Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.
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Hintergründe des LebensGutes: Rudolf Bahro

2005-09-17

Heute unterhielt ich mich mit Maik Hosang (siehe auch homo-integralis.de, das Institut für integrale (Bewusst-)Seinsforschung und die Zukunft des Menschen) über die Ursprünge & die Geschichte des LebensGutes. Das Projekt geht ja auf Rudolf Bahro zurück, der einen integralen Ansatz verfolgte. Das äussert sich in der Vision des LebensGutes.

Bahro unterteilt das MenschSein in einen ökologisch-ökonomischen Bereich, einen menschlich-sozialen & einen individuell-geistigen Bereich. Das ähnelt sehr dem Konzept der Dreigliederung von Rudolf Steiner. Für Bahro steht dabei die geistige Sphäre im Mittelpunkt. Am wichtigsten ist es ihm, dass die Menschen ihren eigenen Sinn finden. Das LebensGut hat er deshalb als eine Art "weltliches Kloster" konzipiert.
Dabei kann das Projekt - als ein Experiment - immer nur so weit sein wie die einzelnen Menschen hier. Es gibt bewusst keine verbindliche Ideologie & auch keine verbindlichen Treffen der gesamten Gemeinschaft. Nur zu den gelegentlichen Vereinsversammlungen kommen alle zusammen.
Der Versuchscharakter steht deutlich im Vordergrund, es ist ein offenes Geschehen, eine immer wieder neu zu findende Mischung zwischen Ordnung & Chaos.

Wichtig ist (jedenfalls für Maik), dass Menschen nicht von den anderen das erwarten, was sie für sich brauchen. Wer ins LebensGut kommt, sollte sich für sich selbst verantwortlich fühlen.

Der höchste Wert hier ist das Individuum, nicht die Gemeinschaft. Diese ist nur der Nährboden, auf dem sich die einzelnen entfalten können.

Bisher gab es drei grössere Abspaltungen vom Projekt, die Maik als "Öko-Radikalisten" (Leute, denen die Natur wichtiger war als die Menschen, mit denen sie zusammenleben), "Psychotherapie-Gruppe" (Leute, die am liebsten das LebensGut in eine Gruppentherapie verwandelt hätten) & "pseudo-spirituelle Gruppe" (Leute, die mehr von Liebe geredet haben als sie zu leben & am liebsten ein New-Age-Zentrum aus dem LebensGut gemacht hätten) bezeichnet. Falls von den Betroffenen jemand das hier liest: ich zitiere nur Maik & masse mir kein Urteil an. Jedenfalls wird an dieser Darstellung deutlich, was das LebensGut nicht ist.

Mit dem letzten grösseren Umbruch im LebensGut sind viele jüngere Menschen hier hin gekommen, während früher die BewohnerInnen eher älter waren.

Übrigens habe ich mich für das Rudolf-Bahro-Symposium an der Humboldt-Universität zu Berlin am 18. & 19. November: Natur - Kultur - Mensch: Sozialökologische Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise angemeldet. Das wird spannend!

Beim Stöbern in den Websites habe ich zwei Projekte entdeckt, die definitiv ein Grund sind, mal in Gauting vorbeizuschauen: flowManagement sowie The Site For Integral Recreation Centers.

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