Iromeisters Abenteuerreise

Von einem, der auszog, Vertrauen zu üben

Das Gesetz des Karma ist aufgehoben. Alle Wesen sind frei.

Spam-Mail des Tages

2018-05-24

Heute drehen alle am Rad, weil morgen die DSGVO in Kraft tritt (siehe auch die Onlinemarketing-Schlangengrube). Pünktlich dazu passend habe ich folgende Spam-Mail des Tages bekommen:

Guten Tag,

Ich verkaufe Emails!

Die Datenbank setzt sich wie folgt zusammen:

@gmx.de 9,6 Millionen Emails
@web.de 7,2 Millionen Emails
@t-online.de 8,8 Millionen Emails
@gmx.net 3,2 Millionen Emails
@freenet.de 4,2 Millionen Emails
@bluewin.ch 2,2 Millionen Emails

1 Million Emails kosten 1000 Euro

Ich akzeptiere als Zahlungsmittel nur bitcoin wenn Ihr also keine Bitcoins habt kontaktiert mich auch nicht!

Es kann auch nicht verhandelt werden die Preise sind fix!

Falls ich Ihr Interesse geweckt habe können Sie mich wie folgt auf Jabber kontaktieren.

Meine Jabber-ID [xxxxx](at)jabber.ru (at) durch @ ersetzen.

Wenn Sie nicht wissen was Jabber ist dann laden Sie sich erstmal pidgin herunter und erstellen Sie Ihre eigene Jabber-ID

Gruss
Der Datenhändler

Noch Fragen?

Details über den Absender:

Received: from static.88.178.201.195.clients.your-server.de ([146.185.137.153])

Ich melde das mal an Hetzner, die die Domain your-server.de verwalten.

Ein tiefer Blick in die Onlinemarketing-Schlangenhöhle

2018-05-22

Diese Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU hat doch echt was für sich. Sie fördert nämlich zu Tage, welche unfassbaren Ausmaße die kommerzielle Datensammlung inzwischen angenommen hat.

Ich habe ja so nebenbei auch eine E-Mail-Adresse bei AOL/Oath. Die sind nun durch die DSGVO gezwungen, ihren Kunden mitzuteilen, an wen sie alles deren Daten weiterverkaufen. Mir wurde schlecht, als ich diese Liste sah:

Vorschau der AOL-Spammerbande

(auf das Bild klicken, um das volle Elend zu sehen – ich musste ein wenig im HTML hacken, um alles auf eine Seite zu bekommen)

Und natürlich musste ich jeden Schalter einzeln umlegen, um meinen Willen zu erklären, dass Oath denen meine Daten nicht weitergeben soll. Wenn das Opt-Out ne geschlagene Viertelstunde dauert, läuft etwas gewaltig schief…

Ein 21seitiges PDF 3rd Party Vendors listet die Schlangenhöhle noch detaillierter auf, nach AOL und Yahoo getrennt.

Ganz besonders stolperte ich in dieser Liste über Ghostery, die sich doch angeblich der Privatsphäre verpflichten. Damit allein lässt sich offensichtlich kein Geld verdienen.

Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass das nur eine Firma von vielen ist, die vermeintliche Gratis-Dienste anbietet. Wenn du nicht mit Geld bezahlst, dann bezahlst du mit deinen Daten.

Nachtrag: Ist auch schon bei Fefe angekommen, der Einsender hat mal durchgezählt & ist auf 318 "Werbepartner" a.k.a. Spammer gekommen.

Weiterer Nachtrag: Wohlgemerkt taucht Ghostery noch nicht mal in der Liste der Teilnehmer am Transparency & Consent Framework des IAB auf, sondern unter Sonstige.

Nachtrag vom 24.05.: Bericht in der GDPR Hall of Shame.

Nachtrag vom 25.05. Deutschsprachiges Gegenstück zur GDPR Hall of Shame bei Heise – Das DSGVO-Absurditätenkabinett.

2 neue Suchmaschinen entdeckt

2018-05-7

So nebenbei habe ich gerade zwei (für mich) neue Suchmaschinen entdeckt: Qwant aus Frankreich und Unbubble aus Deutschland. Vor allem erstere macht einen guten ersten Eindruck, auch was die Suchergebnisse angeht. Aufmerksam wurde ich auf die beiden übrigens bei Mike Kutetz, der sich über Qwant näher auslässt.

Qwant gibt es seit 2013, Unbubble seit 2014. Aber ich habe ja auch Ixquick erst 2007 entdeckt, das schon seit 1998 existiert, also fast so lange wie Google. Auch DuckDuckGo gibt es seit 2008 & ich habe es erst 2013 zur Kenntnis genommen. Was Suchmaschinen angeht, bin ich nicht gerade ein Schnellmerker.

Kennt ihr eigentlich noch AltaVista und HotBot? Kinder, wie die Zeit vergeht… more

Meditation über die unfassbar großen Ströme

2018-05-4

Die unfassbar großen Strömen haben sich in meinem Geist zu einem geflügelten Wort ausgewachsen. Zuerst schrieb ich in Den Ruf hören von ihnen und kam dann in Vertrauen üben reloaded auf sie zurück mit dem Tenor, dass ich übe, mich diesen Strömen anzuvertrauen.

Zunehmend kam dabei die Frage auf, woraus speisen sich diese unfassbar großen Ströme?

Und irgendwie erscheint es mir ganz klar, wir alle speisen die unfassbar großen Ströme. Es handelt sich also um kein passives Mittreiben, sondern wir gestalten mit. JedeR einzelne von uns beeinflusst die Richtung der Ströme ein klein wenig mit. Das macht jede Handlung zu einer magischen. Wir träumen gemeinsam die Ströme, die die Welt formen.

Hier passt auch der physikalische Feldbegriff wunderbar hin, denn ein Feld ist nicht irgendwie von "außen" vorgegeben, sondern jeder Körper in einem Feld beeinflusst dieses mit. Ein Feld ist auch nicht irgendwo "zu Ende", sondern umspannt jeweils die gesamte (physikalische) Wirklichkeit.

Je weiter am Rand eines Stromes ich mich bewege, um so mehr Möglichkeiten bieten sich mir. Ich kann in Seitenarme einbiegen oder gar an Land gehen. In der Mitte des Stromes kann ich nur schwimmen, mit Anstrengung auch gegen den Strom, oder mich treiben lassen.
Es liegt (in Grenzen) an mir, wo im Strom ich mich aufhalte. Natürlich wird der Strom manchmal reißend und wirbelt mich wohin er will. Doch dann beruhigt er sich wieder und ich kann wieder selber wählen.

Und immerhin handelt es sich um Ströme und nicht um Dämme oder Mauern, die starr herumstehen. Die Ströme fließen, sie bewegen sich, sie wandeln sich. Nichts bleibt wie es war.

Der Mossad bringt mich wieder aufs #Koranlesen

2018-05-3

Anlässlich des 70jährigen Bestehens des Staates Israel hatte Arte einen Themenabend, bei dem u.a. der Film Inside Mossad gezeigt wurde (noch bis 23. Mai in der Mediathek). Darin kommt naturgemäß auch die Hamas als einer der Haupt-Gegner prominent vor, was mich dazu brachte, tatsächlich mal die ins Deutsche übersetzte Hamas-Charta zu lesen.
Ein krasses Dokument, aus dem deutlich hervorgeht, wie fundamentalistische Muslime bzw. Islamisten ticken.

Über die Muslimbruderschaft als Wurzel der Hamas tauchte ich wieder tiefer in die islamische Welt ein und fand dabei zwei nützliche Übersichtsartikel bei watson:

Konkret zum Koranlesen entdeckte ich nun noch die Seite www.koransuren.com, die vier verschiedene deutsche Übersetzungen parallel nebeneinander anzeigt. Mit meiner Karimi-Übersetzung habe ich dann insgesamt fünf verschiedene Übersetzungen zur Verfügung und bin gespannt, wie sich das angeht.

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