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    Mit Tyler Durden zum Nullpunkt


    Ich hab mich noch nie in meinem Leben geprügelt. “Was weisst du über dich, wenn du dich nie geprügelt hast?” fragt Tyler Durden. Wahrscheinlich habe ich mir deshalb heute zum dritten Mal Fight Club angeschaut. Absolut krasser Film, vielleicht sogar der krasseste Film den ich je gesehen habe.

    Schon vor einer ganzen Weile hab ich mich gefragt, was bin ich bereit aufs Spiel zu setzen? Denn wenn mein Einsatz - den ich im Spiel verlieren kann - mir nicht wertvoll ist, wie will ich dann etwas Wertvolles gewinnen?

    Wenn du dich prügelst, kannst du verdammt hart was auf die Fresse kriegen, es tut tierisch weh & kann auch mal bleibende Spuren hinterlassen, Narben, Lücken im Gebiss. Für mich wohl das Entscheidende: Ich kann nicht kontrollieren, was in einem Kampf mit mir geschieht. Es fliesst Blut. Das zeigt, dass der Kampf echt ist, dass es um was geht. Authentisches Erleben. Dem Schmerz, den du da erfährst, kannst du nicht ausweichen, du kannst ihn nicht betäuben. Du kannst nicht vor ihm davonlaufen. Du kannst dich nicht drücken. Dir bleibt nichts anderes übrig als dich zu verantworten. Du stellst dich deiner Angst, deinem Schmerz. Du bleibst da & gibst dich hin, direkt, ungefiltert.


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    Hat der Verein als Rechtsform für Gemeinschaften bald ausgedient?


    Bei den Alternativen Genossenschaftstagen bekam ich am Rande mit, dass die Bundesregierung eine Änderung des Vereinsrechts plant, bei der die wirtschaftliche Tätigkeit von Vereinen erheblich eingeschränkt werden soll. Ich will hier keine Pferde scheu machen aber dennoch darauf hinweisen, dass wenn das so kommt, die Rechtsform Verein für Gemeinschaften ziemlich unbrauchbar wird. Was momentan der Stand bezüglich der Änderungen ist, weiss ich nicht, habe allerdings zwei Artikel dazu ergoogelt:

    Von den Gemeinschaften, die ich bisher besucht habe, betrifft das die Kommune Waltershausen & das LebensGut Pommritz.

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    Skype sucks!!


    Offenbar wurde mein Skype-Account gehackt. Das scheint in den letzten Wochen vielen Leuten passiert zu sein, siehe How safe is your Skype name?, Skype Password Problem & Skype Passwords Compromised?

    Ob ich diesem Programm noch mal vertraue, weiss ich nicht so recht. Proprietäre Scheisse funktioniert letzten Endes eben nicht!!

    Liebe Open Source Community, bitte entwickelt ein freies Skype-Pendant!

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    Interspirituelles Ökodorf-Festival im Taunus


    Vom 28. Dezember bis heute war ich beim Interspirituellen Ökodorf-Festival im Projektzentrum Maibacher Schweiz. Veranstaltet werden die Ökodorf-Festivals von Karl-Heinz & Sabine Ainjali Meyer vom Ökodorf-Institut. Die Gastgebergemeinschaft erinnerte mich in vielen Aspekten an die Kulturfabrik Mittelherwigsdorf: es leben momentan sieben Erwachsene dort, die alle ziemlich ihr eigenes Ding machen, kulturelle Aktivitäten (im Fall der Maibacher Schweiz v.a. Kindertheater) sind ein verbindendes Element. Die Maibacher Schweiz ist allerdings viel stärker auf Seminarbetrieb ausgerichtet, während sich in der Kulturfabrik viel um das Kino dreht. Ach so, beide Gemeinschaften sind rechtlich als GbR organisiert, wobei jeweils nur ein Teil der Gemeinschaftsmitglieder in der GbR sind, die anderen zahlen Miete.

    Fachwerkhaus von der Strasse aus

    So präsentiert sich das Fachwerkhaus von der Strasse aus

    Das gelbe Haupthaus mit Schriftzug


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    Winterliche Impressionen aus Jahnishausen


    Zur Abwechslung mal ein Beitrag, der nur aus kommentierten Fotos besteht:

    Torhaus

    Das ist das Torhaus, momentan der einzige komplett renovierte Gebäudeteil & damit auch der einzige mit Zentralheizung

    Gutshaus

    Hier siehst Du das Gutshaus. Darin befindet sich die Gemeinschaftsküche für den Winter, Werkstätten & einige Wohnungen. Das Gebäude ist noch nicht vollständig ausgebaut, geheizt wird mit Holz bzw. Kohle. Das tue ich im Haus 6 (das ich nicht sehr fotogen finde) ebenfalls.

    Remise vom Torhaus aus

    Die Remise, vom Torhaus aus betrachtet. Hier wird im Sommer gekocht & gemeinsam gegessen (siehe Foto vom Sommercamp).

    Insel

    Das ist die Insel, die ausserhalb des Geländes liegt, aber noch dazugehört.

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    Protestsparen - Eine andere Politik ist möglich


    Eine Initiative der Bewegungsstiftung: Protestsparen. Wer Geld anlegen will, hat bis zum 3. März 2006 die Möglichkeit, so genannte “Protestsparbriefe” zu erwerben. Das sind zinslose Darlehen, mit denen die Bewegungsstiftung soziale Bewegungen unterstützt.

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    meine individuelle rechtSchreibung


    Da ich vermutlich nach & nach einige ältere Tagebuch-Einträge & auch ältere Texte von mir hier veröffentlichen werde, die in einer ganz persönlichen individuellen Rechtschreibung verfasst sind, habe ich im Blog schon mal meine damalige Erklärung bzw. mein rechtSchreib-manifest veröffentlicht: Sprechen und Schreiben Muß Fließen.

    Übrigens, dass ich hier grundsätzlich kein ß mehr benutze, hat auch System. ;-)

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    Dankbarkeit


    In meinem Spirituellen Taschenkalender steht für diese Woche der folgende Spruch drin:

    Ohne Dankbarkeit gibt es kein Wachstum, ohne Dankbarkeit gibt es keine Religion, ohne Dankbarkeit gibt es kein Gebet. Religion beginnt mit Dankbarkeit & endet mit Dankbarkeit. Sie ist eine Reise von Dankbarkeit zu Dankbarkeit. Am Anfang ist es ein Same, am Ende ist es eine Blume. Aber die grundlegendste Tatsache ist, dass das Leben nicht für selbstverständlich gehalten werden darf. Wir haben es nicht verdient - es ist ein Geschenk. (Der Spruch ist von Osho)

    Mich traf dieser Spruch wie ein Schlag, denn es fällt mir unheimlich schwer, dankbar zu sein. & zwar sowohl, Dank zu äussern als auch, mich überhaupt dankbar zu fühlen. Inzwischen ist mir klar geworden, was mich am dankbar sein hindert, ist das Ego. Das Ego fürchtet nichts mehr als für etwas dankbar zu sein, denn damit erkennt es an, dass es darüber keine Kontrolle hatte, dass es etwas geschenkt bekommen hat. Anders ausgedrückt: bin ich dankbar für etwas, dann bin ich abhängig von jemand oder etwas anderem (ausserhalb von mir), die/der/das mich beschenkt hat. Ich nehme im Moment zunehmend deutlich wahr, wie stark ich diesem Kontroll-Wahn unterliege. Inzwischen gelingt es mir schon, mich selbst dabei zu beobachten - früher lief das fast immer unbewusst ab.

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    Bildet Banden! Alternative Genossenschaftstage in Weimar


    bildet Banden!

    (Dieses Motiv gibt es übrigens als T-Shirt, Kapuzenpulli & Aufnäher bei Hönkeldruck, der Druckwerkstatt auf Burg Lutter!)

    Die VeranstalterInnen der Alternativen Genossenschaftstage in Weimar, die innova eG & der Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. (BzFdG), wären wahrscheinlich nicht mit diesem linksradikalen Motiv als Einleitung einverstanden. Aber ich frag gar nicht erst :-D

    Die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar gefiel mir als Veranstaltungsort überaus gut, ein toll ausgestattetes & organisiertes Haus. Nur mit dem vegetarischen Essen hatten sie’s nicht so…

    Diesmal werde ich nicht, wie bei den anderen Tagungen wo ich war, einen umfangreichen Bericht verfassen. Hab gemerkt dass es mir eher darauf ankommt, mitzuteilen was mir persönlich wichtig war & was ich für mich mitgenommen habe.

    Das war in diesem Fall zunächst mal, was überhaupt das Wesen einer Genossenschaft ausmacht. Die Geschichtsschreibung der Genossenschaftsbewegung beginnt meist mit den Redlichen Pionieren von Rochdale. Diese formulierten damals Prinzipien, die sich zum Teil noch heute in den Prinzipien des Internationalen Genossenschaftsbundes finden.


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    Pionierarbeit auf Schloss Tonndorf


    Heute Nachmittag war ich - vor den Alternativen Genossenschaftstagen in Weimar - zu Besuch auf Schloss Tonndorf. Das Schloss ist ein ganz schön dickes Ding:

    Das Schloss im Ganzen

    Weil mensch auf dem Bild vor lauter Bäumen wenig vom Schloss erkennen kann, hier noch eine Detailansicht:

    Blick von Südseite

    Das Schloss selbst eignet sich allerdings kaum zum darin Wohnen (jedenfalls im Winter), weil die riesigen Räume faktisch nicht beheizbar sind. Im Moment wohnen hier vier Erwachsene & ein Kind als “Pioniere”, um die Gebäude einigermassen bewohnbar zu machen. Die eigentlichen Gemeinschafts-Wohnräume liegen ein Stück abseits vom Schloss & werden auch gerade instandgesetzt.

    Die Tonndorf-Gruppe ist rechtlich als Genossenschaft organisiert & hat erst im September das Schloss samt Gelände & Nebengebäude erworben. Angestrebt ist eine Gruppengrösse von 34 Personen, die mit ihren Genossenschaftsanteilen den Kaufpreis aufbringen.


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