Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Samuel Widmer über die Liebe

2012-09-1

Hier kommt schon wieder ein Text in erster Linie als Erinnerung für mich selbst, aus dem Buch "Im Irrgarten der Lust" von Samuel Widmer:


Wir können nicht perfekt sein. Perfektion ist die Liebe der Nichtliebesfähigen. Unsere Natur will experimentieren, ausprobieren und unsere Eltern und Erzieher wollten uns nicht so, weil das zu gefährlich, unkontrollierbar ist. Deshalb wurden uns Schuldgefühle eingepflanzt. Wenn wir so sind oder so nicht sind, sind wir nicht recht, nicht liebenswert. Wir glauben es, aber nicht gut genug, um es nicht zu tun, sondern nur gerade gut genug, um uns schuldig zu fühlen. Liebe kennt kein Versagen. Sie probiert einfach immer wieder. Zu lieben ist eigentlich ein natürlicher Zustand. Unnatürlich ist es zu versuchen, andere dazu zu bringen, uns zu lieben. Liebe hat keine Erwartungen. Erwartungen führen zu Manipulationen. Liebe lässt frei und will frei sein. Diese Realität ist kein Wahn, keine Phantasie, kein Traum, sondern eine Möglichkeit. Und es hängt von uns ab, ob wir sie verwirklichen. Zu lieben heisst, ganz einfach ein warmes Gefühl in sich entstehen zu lassen, sich zu öffnen dafür in der Herzgegend. Nicht für jemand bestimmten, ausser vielleicht für sich selbst, sondern ungerichtet, sonst entsteht eine Trennung, und der Fluss ist wieder blockiert.
Der Weg zur Liebe geht übers Loslassen oder über die Hingabe. Dies sind zwei Wege, die in Beziehungen zum selben Ziel führen. Welcher für uns im Vordergrund steht, hängt von unserer Persönlichkeit ab. Unser Leben, unsere Liebe gehören nicht uns. Sie sind ein Geschenk an uns. Wir sind uns selbst geschenkt und nicht für uns, sondern für andere. Solange wir unser Leben nicht für andere leben, nicht andern dienen, mit dem, was wir haben (und wir haben alle etwas), wird unser Leben nichts wert sein und uns selbst sinnlos erscheinen. Wenn wir Sinnlosigkeitsgefühle haben, sollten wir uns diese Frage stellen. Jedesmal wenn wir etwas Schweres überwinden, eine Angst bewältigen, mit Freude und Humor ein Leid tragen und so weiter, tragen wir zur Gesamtsumme an Energie und Bewusstheit bei, die wir alle teilen. Wir sind Energiegeneratoren. In der materiellen Welt haben wir die Aufgabe übernommen - das ist unser Sinn und unsere Berufung -, Freiheit und Bewusstsein in eine total enge Struktur hineinzutragen, um das Bewusstsein und die Energie in diesem Teil des Universums zu mehren.

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