg ins Thema:

    Der Mann hat echt einen umfassenden Überblick über die weltweite Krise, und er ist damit in ganz zentralen Kreisen unterwegs, als MIT-Professor beim Weltwirtschaftsforum u.a. Weiter so!

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    Gemeinwohl-Ökonomie und Potentialentfaltung


    Heute folgt Teil 2 meiner Auseinandersetzung mit Christian Felber, weil ich dessen Buch Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) jetzt auch gelesen habe. Insgesamt unterstütze ich das Konzept und die daraus entstandenen Initiativen mit voller Kraft, denn die GWÖ nimmt sich des fundamentalen Widerspruchs zwischen den Werten des menschlichen Zusammenlebens einerseits und den Werten in der (kapitalistischen) Wirtschaft andererseits an.
    Ich zitiere mal aus der Einleitung:

    In unseren Freundschafts- und Alltagsbeziehungen geht es uns gut, wenn wir menschliche Werte leben: Vertrauensbildung, Ehrlichkeit, Zuhören, Empathie. Die “freie” Marktwirtschaft beruht hingegen auf den Grundwerten Gewinnstreben und Konkurrenz. Die Kombination aus Gewinnstreben und Konkurrenz befördert jedoch Egoismus, Gier, Geiz, Neid, Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit. Dieser Widerspruch ist nicht nur ein Schönheitsfehler in einer komplexen oder multivalenten Welt, sondern eine kulturelle Katastrophe; er spaltet uns im Innersten – sowohl als Individuen als auch als Gesellschaft.


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    Grundgesetz vs. Leistungsschutzrecht


    Soweit ich weiß & in der Schule gelernt habe, stehen die Grundrechte im Grundgesetz über den Einzelgesetzen und gehen diesen vor. Ich halte mich daher auch in Zukunft an Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes, welcher besagt:

    Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    Da steht ungehindert. Wenn ich Geld fürs Zitieren bezahlen muss, so wie es das nun beschlossene Leistungsschutzrecht besagt, dann hindert mich das daran, mein Grundrecht in Anspruch zu nehmen. Also: Sollte mich irgendein Verlag wegen Zitaten abmahnen, dann endet die Sache vor dem Bundesverfassungsgericht und das wird mir Recht geben. Viel Spaß!

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    Der Weg aus der Krise


    Ich lese gerade das Buch “Retten wir den Euro” von Christian Felber, der auch die Gemeinwohl-Ökonomie ins Leben gerufen hat. Allerdings gehen die meisten seiner Vorschläge an den Ursachen der Krise, die nicht nur eine Euro-Krise ist, sondern eine Krise des globalen Finanzsystems, vorbei. Umverteilen dämmt das Problem nur ein, löst es aber mitnichten.

    Wenn wir das Übel an der Wurzel packen, d.h. radikal vorgehen, könnte das Ganze in etwa so aussehen:

    1. Wir brauchen ein Insolvenzverfahren für Staaten, denn dass etliche davon längst bankrott sind, allen voran die USA, sollte eigentlich allgemein bekannt sein.
    2. Im Wesentlichen kann man dann den freien Märkten die Arbeit überlassen, indem staatliche Beeinflussung durch Subventionen u.ä. eingestellt wird sowie einige wesentliche Rahmenbedingungen geändert werden.
    3. Das heißt zuallererst, Friedrich August von Hayek zu Ehren sämtliche “Rettungsschirme” für “systemrelevante Banken” einzustellen und diese über die Klinge springen zu lassen. Stellen wir uns auf eine Welt ohne Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Citigroup, HSBC, Morgan Stanley, Société Générale usw. ein. Im Bankensektor muss ohnehin gründlich aufgeräumt werden. Wer ohne staatliche Hilfe nicht überleben kann, soll das in einer freien Marktwirtschaft auch nicht tun.
    4. Sodann entziehen wir den Banken ihr bisheriges Privileg, Geld zu schöpfen, und führen Vollgeld ein, wie es Professor Joseph Huber aus Halle bereits ausgearbeitet hat. Damit können dann keine “systemrelevanten” Banken mehr entstehen, da Banken generell nicht mehr so riesig werden können. Der Hebel dazu war eben die multiple Giralgeldschöpfung, eines der Hauptübel des derzeitigen Finanzsystems.
    5. Ein weiteres Hauptübel, und das schon seit Jahrtausenden, ist der Zinseszins-Effekt. Mathematisch ziemlich simpel hat er zur Folge, dass Vermögen und spiegelbildlich auch Schulden exponentiell wachsen, weshalb ein Finanzsystem mit Zinseszins regelmäßig zusammenbrechen muss. Das erklärt uns Dirk Müller ja inzwischen beinahe wöchentlich in irgendeiner Talkshow. Wolfgang Berger erklärt dieses Phänomen im Interview nebst dem ursprünglich von Silvio Gesell stammenden Vorschlag, das Geld mit einer Umlaufsicherungsgebühr zu versehen.
    6. Das dritte Grundübel sind die Kapitalgesellschaften. Diese sind zu verbieten und bestehende Unternehmen in Personengesellschaften wie GbR oder OHG umzuwandeln. Warum gründet jemand sein Unternehmen als Gesellschaft mit beschränkter Haftung? Weil er zu feige ist, mit seinem persönlichen Vermögen für sein Unternehmen zu haften. Durch die Existenz von Kapitalgesellschaften können solche Feiglinge dennoch Unternehmen gründen, und nur dadurch bestimmen heute Feiglinge über das Schicksal der Weltwirtschaft. Wenn mir alleine mein Unternehmen zu heikel ist, kann ich mich ja immer noch mit anderen zusammentun, wenn mir das dann immer noch nicht reicht, kann ich mich entsprechend versichern. Da gibt es in Deutschland die Rechtsform des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit.
    7. Um dann auch noch einen wirklich freien Arbeitsmarkt herzustellen, wird aus einer Kombination von Einnahmen aus der Umlaufsicherung sowie der Umsatzsteuer ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle gezahlt. Damit fangen wir dann auch die Angestellten der systemrelevanten Banken auf, die in der Zwischenzeit auf die Straße gesetzt wurden. Vorbild für das Grundeinkommen ist der menschliche Körper, der an seine Zellen quasi auch ein bedingungsloses Grundeinkommen zahlt.

    UPDATE: Dank Renée Menéndez habe ich das Konzept des Vollgeldes als Murks erkannt.


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    Mich in den Dienst des Wandels stellen


    …denn nirgendwo anders will ich sein. In mir drängt es zunehmend nach Veränderung. Zwar macht mir PC ab 50 nach wie vor Spaß, es füllt mich aber schon länger nicht mehr aus.

    Schon seit etlichen Jahren beschäftige ich mich mit anderen Formen des Wirtschaftens und des Zusammenlebens, weshalb ich ja seinerzeit auch auf die Gemeinschaftsreise aufgebrochen bin. Der Schritt, mich mit Haut & Haaren & von ganzem Herzen dem Kulturwandel (nicht nur, aber vor allem auch in Unternehmen) zu verschreiben, steht jedoch noch aus.

    Ich habe mich bisher zurückgehalten, weil ich an eine Welt der Fülle offensichtlich noch nicht ganz geglaubt habe. Weshalb ich bei all meinen Überlegungen im Hinterkopf hatte, “wie kann ich davon leben?”. Diese Frage ist natürlich berechtigt, wenn sie im Vordergrund steht jedoch ein großes Hindernis.


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    Deutschlands geilste Funkband kommt aus Leipzig... SCHWARZKAFFEE!!!


    Wow, gestern habe ich mir den Fonk gegeben, & zwar gehörig :-D
    Von der Leipziger Funk-Band Schwarzkaffee hatte ich mir auf ihrem YouTube-Kanal schon ein paar Videos angesehen & -gehört, die mich überzeugten ins Werk II zu gehen. Das hat sich mehr als gelohnt!!!

    Ich hab schon lange nicht mehr so auf den Punkt gespielte, groovende, in die Beine gehende Musik gehört. Dabei liefern sie noch eine geniale, sauwitzige Show ab. Live auf jeden Fall unübertroffen. Trotzdem hab ich mir gleich die beiden ersten Alben dort gekauft.

    Apropos Alben: Schwarzkaffee sammelt gerade Spenden für das kommende Album Re:Incarnation of Funk, wofür sie dieses Video gedreht haben:

    Spenden könnt ihr bei der Vision Bakery noch bis 27.02. Dafür gibt’s handsignierte Alben, eine Erwähnung im Booklet oder sogar ein eigenes Funkmonster, je nachdem wie viel ihr geben wollt. Es lohnt sich, so viel geballte Freakness gehört einfach unterstützt! Ohne Funkomat wäre die Welt echt ärmer ;-)


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