Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Das Land, wo Milch und Honig fließt

2014-07-27

Geschichte wiederholt sich nicht,
aber sie reimt sich.

(Mark Twain)

Beim Blick auf das, was gerade in Gaza geschieht, könnte man auf die Idee kommen, dass sich Geschichte manchmal doch wiederholt. Ich zitiere aus 4. Mose 13 (Luther-Übersetzung):

Und der HERR redet mit Mose und sprach: Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Väter einen vornehmen Mann. Mose, der sandte sie aus der Wüste Pharan nach dem Wort des HERRN, die alle vornehme Männer waren unter den Kindern Israel. [...]
Und sie kehrten um, als sie das Land erkundet hatten, nach vierzig Tagen, gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Pharan gen Kades und sagten ihnen wieder und der ganzen Gemeinde, wie es stände, und ließen sie die Früchte des Landes sehen. Und erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, dahin ihr uns sandtet, darin Milch und Honig fließt, und dies ist seine Frucht; (2. Mose 3.8) (2. Mose 3.17) nur, daß starkes Volk darin wohnt und sehr große und feste Städte sind; und wir sahen auch Enaks Kinder daselbst. So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und um den Jordan.
Kaleb aber stillte das Volk gegen Mose und sprach: Laßt uns hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir können es überwältigen.

Schon damals, beim ersten Mal, kamen die Israeliten nicht in ein menschenleeres Gelobtes Land, sondern eroberten es mit Gewalt. Dabei waren sie nicht zimperlich (4. Mose 31):

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Räche die Kinder Israel an den Midianitern, daß du darnach dich sammelst zu deinem Volk. (4. Mose 25.17) (4. Mose 27.13) Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rüstet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, daß sie den HERRN rächen an den Midianitern, aus jeglichem Stamm tausend, daß ihr aus allen Stämmen Israels in das Heer schickt. Und sie nahmen aus den Tausenden Israels je tausend eines Stammes, zwölftausend gerüstet zum Heer. Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, ins Heer und die heiligen Geräte und die Halldrommeten in seiner Hand. (4. Mose 10.2) (4. Mose 25.7) Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war. [...]
Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie, und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnungen und alle Zeltdörfer. Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh, und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, nämlich die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut ins Lager auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan liegt gegenüber Jericho. Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor das Lager.
Und Mose ward zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen? Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, daß sie sich versündigten am HERRN über dem Peor und eine Plage der Gemeinde des HERRN widerfuhr? (4. Mose 25.1) (Offenbarung 2.14) So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Männer erkannt und beigelegen haben; (Richter 21.11) aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Männer erkannt haben, die laßt für euch leben.

Die Israeliten haben einen Heiligen Krieg zur Eroberung ihres Gelobten Landes geführt und hatten dabei Gott auf ihrer Seite. Bob Dylans Lied habe ich an dieser Stelle nichts hinzuzufügen:

Damit niemand auf falsche Gedanken kommt: Ich schreibe diesen Beitrag nicht etwa als Antisemit, sondern als Ketzer jeglicher Religion. Insbesondere jeder Offenbarungsreligion. Der Hinduismus ist da z.B. auch nicht besser, ich habe kürzlich in der Bhagavad-gītā, wie sie ist gelesen, das ist da genau so ein Gemetzel im Namen Gottes. Und der Islam ist ja direkt mit einem groß angelegten Eroberungsfeldzug gestartet.
Und auch das rote Büchlein heißt nicht ohne Grund Mao-Bibel. Jede Ideologie, die eine Idee über das Leben der konkreten Menschen stellt, ist mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ganz kritisch ist es, wenn man sich dabei für die Guten hält. Da werden die anderen schnell zu Untermenschen (siehe auch Ein Herz für Nazis).

Ich nehme mich in diese Warnung explizit ein und bin mir auch bewusst, dass meine Vorfahren da eine ganze Menge Dreck am Stecken haben. Einige davon gehörten bestimmt zu den Deutschrittern, die mit den Prußen und vielen anderen Völkern ähnliches veranstaltet haben wie die Israeliten damals. Natürlich auch wieder mit Gott an ihrer Seite.

Bei all dem wurden natürlich die Juden genau so oder vielleicht sogar mehr als alle anderen ver-rückt. Von daher wäre ich der letzte, der sie aus Israel rausschmeißen wollte. Nur sollten sie sich bewusst sein, dass dieses Land ihnen nicht mehr oder weniger gehört als den Palästinensern. Das sehen sogar die Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet so.

Zum Abschluss eignet sich hier wohl niemand besser als Starhawk mit ihren Ketzerischen Gedanken zu Israel und Palästina.

Om mani padme hum.

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