Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Quellen-TKÜ = Staatstrojaner = Sicherheitslücken für alle

2019-01-15

Die CDU/CSU hat so was von gar nichts aus dem "demokratiegefährdenden" Hack gelernt, da möchte man fast meinen, die wollen gar nichts lernen: CDU/CSU fordern nach Datenklau mehr Ermittlungsinstrumente im Netz.
Schauen wir uns mal an, was sie da fordern (nachdem CSU-Staatssekretär Stephan Mayer sich bei Maybrit Illner als wahlweise Ignorant oder Lügner geoutet hatte):

Der CDU-Politiker nannte zudem die Quellen-TKÜ, bei der die Kommunikation von Sicherheitsbehörden erfasst wird, bevor diese verschlüsselt wird, oder Online-Durchsuchungen.

Quellen-Telekommunikationsüberwachung, was verbirgt sich hinter diesem Wortungetüm? Mit einem Wort: ein Staatstrojaner. Der Netzpolitik-Artikel zu Stephan Mayer bringt es auf den Punkt:

Tatsache ist, dass die staatlich geförderte Offenhaltung von Sicherheitslücken dazu führt, dass die Rechner von Millionen von Menschen unsicher sind – auch der Computer von Herrn Mayer.

Mein alter PC ab 50-Vortrag "Was ist eigentlich eine Sicherheitslücke?" klärt auf, was es mit diesen Sicherheitslücken auf sich hat. Die Innenministerien brauchen für ihre Staatstrojaner zwingend solche Sicherheitslücken, die der Öffentlichkeit noch nicht bekannt sind (sog. Zero-Days), um die Trojaner auf den Geräten der zu Beschnüffelnden unterzubringen.

Über diesen simplen Zusammenhang schweigen sich die Mainstream-Medien kollektiv aus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nachtrag vom 22.01.: Nicht mal auf die Linke ist in dem Punkt mehr Verlass – Wie die Linkspartei beim Staatstrojaner einknickt.
Und im November hat das BKA offiziell bestätigt, dass es Sicherheitslücken für sich behält, anstatt sie den Herstellern zu melden.

Nachtrag vom 08.02.: Japans Regierung hackt eigene Bürger.
Weiterer Nachtrag vom 08.02.: Fefes Empfehlung schliesse ich mich vollumfänglich an:

Der Gesetzgeber sollte sofort den Handel mit Sicherheitslücken unter Strafe stellen, und zwar unter empfindliche Strafe, und ebenso das Ausliefern von Produkten mit Sicherheitslücken oder das Einstellen von Support nach dem Verkauf von unsicheren Produkten. Wer unsichere Produkte verkauft, der sollte dafür haften, und zwar lebenslang. Da darf man sich nicht mit "ist end of life" rausmogeln dürfen. Dann hättet ihr es halt nicht verkaufen dürfen, wenn es so Kacke ist, dass es ohne euren Support nicht sicher betrieben werden kann!

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