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    SID - die Musik des C64


    Vergangenes Wochenende haben sich die ZEGG-Twens in Bremen getroffen. Am Samstag waren wir auf der Anti-Atom-Demo in Lüneburg, für mich das herausragendste Ereignis war allerdings die Entdeckung der C64-Musik. Schon seit einigen Monaten habe ich die High Voltage SID Collection (HVSC) auf meinem Rechner, ohne allerdings reingehört zu haben. Als Wolfram, einer der Twens, sie entdeckte, spielte er mir ein paar Tracks vor, die mich völlig wegbliesen. Es ist der absolute Wahnsinn, was diese Leute aus dem Sound Interface Design (SID) Chip des C64 rausholen!!!!! Wolfram programmiert übrigens C64-Grafikdemos, daher kennt er auch die Musik.

    Diese Art der Musik habe ich kennen & lieben gelernt durch Demos wie Second Reality von der Future Crew, aber auch durch mein absolutes Lieblings-Computerspiel Star Control II. Vor ein paar Monaten habe ich dann eine finnische Musik-Website entdeckt, auf der es Unmengen von Space Synth aber auch ganz viel andere Musik von unbekannten Künstlern kostenlos zum Herunterladen gibt. Da habe ich mich damals fett eingedeckt ;-) Tja, & nun kann ich den Rest meines Lebens damit verbringen, die über 30.000 Tunes der HVSC zu hören…


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    Im Interkulturellen Garten Kreuzberg/Friedrichshain


    Die Idee der Interkulturellen Gärten ist eine schöne Gemeinschafts-Initiative für die Integration von Flüchtlingen & gibt zugleich der Natur entfremdeten Stadtmenschen die Möglichkeit, sich im Grünen zu betätigen. Der erste Interkulturelle Garten entstand 1996 in Göttingen. Mir gefallen diese Gärten, weil sich die Menschen einen Freiraum selber schaffen. Zudem ist es eine sehr handfeste & bodenständige Form der Völkerverständigung. Heute Vormittag war ich - bei strahlendem Sonnenschein Anfang November - im Interkulturellen Garten Friedrichshain/Kreuzberg: Blick auf den Garten aus dem Pavillon

    Die Frau, die ich hier traf, erzählte von einem weiteren Gartenprojekt in Friedrichshain, das gerade im Entstehen ist. Da der Garten hier & auch die Gruppe, die ihn bestellt, recht klein ist, ist die Völkerverständigung bisher noch nicht so stark ausgeprägt. Die GärtnerInnen treffen sich oft gar nicht, weil es keine festen Termine gibt. Das wird aber bestimmt noch, das Projekt ist ja noch jung.


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    Die Revoluzzer von der ufaFabrik


    Heute Nachmittag habe ich mich in der ufaFabrik mit Juppy getroffen, einem der Gründer. Er ist ein richtiger alter 68er, der sich treu geblieben ist. Im Artikel in der Berliner Morgenpost könnt Ihr ein Foto von ihm bewundern, der taz hat er ein Interview gegeben. Anlass war jeweils seine Autobiographie Aus dem Leben eines Revoluzzers.

    Die Ufafabrik fing 1979 an als eine, wenn nicht die grösste Hausbesetzung Deutschlands. Juppy hatte schon 1972 eine WG mit sieben Leuten gegründet, in kurzer Zeit sammelten sie um die 100 Menschen um sich, die dann in der Ufafabrik einzogen. Heute gibt es eine Freie Schule, einen Kindergarten, einen Kinder-Bauernhof mitten in der Stadt, viel Kulturprogramm & - im Rahmen des Nachbarschafts- und Selbsthilfe Zentrum in der ufaFabrik e.V. - jede Menge Kurse & Seminare. Der Tauschring Tempelhof hat dort ebenfalls seinen Sitz. Derzeit leben ca. 30 Personen dort, es arbeiten insgesamt 200 Menschen in der ufaFabrik. 1989/90 waren es um die 60, von denen nach der Wende etwa die Hälfte aufs Land gezogen war.


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    Tagung "Profit & Spiritualität - Ein Widerspruch!?"


    Die Tagung des Calumed e.V. in den Räumen der Berliner Werkstatt der Kulturen zeigte, dass Spiritualität durchaus nicht reaktionär in der Wirkung sein muss. Dieser Eindruck könnte angesichts meiner Beiträge von Burg Lutter entstanden sein. Dem ist jedoch definitiv nicht so. Ich wohne zur Zeit bei Freunden des ZEGG-Twenprojekts in Berlin. Morgens in der U-Bahn wurde ich von zwei Musikern begrüsst, die coole Sachen spielten:

    Die Tagung Profit & Spiritualität behandle ich in Reihe der Vorträge (von denen übrigens 2 von 6 ausfielen) & der anschliessenden Podiumsdiskussion. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf journalistische Qualität; es sind persönlich gefärbte Mitschriften.

    Die Dogmen der Globalisierung & ihre Folgen

    Peter Schoenhoeffer (Missio-Diözesanreferent Bistum Mainz)

    Der Referent ist u.a. tätig bei Kairos Europa, einer kirchennahen Organisation, die sich mit den Folgen der Globalisierung beschäftigt.


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    Die Kommunikationszentrale für die Hosentasche


    Entsprechend der Anleitung bei CHIP Online habe ich mir den Mozilla Firefox sowie den Mozilla Thunderbird auf meinem USB-Stick installiert. Damit schreibe ich z.B. auch diesen Beitrag hier. Entgegen der CHIP-Anleitung habe ich für meine Passwörter allerdings den Password Safe installiert. Eine sehr praktische Einrichtung, damit muss ich nicht mehr meine Mails per Weboberfläche abrufen, wenn ich an irgendeinem Windows-Rechner ins Netz gehe. Meine Bookmarks (“Favoriten” für Internet Explodierer-BenutzerInnen) habe ich auf einem SiteBar-Server gespeichert & komme deshalb sogar an jedem Rechner dieses Planeten dran, sofern dieser Internetzugang hat. Sonst kann mensch mit Bookmarks ohnehin wenig anfangen…

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    IHK-Bestenehrung der Abschlussprüfung Sommer 2005


    Als einer von 159 Prüflingen mit der Note “sehr gut” aus ganz Ostwestfalen-Lippe wurde ich heute von der IHK Bielefeld geehrt. Mehr dazu in der IHK-Pressemeldung. Mit dieser Abschlussnote habe ich mir einen der vorderen Plätze im neoliberalen Konkurrenzkampf aller gegen alle gesichert! Weniger als 4% der AbsolventInnen haben eine 1 in der Prüfung. Damit gehöre ich zur Elite dieses Landes; zumal ich mein Informatik-Vordiplom auch mit 1,0 abgeschlossen habe. Damit bin ich auf dem besten Weg, in der 20:80-Gesellschaft zu den privilegierten 20% zu gehören. Oder, in der Terminologie von Huxleys Schöner Neuer Welt, zu den Betas, wenn nicht sogar zu den Alphas (da will ich jedenfalls hin!). Was kümmern mich die verarmten Massen, ich gehöre zur Elite!! Elite rulez (im doppelten Wortsinn)!

    Wir Besten haben alle das Neue Universallexikon von Bertelsmann geschenkt bekommen. Ausgerechnet von denen: “Ohne Bertelsmann geht nichts mehr” - dieser Konzern nimmt massgeblichen Einfluss auf die (neoliberale) Politik unseres Landes. & natürlich waren auch etliche Bertelsmann-Azubis unter den Besten der diesjährigen Sommer-Abschlussprüfung. Die züchten sich die kommenden Führungsgenerationen selber heran.


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    Synergieeffekte


    Durch einen Aushang in Heckenbeck bin ich auf den Bielefelder Mobilitätsberater Bernd Küffner aufmerksam geworden. Er arbeitet schon seit gut 30 Jahren in diesem Bereich, berät vor allem Unternehmen & geht seit einiger Zeit verstärkt auf gemeinschaftliche Lebens- & Wohnformen zu. In Gemeinschaften sollte das Interesse an gemeinschaftlichen Mobilitätslösungen schliesslich gross sein.

    In Unternehmen hat Bernd Küffner die Erfahrung gemacht, dass Management & Geschäftsführung sich seine Vorschläge (die dem Unternehmen finanzielle Einsparungen bringen!) zwar anhören, aber in den seltensten Fällen auch umsetzen.

    Gemeinschaften hingegen entstehen ja aus dem Wunsch, das Zusammenleben anders zu organisieren als in der bürgerlich-kapitalistischen Konsumgesellschaft. Dennoch ist auch hier das Auto oft noch selbstverständliches Privateigentum, das als zu empfindlich/wertvoll empfunden wird um es mit anderen zu teilen.


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    Vertrauen riskieren


    Der Untertitel meines Blogs heisst ja “Von einem, der auszog, Vertrauen zu lernen.” Heute beim Äpfel von den Bäumen schütteln bin ich erneut an eine Angstgrenze gekommen. Auf Bäumen rumklettern löst ab einem bestimmten Punkt körperliche Angst in mir aus. Das habe ich das erste Mal letztes Jahr im ZEGG erlebt, als ich auf den grossen Baum vor dem Gästehaus kletterte. Bis zu einer gewissen Höhe war das überhaupt kein Ding. Dann bekam ich urplötzlich tierische Angst runterzufallen. Mein Herz raste. So heute auch wieder. Wenn ich dann Julia Butterfly Hill sehe, wie sie auf der Spitze eines Mammutbaums freihändig steht: Julia auf der Spitze von Luna

    • da bin ich einfach sprachlos!

    In meinen Träumen fliege ich oft umher. & wenn ich fliegend aufsteige, stosse ich (bis auf eine einzige Ausnahme) an eine unsichtbare Grenze, über die ich einfach nicht hinauskomme. Das ist die Angstgrenze in meinen Flugträumen. Allerdings spüre ich die nicht körperlich, aber ich überschreite sie ja auch nicht.


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    Heckenbeck


    Heckenbeck ist ein Dorf, das zu Bad Gandersheim gehört. Dort leben knapp 500 Leute, von denen sich inzwischen ungefähr ein Viertel im “Gemeinschafts-Netzwerk Heckenbeck” (so nenn ich das jetzt mal, es gibt keine offizielle Selbstbezeichnung) verbunden haben.

    Angefangen hat alles vor 20 Jahren, als eine Gruppe von Menschen einen Selbstversorgerhof gründeten. Mit der Zeit wuchs die Gemeinschaft an, & vor allem seit vor fünf Jahren die Freie Schule eröffnete, boomt Heckenbeck richtig. Gerade Familien mit Kindern zieht es hier hin, weil es alles im Dorf gibt was die so brauchen: neben der Schule ein Kindergarten, eine Kinderärztin & eine Hebamme hat’s auch. Also “von der Wiege bis zur Schule” alles da ;-)

    So sieht die Schule aus:

    Freie Schule Heckenbeck

    Das pädagogische Konzept der Schule richtet sich nach Maria Montessori & Rebeca Wild.


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    Resümee: Zwei Wochen Anarchie auf Burg Lutter


    Danke an die Lutter-Gruppe, insbesondere an Martin, dass Ihr mich trotz meines “ZEGG-Hintergrunds” als Gast empfangen habt! Solche Unvoreingenommenheit ist eine wichtige Geste der Verständigung. Egal mit wem ich etwas zu tun habe, ob politisch rechts oder links, ob unpolitisch & “nabelbeschauend”, diese Person ist zunächst mal ein Mensch & als solcher fähig sich zu verändern. Die Zeit auf der Burg hat mir viele Anregungen gegeben & mir auch meinen eigenen Standpunkt klarer gemacht. Darüber habe ich mich ja schon ausgiebig hier ausgelassen.

    Mir hat es bei der Lutter-Gruppe gefallen. Ich habe mich wohl gefühlt. Das lag vor allem an der Abwesenheit von Zwang. Jedenfalls habe ich keinen Zwang gespürt, & das will schon was heissen. Soweit ich das nach zwei Wochen sagen kann, ist die Anarchie auf der Burg gut verwirklicht.


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