Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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#Koranlesen Folge 2

2018-02-7

Die 2. Folge des Projekts #Koranlesen behandelt nur die Sure 4 ("Die Frauen") und einen Nachtrag zu Folge 1. Schon in den ersten drei Suren fiel mir nämlich auf, wie prominent der Satan darin vorkommt. In dem Punkt ist der Islam eindeutig näher beim Christentum als beim Judentum. Nach jüdischer Vorstellung ist Satan wohl direkt von Gott beauftragt, die Menschen zu prüfen und "in Versuchung zu führen", siehe Wikipedia-Artikel zu Satan:

Im normativen Judentum ist Satan der Hauptankläger, Staatsanwalt, Gegner, Feind im Kampf und die spirituelle Kraft, die im Judentum die Neigung zum Bösen (jezer ha-rah) genannt wird. Satan ist dabei jedoch wie alle Engel unter vollkommener Kontrolle und Befehl von Gott, er ist keinesfalls ein Wesen von freiem Willen, das gegen Gott rebellieren könnte oder als "Gegenspieler" und Führer des Bösen auftritt. Freien Willen schreibt das normative Judentum nur den Menschen zu.

Nun aber zur Sure 4, deren Anfang sich ein bisschen liest wie das bürgerliche Gesetzbuch – es geht nämlich um (sehr detaillierte) Erbfolgeregelungen.

Laut Herausgeber Bernhard Uhde waren viele der Regelungen im Koran eine Verbesserung der Lebensverhältnisse von Frauen im Nahen Osten. Allerdings macht auch der Koran klar, wer der Boss ist (Sure 4,34):

Ehrbare Frauen sind gehorsam und wahren das Verborgene, da Gott es wahrt. Und die, deren Auflehnung ihr befürchtet: ermahnt sie, dann meidet sie im Ehebett, dann schlagt sie!

Aus diesem Satz wird auch nebenbei klar, dass sich der ganze Koran überhaupt nur an Männer richtet. Frauen tauchen lediglich als Beiwerk auf. Und ja, ich höre schon die Erwiderungen "ja aber das war damals halt der Zeitgeist" o.ä. Sicher, Mohammed war damit nicht alleine. Das ist aber nicht der Punkt. Ich finde nur, dass ein derart von patriarchalem Zeitgeist geprägtes Buch nicht als Grundlage für eine humane Weltreligion im 21. Jahrhundert taugt. Das gilt natürlich gleichermaßen für Tora und Bibel (möglicherweise auch für die Bhagavad Gita, die kenne ich zu wenig).

Im Koran hat das regelrecht kosmische Dimensionen, siehe Sure 4,116-117:

Wahrlich, Gott vergibt nicht, dass Anderes gestellt wird neben Ihn. Er vergibt, was geringer als dies, wem Er will. Und wer stellt neben Gott Anderes, der ist in Verwirrung, in tiefer Verwirrung. Sie rufen außer Ihm weibliche Wesen an, wahrlich, sie rufen einen Satan, einen rebellischen.

Übrigens benutze ich als 2. ketzerisches Lesezeichen den Artikel über die arabische Mondgöttin Al-Lat. Phonetische Ähnlichkeiten mit monotheistischen Gottesbezeichnungen sind rein zufälliger Natur und haben nichts zu bedeuten…

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