Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
« Es ist genug für alle da Der bisher stärkste Bewusstseinsraketentreibstoff meines Lebens »

Fülle ist viel wertvoller als Mangel

2017-06-14

LeserInnen dieses Blogs ist bekannt, dass ich ein Fan von Charles Eisenstein bin, speziell seines Buches Sacred Economics bzw. Ökonomie der Verbundenheit. Darüber hatte ich seinerzeit getitelt Wenn die Wirtschaft wächst, wird alles knapper.

Nun hatte ich Robert Heeß im Nachgang des Männer-Geldworkshops folgendes gemailt:

mir kam gerade folgende Erkenntnis: das persönliche Mangelbewusstein hängt ja an Glaubenssätzen. Mit dem kollektiven Mangelbewusstsein im Geldsystem ist es ganz genau so: Unserem derzeitigen Geldsystem liegt der Glaubenssatz zugrunde "Geld muss knapp sein, damit es einen Wert hat." Da kann natürlich keine Fülle für alle bei rauskommen…

Er fragte daraufhin zurück:

Tatsächlich?
Ist das so?

Liegt dieser Satz unserem Geldsystem zugrunde?
Ich habe diese Frage wirklich, denn in MEINEM Weltbild stimmt das nicht,
lasse mich aber gerne aufklären.

Ich antwortete ihm mit diversen Belegen, die ja auch der verlinkte Eisenstein-Beitrag gut auf den Punkt bringt. Folgendes scheint mir der Knackpunkt an diesem Glaubenssatz zu sein:

Was reichlich, in Hülle und Fülle vorhanden ist, scheint keinen Wert zu haben. Nur Dinge, an denen es mangelt, scheinen wertvoll zu sein.

Und, da stimme ich Robert zu: Das stimmt auch in meinem Weltbild nicht. Deshalb schreibe ich es hier noch mal explizit hin:

Was reichlich vorhanden ist, ist genauso wertvoll wie das Seltene. Alles in dieser Welt ist wertvoll.

Es ist ein bisschen wie mit Figur und Hintergrund: Erst durch die Operation des Unterscheidens entstehen überhaupt Figur und Grund, und wir glauben dann, dass die Figur das eigentlich Wichtige bzw. Wertvolle sei. So entsteht auch die Gleichsetzung von Knappheit/Seltenheit/Mangel mit Wert.

Nehmen wir zum Schluss noch die Einzigartigkeit hinein: Etwas Einzigartiges ist mit nichts vergleichbar, durch nichts ersetzbar und deshalb unendlich wertvoll. Da kann man dann schon nicht mehr von Mangel sprechen; wo ich Einzigartiges wahrnehme, kippt der unendliche Mangel wieder in die unendliche Fülle. Und diese Fülle offenbart sich im Jetzt. Auch jeder Moment ist einzigartig und damit unendlich wertvoll.
Mangel und Knappheit erweisen sich damit als Konstrukte unseres Geistes.

Übrigens kommt auch der Wachstumsdrang aus dem Eindruck von Mangel – ich will mehr, weil ich gefühlt zu wenig habe oder bin. Dabei bin ich schon alles, habe mich nur selbst geblitzdingst und es deshalb vergessen. ;-)

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